Anforderungen an exponierte Brandschutzkonstruktionen
Der bauliche Brandschutz an Fassaden und Tragwerken verlangt durchdachte Konstruktionen – besonders wenn Planer Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Wetterfestigkeit gleichzeitig gewährleisten müssen. Aestuver Brandschutzplatten verbinden geprüften Brandschutz mit Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und bieten Planern, Verarbeitern und Bauherren sowohl innen als auch außen hohe Sicherheit.
Materialeigenschaften und Zertifizierungen
Die Platten erreichen die Baustoffklasse A1, bleiben formstabil und widerstehen dauerhaft Feuchtigkeit, Frost und extremen Temperaturschwankungen. Prüfungen belegen ihre Resistenz gegenüber UV-Strahlung, Wasser, Salz, Schmutz und weiteren Umwelteinflüssen. Die zementgebundenen, glasfaserbewehrten Leichtbetonplatten erfüllen gemäß EAD 350142-00-1106 die Nutzungskategorien Typ Z1, Z2, Y und X. Die Zertifizierung erlaubt den Einsatz für verschiedene Innen- und Außenanwendungen bei Wand- und Deckenkonstruktionen, Schachtwänden, Fassaden, WDVS sowie Träger- und Stützenbekleidungen.
Erprobte Konstruktionslösungen
Die Schachtwand ohne Unterkonstruktion (3 S 31 AE) arbeitet selbsttragend und benötigt weder zusätzliche Unterkonstruktion noch Dämmstoffe. Die freitragende Flurdecke (2 S 34 AE) kommt ohne Abhängung aus und lässt sich bei Flurdecken bis zu einer Spannweite von 1,8 Metern ausführen. Die Montage erfolgt mit zwei Lagen 30-Millimeter-Standardplatten. Die Decke hält einer Brandbeanspruchung von oben und von unten stand und erreicht die Feuerwiderstandsklasse F90. Die Witterungsbeständigkeit besteht ohne Beschichtung.
Bekleidungssysteme für Tragwerke
Träger- und Stützenbekleidungen lassen sich als einlagige Bekleidungssysteme ausführen. Die Platten können im Querformat zugeschnitten werden und passen sich so unterschiedlichen Geometrien von Stahl- oder Betonbauteilen an. Je nach Ausführung erreichen die Systeme Feuerwiderstandsklassen von F30 bis F80 sowie die Klassifizierungen R30 und R180. (mb)