Eigenschaften und Einsatzbereiche
Die beiden offenzelligen Melaminharz-Schaumstoffe weisen eine Rohdichte von zehn Kilogramm pro Kubikmeter auf. Die Hanno-Werke behandeln Basotect-Schäume von BASF wasserabweisend und bieten damit Material für Anwendungen, bei denen Feuchteeintrag die Dämmleistung beeinträchtigen würde. Die Materialien sind schwer entflammbar, temperaturbeständig und verarbeiten sich gut. Ihre Wärmeleitfähigkeit liegt im niedrigen Bereich, die Schallabsorption im hohen. Einsatzgebiete finden sich im Automobilbau, in der Schienen- und Luftfahrtindustrie sowie in der Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und Klimatechnik. Weitere Anwendungen liegen in der Medizin- und Labortechnik, der Raumakustik und bei Haushaltsgeräten. Die Plattendicken reichen von zehn bis 60 Millimeter. Die Schaumstoffe eignen sich nur für den Innenbereich, da sie nicht freibewittert einsetzbar sind.
Labortest bestätigt geringe Wasseraufnahme
Ein Test nach DIN EN ISO 29767 dokumentiert die Wirkung der Hydrophobierung. Das Testverfahren sieht vor, einen Schaumkörper für 24 Stunden zehn Millimeter tief in Wasser zu stellen. Anschließend positionieren die Prüfer das Stück zum Abtropfen über Eck in einem 45-Grad-Winkel in einem Gestell. Die Wägung vor und nach dem Test ermöglicht die Berechnung der Wasseraufnahme. Dringt Wasser in einen Schaum ein, erhöht sich sein Gewicht und die Wärmeleitfähigkeit verschlechtert sich. Die wasserabweisende Einstellung der BASF-Schäume verhindert diese Effekte.
Ausrüstung ohne PFAS-Chemikalien
Die Imprägnierung von Hanno-Tect-F-free enthält keine Fluor- und PFAS-Zusätze. Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind schwer abbaubar und stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Die Europäische Union bereitet nach Angaben des Unternehmens ein Verbot vor. (mb)
www.hanno.com