17.03.2020 | Ausgabe 03/2020

Gedämmte Bodenplatte in der Smart Factory

Neuer Industriepark in Dortmund

Der Neubau in Dortmund ist für die Wilo-Gruppe der Startschuss für ein neues Zeitalter in der Fertigung und Verwaltung. Die Smart Factory befindet sich im langgestreckten hinteren Hallenkomplex.

Die Wilo-Gruppe baut derzeit am Standort in Dortmund einen neuen Stammsitz. Mit einer Grundstücksfläche von 194.000 Quadratmetern ist der WiloPark das derzeit größte Industriebauprojekt in Nordrhein-Westfalen. Über 200 Millionen Euro wird der Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen in den Neubau der Produktionsstätten und Verwaltung stecken.

Eines der neuen Gebäude im WiloPark ist die Smart Factory mit Industrie-4.0-Standard. Der gut 55.000 Quadratmeter große Baukörper gliedert sich in drei Hallenschiffe von jeweils 10.000 Quadratmetern. Die weiteren 25.000 Quadratmeter setzen sich aus Logistik und Verwaltungsflächen zusammen. Das neue Produktionskonzept sieht eine optimierte und digitalisierte Wertschöpfungskette mit geradlinigen und flexiblen Logistik- sowie Kommunikationswegen vor. Vernetzte Maschinen und Produkte ermöglichen eine Echtzeitprüfung von Prozessdaten in der gesamten Produktion sowie eine automatische Anpassung an neue Gegebenheiten. Daraus resultieren ein geringer Material- und Lagerbestand, kürzere Produktionszeiten sowie eine gesteigerte Produktivität. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde im September 2019 symbolisch der Schlüssel für die Smart Factory übergeben, seit Oktober ist die digitalisierte Fabrik in Betrieb.
Der WiloPark ist von einer werkseigenen Straße geteilt, die tagsüber auch für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Busverkehr geöffnet sein soll. Ein zentraler Platz verbindet dabei den nördlichen mit dem südlichen Teil des Geländes und sorgt so für kurze Wege. Im Norden ist mit der Smart Factory ein lichtdurchflutetes Produktionsgebäude entstanden, im Süden werden die geplanten Verwaltungsgebäude mit einer Gesamthöhe von bis zu 30 Metern eine zusätzliche Landmarke für Dortmund bilden.

Der Aufbau des Industriebodens in der Smart Factory
Der Aufbau des Industriebodens in der Smart Factory: Auf der Sauberkeitsschicht aus Beton liegen Austrotherm XPS TOP Dämmstoffplatten, gefolgt von Vlies, Gleitlage und Folie. Nicht zu sehen im Bild sind die anschließenden Schritte: Bewehrungsschicht, Industrieflächenheizung, Bewehrungsschicht sowie abschließende
Bodenplatte aus Beton. / Quelle: Austrotherm

Energieeffizienz und Hochleistungsdämmstoff

Für die Temperaturregulierung in den Hallen nutzt Wilo die Betonkernaktivierung, sodass die Gebäudemassen zur Heizung beziehungsweise Kühlung verwendet werden können. Im vorliegenden Fall wurde mithilfe von wasserführenden Rohrleitungen als Übertragungs- und Speichermasse die gesamte Bodenplatte thermisch aktiviert. Dies setzt jedoch voraus, dass unterhalb der Bodenplatte entsprechend gedämmt wird. In den Hallen der Smart Factory übernahmen die XPS-Dämmplatten der Firma Austrotherm diese Aufgabe. Der österreichische Hersteller mit einem Dämmstoffwerk im brandenburgischen Wittenberge steht mit seinen rosa Platten seit über 25 Jahren für Kompetenz und Qualität. Die XPS-Dämmstofflösungen sind hoch wärmedämmend, feuchteunempfindlich, druckstabil und verrottungsfest. Je nach Einsatzgebiet und Anforderungen bietet das Unternehmen 141 unterschiedliche Plattentypen mit einer Nenndruckfestigkeit von 30 bis 70 Tonnen pro Quadratmeter, einer Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,027 und 0,036 W/(mK) beziehungsweise einer Dicke von 30 bis 400 Millimeter.
Für die Dämmung unterhalb der Bodenplatte inklusive Industrieflächenheizung kam das Produkt „Austrotherm XPS TOP 30“ in einer Stärke von 100 Millimeter zum Einsatz. Mit seinem niedrigen Lambdawert von 0,036 W/(mK) trägt es zur Energieeffizienz der Hallen bei und trotzt gleichzeitig der hohen Druckbelastung, die von den dort befindlichen Produktionsmaschinen ausgeht.


 

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