Die Paneele werden in der Fabrik als klassische Stülpschalung auf die vorbereiteten Module geschraubt. Cedral liefert hierfür auch abgestimmtes Systemzubehör wie Befestigungsmittel oder Profile. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube
Die Paneele werden in der Fabrik als klassische Stülpschalung auf die vorbereiteten Module geschraubt. Cedral liefert hierfür auch abgestimmtes Systemzubehör wie Befestigungsmittel oder Profile. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube

Fassade als Bauteilträger: Dämmung, Lüftung und Leitungsstränge in einem Modul

Fassade als Bauteilträger: Dämmung, Lüftung und Leitungsstränge in einem Modul

Fassade als Bauteilträger: Dämmung, Lüftung und Leitungsstränge in einem Modul

Vorfertigungsgrad von bis zu 80 Prozent ermöglicht Sanierung im bewohnten Zustand

Vorfertigungsgrad von bis zu 80 Prozent ermöglicht Sanierung im bewohnten Zustand

Das Berliner Unternehmen ecoworks integriert Dämmung, Fenster, Lüftung und Leitungsstränge in vorgefertigte Fassadenmodule – und verlagert damit bis zu 80 Prozent der Sanierungsleistung von der Baustelle in die Werkshalle. Die serielle Sanierung in Holzhybridbauweise, bei der unter anderem Cedral-Paneele aus Faserzement als Außenbekleidung zum Einsatz kommen, ermöglicht energetische Modernisierung im laufenden Betrieb.

Das Berliner Unternehmen ecoworks integriert Dämmung, Fenster, Lüftung und Leitungsstränge in vorgefertigte Fassadenmodule – und verlagert damit bis zu 80 Prozent der Sanierungsleistung von der Baustelle in die Werkshalle. Die serielle Sanierung in Holzhybridbauweise, bei der unter anderem Cedral-Paneele aus Faserzement als Außenbekleidung zum Einsatz kommen, ermöglicht energetische Modernisierung im laufenden Betrieb.

Die Paneele werden in der Fabrik als klassische Stülpschalung auf die vorbereiteten Module geschraubt. Cedral liefert hierfür auch abgestimmtes Systemzubehör wie Befestigungsmittel oder Profile. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube
Die Paneele werden in der Fabrik als klassische Stülpschalung auf die vorbereiteten Module geschraubt. Cedral liefert hierfür auch abgestimmtes Systemzubehör wie Befestigungsmittel oder Profile. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube

Weil Leitungsstränge für Heizung, Wasser und Elektrik über die neue Gebäudehülle geführt werden, bleiben Eingriffe in den Wohnräumen minimal.

Der Sanierungsprozess beginnt mit einer millimetergenauen 3D-Vermessung des Bestands per Laserscanning. Aus der resultierenden Punktwolke entsteht ein digitaler Zwilling des Gebäudes, der als Datenbasis für die automatisierte Planung der Fassaden- und Dachelemente dient. BIM bildet anschließend den gesamten Sanierungsablauf digital ab. Ergänzend analysiert KI-basierte Bilderkennung Gebäudeportfolios von Wohnungsbaugesellschaften und identifiziert Objekte, die sich für serielle Sanierungsstrategien eignen.

Die vorgefertigten Module werden per Sattelschlepper auf die Baustelle geliefert. Sie enthalten Dämmung, Fenster, dezentrale Wohnraumlüftung sowie Fassadenbekleidung. Bei Bedarf können auch Leitungsstränge für Heizung, Wasser oder Elektrik in das Fassadenelement integriert werden. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube
Die vorgefertigten Module werden per Sattelschlepper auf die Baustelle geliefert. Sie enthalten Dämmung, Fenster, dezentrale Wohnraumlüftung sowie Fassadenbekleidung. Bei Bedarf können auch Leitungsstränge für Heizung, Wasser oder Elektrik in das Fassadenelement integriert werden. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube

Fassadenmodul als multifunktionales Bauteil

Den Kern des Konzepts bilden werkseitig vorgefertigte Fassadenelemente, die bereits Dämmung, Fenster, dezentrale Wohnraumlüftung sowie die Außenbekleidung enthalten. In die Module lassen sich zudem neue Leitungsstränge für Heizung, Wasser und Elektrik integrieren und über die Gebäudehülle führen. Das reduziert Eingriffe im Inneren auf ein Minimum und ermöglicht die Sanierung im bewohnten Zustand.

Der Kran bringt das Fassadenmodul an die geplante Stelle, dort wird es von den Monteuren an der Bestandswand befestigt. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube
Der Kran bringt das Fassadenmodul an die geplante Stelle, dort wird es von den Monteuren an der Bestandswand befestigt. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube

Werkstoff Faserzement: Brandschutz, Dauerhaftigkeit und Wartungsarmut

Als Außenbekleidung der Fassadenmodule setzt ecoworks unter anderem Cedral-Paneele von Etex Germany Exteriors ein. Faserzement besteht aus Portlandzement, Wasser, Zellstoff und Verstärkungsfasern – eine mineralische Zusammensetzung mit einer Lebenserwartung von mehr als 50 Jahren. Die Paneele erfüllen die Brandschutzklasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1 (nichtbrennbar), sind frostbeständig und resistent gegen Schädlinge sowie Pilzbefall. Die UV-beständige Farbbeschichtung macht regelmäßiges Nachstreichen oder Ölen überflüssig, was die Lebenszykluskosten der sanierten Gebäude senkt.

Mittels 3D-Laserscan wurde das Bestandsgebäude im Vorfeld millimetergenau erfasst, so dass diese Fassadenmodule, in diesem Fall bekleidet mit Cedral Lap Paneelen, maßgenau vorgefertigt und verarbeitet werden konnten. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube
Mittels 3D-Laserscan wurde das Bestandsgebäude im Vorfeld millimetergenau erfasst, so dass diese Fassadenmodule, in diesem Fall bekleidet mit Cedral Lap Paneelen, maßgenau vorgefertigt und verarbeitet werden konnten. © Etex Germany Exteriors / Dennis Neuschaefer-Rube

Das geringe Gewicht der Paneele minimiert die statische Belastung der Holzhybridmodule und der Bestandsgebäude. In der Werkshalle werden die Elemente als klassische Stülpschalung auf die Module geschraubt. Cedral liefert dazu das abgestimmte Systemzubehör – Befestigungsmittel und Anschlussprofile. Einzelne Paneele schneiden Mitarbeitende im Werk millimetergenau zu, um saubere Übergänge an Modulkanten sowie Fenster- und Türanschlüssen sicherzustellen.

Projektbeispiel Lindenberg: Nachkriegsbau erreicht Effizienzhaus-Standard 55 EE

In Lindenberg im Allgäu saniert ecoworks sechs Mehrfamilienhäuser aus den 1950er Jahren auf den Effizienzhaus-Standard 55 EE. Die Gebäude wurden zuvor überwiegend mit Erdgas beheizt. Neben den mit Cedral Lap bekleideten Wandmodulen installiert ecoworks Luft-Wasser-Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen zur Volleinspeisung. Den Berechnungen von ecoworks zufolge sinkt der Energiebedarf voraussichtlich um rund 91 Prozent. Die CO2-Emissionen reduzieren sich von rund 58 Kilogramm auf etwa 20 Kilogramm pro Quadratmeter Wohnfläche. Alte Loggien weichen neuen, vorgeständerten Balkonen.

Exemplarischer Aufbau eines ecoworks-Fassadenmoduls © ecoworks
Exemplarischer Aufbau eines ecoworks-Fassadenmoduls © ecoworks

Auf rund 1.900 Quadratmetern Fassadenfläche kommt ein differenziertes Farbkonzept mit Cedral Lap zum Einsatz: Die Kombination aus Kieselgrau (C77), Kreideweiß (C01), Platingrau (C05) und Silbergrau (C51) bricht die Monotonie der Bestandsfassaden auf; die Grautöne harmonieren mit neuen Fensterrahmen in Anthrazit (RAL 7016).

Projektbeispiel Nürnberg: Skalierung auf 72 Wohneinheiten

In Nürnberg hat das Wohnungsunternehmen Dawonia kürzlich den ersten Bauabschnitt eines seriellen Sanierungsprojekts abgeschlossen. Drei Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1966 mit insgesamt 72 Wohnungen erhalten dabei eine neue energetische Hülle. Die Bauzeit für das erste Gebäude betrug nur sieben Monate. Die vorgefertigten Fassadenmodule mit Cedral-Lap-Bekleidung und integrierter Dämmung heben die ursprünglichen Energieeffizienzklassen E und F auf das Niveau B und C. Laut Berechnungen von ecoworks sinkt der Endenergiebedarf voraussichtlich um durchschnittlich 41 Prozent. Auf rund 4.600 Quadratmetern Fassadenfläche kombiniert ecoworks platingraue (C05) und weiße (C01) Cedral-Lap-Paneele.

Die für die Projekte in Nürnberg und Lindenberg verwendeten Cedral Lap Faserzement-Paneele (v.l.): C01 Weiß, C05 Platingrau, C07 Kreideweiß, C51 Silbergrau, C77 Kieselgrau. © Etex Germany Exteriors
Die für die Projekte in Nürnberg und Lindenberg verwendeten Cedral Lap Faserzement-Paneele (v.l.): C01 Weiß, C05 Platingrau, C07 Kreideweiß, C51 Silbergrau, C77 Kieselgrau. © Etex Germany Exteriors

Zirkularität am Ende des Lebenszyklus

Da ecoworks auf Holzhybridmodule setzt und die Cedral-Paneele aus mineralischen Rohstoffen bestehen, legen die Projektpartner das Gesamtsystem auf Rückbaubarkeit aus. Am Ende der Nutzungsdauer lassen sich die Fassadenelemente sortenrein trennen und dem Wertstoffkreislauf zuführen. Die Produkte verfügen über eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) nach ISO 14025.

Technische Daten Cedral Lap

Länge: 3600 mm
Höhe: 190 mm
Dicke: 10 mm
Gewicht: ca. 10,26 kg pro Paneel
Brandverhalten: A2-s1, d0 (nichtbrennbar)
Verlegung: Stülpschalung (horizontal/vertikal)

Hintergrund: Faserzement als Werkstoff für die serielle Sanierung

Faserzement gehört seit mehr als einem Jahrhundert zum Hochbau. Seine Zusammensetzung aus Portlandzement, Wasser, Zellstoff sowie Verstärkungsfasern macht ihn widerstandsfähig gegen Witterung, Frost, Schädlinge und Schimmelpilzbefall. Mit einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren eignet er sich für den langfristigen Werterhalt von Bestandsimmobilien. Die werkseitige UV-beständige Beschichtung der Cedral-Paneele ersetzt das bei Holzfassaden nötige regelmäßige Nachstreichen oder Ölen. Die Brandschutzklasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1 qualifiziert das Material für den mehrgeschossigen Wohnungsbau. Faserzement lässt sich ressourcenschonend produzieren und am Ende des Lebenszyklus recyceln. (mb)

www.cedral.world
www.ecoworks.tech

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