24.02.2021 | Ausgabe 1-2/2021

Die Planung der Barrierefreiheit

Eine Honorarempfehlungen des AHO

Die Teilhabe und Integration aller Menschen, auch derjenigen, die eingeschränkt mobil sind, ist ein wichtiges bauliches Ziel. Ein neues Heft der AHO-Schriftenreihe bietet diesbezüglich praktische Unterstützung bei der Planung von Gebäuden und Freianlagen. Quelle: Charles Deluvio/unsplash

Teilhabe als selbstbestimmte Integration für Menschen mit Behinderung ist ein wesentliches Ziel der heutigen Politik und Gesellschaft, aus welchem ein erheblicher Einfluss auf die Planung und Ausführung unserer Gebäude resultiert. Eine zielorientierte, effiziente und wirtschaftliche Umsetzung geht dabei wesentlich über die Einhaltung einiger normativ vorgegebener Mindestmaße und das Ausfüllen eines Formulars zum Bauantrag hinaus. Ein Expertenkreis im Ausschuss der Verbände und Kammern für Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. (AHO) hat deshalb eine Praxishilfe und Vergütungsempfehlung erarbeitet, die in der grünen Schriftenreihe als AHO-Heft 40 erschienen ist und in diesem Beitrag vorgestellt wird.

Im AHO-Heft 40 werden Leistungen beschrieben, die sich in einem sogenannten „Barrierefrei-Konzept“ dokumentieren. Dieses wird auch als besondere Bauvorlage mit ggf. eigenen Plandarstellungen bei komplexen Sonderbauten, Umbauten oder Nutzungsänderungen im Bestand nach den Vorgaben einzelner Landesbauordnungen, im Zusammenhang mit der Beantragung von Fördermitteln oder sonstigen Gründen vom Bauherrn angefordert. In der Regel erfordert die Bearbeitung eine besondere Qualifikation und stets eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, sodass hieraus eine strukturierte, eigenständige Leistung resultiert, die bei Bedarf die Objekt- und Fachplanung ergänzt und beratend unterstützt. In der Stellungnahme der kommunalen Spitzenverbände NRW zur Neufassung von § 58 BauO NRW wird die Anregung gegeben, für die Prüfung der Barrierefreiheit (Barrierefrei-Konzept) und insbesondere die örtliche Umsetzung der Barrierefreiheit bei Sonderbauten entsprechende Fachplanerinnen und Fachplaner einzusetzen.

Optimierung der Gesamtplanung
Die beschriebenen Leistungen gehen vielfach (weit) über die in der HOAI erfassten Grundleistungen hinaus und lassen ausdrücklich den bereits in der HOAI enthaltenden Anteil von Leistungen zur Planung der Barrierefreiheit einschließlich der dort vorgesehenen Honorierung durch Anpassung der Honorarzone oder des Honorarsatzes unberührt. Der Anwendungsbereich ist ausdrücklich nicht für Objekte des öffentlichen Nahverkehrs ausgelegt, aber für Freianlagen.

Um diese die HOAI ergänzenden Besonderen Leistungen nochmals deutlich zu machen, werden sie in der Beschreibung des Leistungsbilds begrifflich als „Regelleistungen“ im Sinn einer abgeschlossenen Liste bezeichnet, welche bei der Bearbeitung üblicherweise auftreten und sich von „optionalen Leistungen“ unterscheiden, die fallweise hinzutreten können oder nicht. Damit wurde erstmalig eine Struktur angewendet, die der AHO einheitlich für seine Schriftenreihe in der dortigen Fachkommissionsleiterkonferenz im November 2020 beschlossen hat.

Analog zum Aufbau der HOAI-Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen werden entsprechend der strukturierten wie auch zeitlichen Abfolge sogenannte „Leistungsphasen“ unterschieden. Als Auszug aus der Veröffentlichung sind die Regelleistungen und optionalen Leistungen für die Phase 1 – Vorleistungen, Grundlagenbearbeitung und Phase 2 – Vorplanung und Konzeption als Tabelle 1 wiedergegeben.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Phase 1 in der Regel schon sehr früh, geeigneterweise kurz nach Projektstart, einsetzen kann und so zur Optimierung der Gesamtplanung beitragen wird, wenn Anforderungen an die Barrierefreiheit ggf. auf einzelne Gebäudebereiche beschränkt oder zusammengefasst werden können.

Für die Honorarempfehlung der Regelleistungen wird eine Ermittlung in Abhängigkeit der Bruttogrundfläche der für die Barrierefreiheit relevanten Bereiche des Gebäudes bzw. der Innenräume sowie der zu betrachtenden Flächen bei Freianlagen vorgesehen.

 

 


Anzeige

Schöck Tronsole® Typ P: Stark im Schallschutz

Hohe Tragfähigkeit für mehr Sicherheit

Die neue Tronsole® Typ P besteht aus drei Elementen – Wandelement, Tragelement und Podesthülse. Sie verfügt über eine bauaufsichtliche Zulassung und kann Traglasten bis 65 kN aufnehmen. Bei höher auftretenden Lasten sind durch paarweise Anordnung bis 90 kN möglich.

Mehr erfahren...

Individuelle Treppenhausarchitektur

Aufgrund der geringen Einbauhöhe der Tronsole® Typ P sind filigrane Podeste bereits ab einer Dicke von lediglich 18 cm realisierbar – wahlweise in Sichtbeton. Fugenausbildungen von 15 bis 50 mm sind ebenfalls möglich, sodass auch eine umlaufende Luftfuge umgesetzt werden kann.

Mehr erfahren...

Wirtschaftlich durch optimierten Bauablauf

Mit der Tronsole® Typ P von Schöck lassen sich filigrane Fertigteilpodeste ganz einfach in das bestehende Treppenhaus einbauen und direkt begehen. Das nach DIN 7396 geprüfte Trittschalldämmelement trägt zuverlässig und erfüllt die höchste Schallschutzstufe III nach VDI 4100.

Mehr erfahren...

Anzeige

Karriere im Berufsfeld Brandschutz – jetzt weiterbilden!

Vorbeugender Brandschutz

Erstellen Sie schutzzielorientierte Brandschutzkonzepte und vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in den gesetzlichen und normativen Regelungen.

Brandschutznachweise erstellen

Gebäudetechnischer Brandschutz

Lernen Sie technische Brandschutzmaßnahmen regelkonform zu planen und sinnvoll mit baulichen Maßnahmen zu koppeln.

Brandschutz in Gebäude- und Anlagentechnik

Bauüberwachung Brandschutz

Begleiten und überwachen Sie die Umsetzung der Brandschutzkonzepte in der Praxis, erkennen Sie frühzeitig Abweichungen und Mängel.

Fachbauleitung und Objektüberwachung Brandschutz

Anzeige

Qualität, auf die Sie bauen können

Dämmstoff für klimaschonendes Bauen

Mit Ravago Building Solutions und RAVATHERMTM XPS zu höchster Energieeffizienz bei anspruchsvollen Bauprojekten. Vom Perimeter- und Gründungsplattenbereich bis hin zu hochleistungsfähigen Umkehrdach-Dämmungssystem: Auch unter anspruchsvollsten Bedingungen – und das dauerhaft.

Beste Dämmleistung, schonend für die Umwelt

Die hohe Qualität von RAVATHERMTM XPS Produkten bestätigt auch das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. (FIW) in München mit dem Q-Label. Das macht für Architekten und Planer die Auswahl der besten Produkte für ihre Bauprojekte noch einfacher.

Beste Beratung für höchste Dämmleistung

Mit der Expertise und Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Praxis, unterstützt Ravago Building Solutions Planer und Architekten dabei, mit den XPS Produkten RAVATHERMTM die perfekte Lösung für ihr Bauprojekt zu finden. Individuelle Dämmlösungen – genau passend zu Ihren Anforderungen.

Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von Deutsches Ingenieurblatt (monatlich / kostenlos) abonnieren