Holz bringt Höhe

Vortrag von Rüdiger Lainer am 28. Januar in München

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Das Holzhochhaus HoHo Wien ist mit seinen 24 Etagen zur Zeit das höchste Gebäude seiner Art weltweit. Wichtiger aber ist sein künftiger urbaner Gebrauchswert. Dieser Turm bildet ein integratives Element im neuen Wiener Quartier Seestadt Aspern. Ab 2018 sollen dort Büros, serviced apartments, ein Hotel und Wellness-Bereiche eingerichtet werden. Voraussetzung für diesen rund um die Uhr tauglichen Nutzungsmix ist ein innovatives Konstruktionssystem, das für maximale Flexibilität der Nutzflächen sorgt: HoHo Wien zeigt im Vergleich zum reinen Holzbau die Vorzüge der Holzhybridbauweise: Sie bietet nämlich die Möglichkeit, Grundrisse flexibel und nutzungsneutral anzulegen. Aus dem Planungsansatz wurde eine Systematik entwickelt, die zur Synergie von Wirtschaftlichkeit und Ökologie, von Architektur und Gebrauchswert wesentlich beiträgt.

Die Gestaltung der Seestadt Aspern ist eines der größten Städtebauprojekte Europas. Bis 2028 wird dort ein neuer Stadtteil mit Wohnungen für über 20.000 Menschen auf 240 Hektar an einem fünf Hektar großen See entstehen. Zusätzlich sind 20.000 Arbeitsplätze in Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, in wissenschaftlichen Instituten, Forschungs- und Bildungs-einrichtungen geplant.

Zur Person

Rüdiger Lainer, geboren 1949 in Kaprun / Salzburg, ist seit 1985 freischaffender Architekt in Wien. 1997 wurde er Berufung als Professor für Architektur an die Akademie der bildenden Künste Wien berufen, wo er bis 2006 lehrte. Er war von 1999 bis 2002 Mitglied des Grundstückbeirats in Wien sowie Vorsitzender der Gestaltungsbeiräte in Salzburg, Krems und Linz. Von 1991 bis 2009 fungierte er als Vizepräsident der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs und ist seit 2001 Vorstandsmitglied von EUROPAN Österreich sowie seit 2006 Vorsitzender des Fachbeirats für Stadtplanung und Stadtgestaltung in Wien, seit 2012 auch in Graz.

Seit der Gründung 1985 konnte das Architekturbüro RLP Rüdiger Lainer + Partner mit Sitz in Wien über 30 Bauten verwirklichen. Das Spektrum reicht von der Althaussanierung über Bürobauten bis zu Hochhäusern. Die meisten der realisierten Gebäude sind dank ihrer offenen Strukturen und prägnanten Formen sehr rasch Teil des städtischen Lebens geworden.

 

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