15.10.2019 | Ausgabe 10/2019

Schneelast- und Windzonen richtig bestimmen

Vorsicht bei ungenauen Tabellenangaben

Bei der Erstellung einer Datenbank zu Schneelast- und Windzonen ist aufgefallen, dass sich manches nicht richtig zuordnen lässt. Ingenieure sollten bei ihren Planungen im Hinterkopf behalten, dass die Angaben in den Verwaltungsvorschriften „Technische Baubestimmungen der Bundesländer“ nicht immer eindeutig und richtig sind und im Zweifelsfall auch mal hinterfragt werden müssen. / Quelle: Stephan Baur/AdobeStock

Jeder im Bereich der Tragwerksplanung tätige Bauingenieur steht bei einem neuen Bauvorhaben vor der Aufgabe, die richtige Schneelast- und Windzone und ggf. auch die Erdbebenzone für den Bauort zu bestimmen. In der gängigen Praxis verlässt man sich dabei auf die Angaben in der Datenbank, die im jeweils verwendeten Programmpaket zur Verfügung steht. Wenn keine Datenbank vorhanden ist, wird meistens in den Zuordnungstabellen für Schneelast- und Windzonen gesucht, die als Excel-Datei auf den Internetseiten der Bauministerkonferenz oder des Deutschen Instituts für Bautechnik zu finden sind. Als Hilfsmittel für Bemessungsprogramme wurde vom Autor dieses Beitrags eine deutschlandweite Datenbank für die Zuordnung der Schneelast- und Windzonen auf Gemeindeebene erstellt. Zur visuellen Kontrolle der Umsetzung wurde die Datenbank in einem Geoinformationssystem (GIS) mit dem aktuellen Gemeindestand Deutschlands verknüpft. Anhand der Visualisierungen sind in Teilbereichen nicht erklärbare Unstimmigkeiten aufgefallen. Durch detaillierte Anfragen bei den zuständigen obersten und oberen Bauaufsichten der Länder konnten Fehler aufgedeckt und berichtigt werden.

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