Neues aus der Normierung: Ingenieurbau

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Innerhalb des Bereichs der ingenieurtechnischen Bauwerke spielt der Einsatz von additiven Skelettkonstruktionen eine im Wortsinn „tragende“ Rolle. Neben den klassischen Stahltragwerken  finden auch Aluminiumkonstruktionen Anwendung, etwa im Fassadenbau. Aus der Normreihe DIN EN 1090 „Ausführung von Stahl- und Aluminiumtragwerken“ ist im Juli  er Teil 3 „Technische Regeln für die Ausführungvon Aluminiumtragwerken“ (Deutsche FassungEN 1090-3:2019) erschienen. Diese EuropäischeNorm legt Anforderungen zur Ausführung   n tragenden Bauteilen aus Aluminium sowie von Aluminiumtragwerken fest, die wahlweise aus a) gewalzten Blechen, Bändern und Platten, b) Strangpressprofilen, c) kalt gezogenen Stangen und Rohren, d) Schmiedeteilen oder e) Gussteilen hergestellt werden. Die Norm legt Anforderungen fest, die unabhängig von Art und Form des Aluminiumtragwerks sind: Sie gilt sowohl für Tragwerke unter vorwiegend ruhender Belastung als auch für ermüdungsbeanspruchte Tragwerke. Desweiteren legt DIN EN 1090-3:2019-07 die An orderungen in Bezug auf die Ausführungsklassen fest, welche ihrerseits von Schadensfolgeklassen abhängig sind. Gegenüber DIN EN 1090-3:2008-09 wurde die Norm inhaltlich grundlegend überarbeitet. In diesem Zuge wurden auch die Literaturhinweise aktualisiert und einige redaktionelle Änderungen vorgenommen. Während sich Teil 1 der Normenreihe „Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit für tragende  Bauteile aus Stahl und Aluminium“ bereits im Stadium der Überarbeitung befindet (DIN EN 1090-1:2018-12 – Entwurf), ist für die imHerbst letztes Jahres erschienene Teile 2 und 4 vor kurzem der Titel „Ausführung von Stahlbauten  – Kommentare zu DIN EN 1090-2 und DIN EN 1090-4“ erschienen.

  • Kommentierung DIN EN 1090-2 „Technische Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken“: Zu den Überarbeitungen der aktuellen Normversion zählen drei neu aufgenommene Anhänge: Sie widmen sich speziellen Ausführungs- Teilprozessen wie der Überprüfung automatisierter thermischer Schneidverfahren, der Beurteilung dicker Beschichtungen auf den Kontaktflächen vorgespannter Schraubenverbindungen sowie der Auswahl von Schweißnahtklassen. Weitere Änderungen betreffen die Regelungen zum Bauen mit nichtrostenden Stählen, das Ausgangsprodukt Stahlguss, das thermische Schneiden, die Qualifizierung des Schweißverfahrens oder Abnahmekriterien für Schweißnähte.
  • Kommentierung DIN EN 1090-4 „Technische  Anforderungen an tragende, kaltgeformte Bauelemente aus Stahl und tragende, kaltgeformte Bauteile für Dach-, Decken-, Boden- und Wandanwendungen“: Die Norm EN 1090-4 war – in schlankerer Fassung – zuvor Teil der EN 1090-2, wiederum zuvor existierte sie als eigenständige Norm DIN 18807-3 [R76]. Ebenfalls hinzugezogen bei der Erarbeitung der neuen Norm wurde die DASt-Richtlinie 016 [R24]. DIN EN 1090-4 widmet sich kaltgeformten Bauteilen, kaltgeformten Profiltafeln und kaltgeformten Tragwerken. Sie beschreibt entsprechende technische Mindestanforderungen und informiert u.a. über Ausgangsprodukte,Herstellung, Schweißen, mechanisches Verbinden,  Montage, Oberflächenschutz oder geometrische Toleranzen.

Die kommentierten Normen liegen dem Buch als Volltext in Form einer CD-ROM bei.

www.beuth.de

 

 

 

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