Verkehrssteuerung, Energiemanagement und IoT-basierte Überwachung laufen größtenteils unterirdisch. Herkömmliche Abdeckungen aus metallischen Werkstoffen dämpfen WLAN-, LoRaWAN- und 5G-Signale jedoch erheblich. Der Glasfaserverbundwerkstoff ist für diese Frequenzen vollständig transparent. Sensoren, Messsysteme und Steuerungseinheiten im Kanalnetz können so störungsfrei kommunizieren. Damit erfüllt die Abdeckung nicht mehr nur eine bauliche Schutzfunktion, sondern wird zum aktiven Bestandteil der digitalen Infrastruktur.
Das geringere Gewicht der GFK-Bauteile bringt einen weiteren Vorteil: Das Ein- und Ausdeckeln verringert körperliche Belastungen spürbar und senkt das Risiko von Muskel- und Gelenkverletzungen – ein Aspekt, der angesichts des Fachkräftemangels an Bedeutung gewinnt. Dazu kommt die Materialbeständigkeit: GFK korrodiert nicht, ist witterungsresistent und verlängert Wartungsintervalle sowie Lebenszyklen.
Induktives Laden unter versiegelter Oberfläche
GFK-Abdeckungen bieten darüber hinaus eine bauliche Grundlage für das kontaktlose Laden von Elektrofahrzeugen. Beim induktiven Laden überträgt ein elektromagnetisches Feld Energie zwischen einer im Boden verbauten Spule und einer Empfängerspule im Fahrzeug. Die GFK-Abdeckung beeinträchtigt dieses Feld nicht. Die Ladeeinheit lässt sich vollständig unterflur installieren – geschützt vor Witterung, Vandalismus und mechanischer Belastung – während die Oberfläche begeh- und befahrbar bleibt.
Als ergänzendes System bietet Ebero FAB den Ladebordstein an, der den Ladepunkt direkt in den Bordstein integriert. Statt Ladesäulen, die Gehwege einengen, entsteht eine niveaugleiche Lösung: Die Anmeldung erfolgt per App, QR-Code oder RFID-Karte, die Konstruktion ist für alle Witterungsbedingungen ausgelegt.

Ferngesteuerte Schieber im Kanalnetz
Auch in der Wasser- und Abwassertechnik hält die Digitalisierung Einzug. Mit dem Schieberantrieb von 3S, den Ebero FAB vertreibt, lassen sich Schieber und Armaturen im Kanalnetz automatisiert steuern. Sensoren erfassen Füllstände und Durchflussmengen kontinuierlich; der elektrische Antrieb übernimmt die Steuerung präzise und ferngesteuert. Prozesse lassen sich so in Echtzeit überwachen. Das erhöht die Versorgungssicherheit und reduziert das Risiko von Havarien und Kontaminierungen – ein Schritt hin zu einer ressourcenschonenden Wasserwirtschaft.
Die digitale Stadt entsteht damit nicht allein durch Anwendungen auf der Oberfläche, sondern durch das Zusammenspiel von Technologien auf allen Ebenen der Infrastruktur. (mb)