75 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Neben Deutschland sind Unternehmen aus China, Italien, der Türkei, Polen, Spanien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Großbritannien vertreten. Rund 60 Prozent der Unternehmen entfallen auf das Lichtsegment, etwa 40 Prozent auf die vernetzte Gebäudetechnik. Damit bildet die Messe die wachsende Integration von Energie, Digitalisierung und Sicherheit ab – mit dem Fokus auf Effizienz im Gebäude und individuellen Nutzungsanforderungen.
„Die Light + Building 2026 ist ein realistisches Spiegelbild des Marktes mit all seinen Herausforderungen und seiner technologischen Stärke“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „Dass sich rund 2.000 Aussteller bewusst für Frankfurt entscheiden, ist ein starkes Signal. In einer Phase tiefgreifender Veränderung wird Orientierung zum entscheidenden Mehrwert. Die Light + Building schafft Vergleichbarkeit, ermöglicht Austausch und liefert belastbare Entscheidungsgrundlagen.“
Drei Themenfelder strukturieren das Programm
Das Motto der Messe lautet „Be Electrified – Electrifying Places. Illuminating Spaces.“ Daraus leiten sich drei Themenschwerpunkte ab, die gemeinsam mit Branchenvertretern, Ausstellern und Partnern entwickelt wurden. „Sustainable Transformation“ adressiert Elektrifizierung, Dekarbonisierung und die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Gebäudebestands. „Smart Connectivity“ rückt die intelligente Vernetzung von Systemen, Gewerken und Daten als Grundlage für Effizienz und Steuerbarkeit in den Vordergrund. „Living Light“ schließlich behandelt Licht als integralen Bestandteil von Architektur, Arbeitswelt und urbanem Raum.
Industrie und Handwerk sehen Wachstumspotenzial
Aus Sicht der Industrie sind Elektrifizierung und digitale Integration entscheidende Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. „Die Energie- und Gebäudewende kann ein grosser Wachstumsmotor sein“, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Elektrifizieren, digitalisieren, vernetzen und automatisieren – in diesen Megatrends steckt enormes Effizienzpotenzial für den Gebäudesektor. Die Technologien sind längst da. Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie bieten eine Vielfalt an innovativen Anwendungen und Lösungen an. Damit diese in der Breite zum Einsatz kommen, brauchen Unternehmen wie Eigentümer Planungs- und Investitionssicherheit und einen möglichst attraktiven Strompreis.“
Das ZVEI-Technologieforum eröffnet am 8. März 2026 um 9:30 Uhr der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori, gemeinsam mit Wolfgang Marzin. An allen sechs Messetagen dient es als Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Industrie, Handwerk, Planung und Politik.
Auch das Elektrohandwerk erkennt in der Transformation wirtschaftliche Chancen. Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des ZVEH, betont: „Die Energiewende ist eine wirtschaftliche Chance. Die Elektrotechnik ist ein zentrales Handlungsfeld der Energiewende. Mit Gebäudesystemintegration und Energiemanagement stehen wir vor grossen Aufgaben. Wir treiben die digitale Vernetzung voran und zeigen konkrete Anwendungen für Künstliche Intelligenz, Prozessdigitalisierung und Datenräume als Infrastrukturbaustein der Zukunft. Die Branche muss Tempo aufnehmen. Das gilt für die Sanierung der Infrastruktur ebenso wie für die Modernisierung unserer Prozesse.“ Im E-Haus des ZVEH lässt sich die technologische Transformation direkt erfahren: Das begehbare Modell zeigt integrierte Gebäudetechnik von Photovoltaik über Wärmepumpen bis zu intelligenten Steuerungssystemen im Zusammenspiel.
Weltpremiere: „The Living Light“
Erstmals widmet sich eine Sonderschau in Halle 3.1 umfassend der Frage, wie Licht Lebensräume prägt und Aufenthaltsqualität steigert. Das Berliner Lichtplanungsbüro Lichtvision Design unter Leitung von Carla Wilkins entwickelte das Konzept. In vier Bereichen – Home, Education, Workplace und Communication – zeigt die Schau, wie Licht Orientierung schafft, Produktivität unterstützt und Atmosphäre erzeugt. Interaktive Elemente und kuratierte Lichtinszenierungen machen die Wirkung unmittelbar erlebbar. Geführte Touren finden täglich um 11:00 und 14:30 Uhr statt.
Design als Querschnittsthema
Frankfurt RheinMain trägt 2026 den Titel World Design Capital. Die Design Plaza in Halle 3.1 bietet als Vortrags- und Diskussionsforum Raum für aktuelle Themen aus Architektur, Licht- und Gebäudetechnik. Das Format „Young Design“ richtet den Blick auf den Nachwuchs: Im Young Design Areal in Halle 3.1 präsentieren Nachwuchsdesignerinnen und -designer Einzelstücke, die die Bandbreite zeitgenössischen Leuchtendesigns sichtbar machen.