Sie schaffen Spielraum im Bauablauf und reduzieren Abhängigkeiten zwischen den Gewerken. Tronsole M setzt genau hier an: Das Element kombiniert einen trockenen Podestanschluss mit effektivem Trittschallschutz und eignet sich für das modulare, serielle sowie elementierte Bauen. Traglasten von bis zu 100 kN werden aufgenommen.
Zweiteiliger Einbau: Werk und Baustelle
Tronsole M besteht aus einer Podesthülse mit integriertem Montageschacht, einem ausfahrbaren Tragelement, einem Wandelement sowie einer optionalen Brandschutzmanschette. Die Podesthülse wird im Fertigteilwerk eingebaut; die übrigen Komponenten gelangen separat auf die Baustelle.
Der Montageschacht lässt sich werkseitig wahlweise an der Ober- oder Unterseite des Podests ausführen. Auf der Baustelle schiebt ein Monteur das Tragelement über einen Stahlbolzen nachträglich in das Wandelement – ein Durchbrechen der Wand entfällt damit vollständig. Nach Abschluss der Montage kann die Aussparung des Montageschachts mit einer Edelstahlplatte verschlossen werden. Die Entkopplung des Podests von der Treppenhauswand erfolgt trocken, was die direkte Begehbarkeit nach der Montage gewährleistet. Zum Lieferumfang gehört ein Montageset aus Stahlplatten und Positionierungshilfen für die exakte Ausrichtung auf der Baustelle.
Sichtbeton, Lichtband, umlaufende Luftfuge
Da Tronsole M keinen Wanddurchbruch erfordert, erlaubt das System eine Planung des Treppenhauses unabhängig von den angrenzenden Räumen. Die Nutzung und Gestaltung dieser Räume bleibt unbeeinflusst. Darüber hinaus eröffnet das Element architektonische Gestaltungsoptionen: umlaufende Luftfugen, die Integration eines Lichtbandes oder die Ausführung der Treppenhauswände in beidseitigem Sichtbeton sind realisierbar.
Zulassung und Schallschutznachweis
Die bauaufsichtliche Zulassung durch das DIBt schafft Planungssicherheit. Den Trittschallschutz belegt eine schalltechnische Prüfung nach DIN 7396. Für Podestdicken ab 20 Zentimetern und hohe Traglasten ist Tronsole M die geeignete Wahl; das Schwesterprodukt Tronsole P deckt hingegen bereits Podestdicken ab 16 Zentimetern ab und lässt sich ebenfalls nachträglich in das fertig errichtete Treppenhaus einbauen. (mb)