Zum Jahresende 2026 ergänzt die Variante Soundline M Mega das Programm um eine Ausführung für erhöhte Anforderungen an Gewerbelärm. Solarlux hat diese in Kooperation mit dem Ingenieurbüro für Bauphysik IfB Sorge entwickelt.
Mit der zunehmenden Verdichtung der Städte steigen die Anforderungen an den Schallschutz von Wohngebäuden. Planer griffen bislang häufig auf projektspezifische Sonderkonstruktionen zurück – etwa auf Prallscheiben, die als zusätzliche schalldämpfende Fassadenebene dienen. Solche Ansätze bringen jedoch erheblichen Planungs- und Genehmigungsaufwand sowie baurechtliche Unsicherheiten mit sich. Zudem schränken sie die Nutzung der Fenster stark ein: Natürliche Belüftung und der Bezug zum Außenraum gehen verloren.
Zweischalige Konstruktion statt Sonderlösung
Das Kastenfenster Soundline M gehört zum Proline-Baukastensystem von Solarlux, das flexible Verglasungslösungen für Balkone und Loggien umfasst. Die patentierte zweischalige Konstruktion ermöglicht es, Schallschutzanforderungen projektspezifisch und dennoch standardisiert umzusetzen – mit geprüften Werten, klar definierten Montagedetails und gleichbleibend hoher Ausführungsqualität.
Vormontiertes Modul nach dem Plug-&-Play-Prinzip
Soundline M besteht aus einem gut durchlüfteten Aluminiumrahmen mit integrierten Schallabsorbern und -dämpfern. In diesen Rahmen montiert Solarlux das Schiebe-Dreh-System Proline T oder das Schiebe-System Proline S als außenliegende Schallschutzverglasung vor. Der Einbau auf der Baustelle folgt dem Plug-&-Play-Prinzip: Die Monteure setzen das Modul vor den Rahmen des jeweiligen Fensters, das eine zusätzliche Schalldämpfung benötigt. Die zweischalige Konstruktion verbessert zudem den Wärmeschutz, da sie im Sommer als Hitzepuffer und im Winter als zusätzliche Dämmschicht wirkt. Dank des Schiebe-Dreh-Öffnungsprinzips können die Bewohnerinnen und Bewohner die senkrecht rahmenlosen Proline-Verglasungen auf der Außenseite von innen selbst reinigen.
Schalldämmwerte bis Rw 50 dB – auch bei gekipptem Fenster wirksam
Die Bautiefe von Soundline M beträgt 180 Millimeter. Das System deckt typische Lärmsituationen durch Straßen-, Schienen- und Luftverkehr ab. Die Auslegung orientiert sich an den Anforderungen der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ sowie den zugehörigen bauaufsichtlichen Richtlinien. Höhe und Breite der Module wählen Planerinnen und Planer innerhalb konstruktiver Grenzen frei. Je nach Windlast ermöglicht das System auch raumhohe Ausführungen, die für Transparenz und Tageslichtnutzung im Innenraum sorgen.
Im geschlossenen Zustand erreicht Soundline M Schalldämmwerte bis Rw 50 dB – bis zu 20 Dezibel mehr als ein herkömmliches Standardfenster. Selbst bei gekipptem Innenfenster bestätigte das Schallschutz-Ingenieurbüro SG Bauakustik Werte bis Rw 37 dB. Weitere Abstufungen der Schallreduktion lassen sich über die in den Aluminiumrahmen integrierten Absorber- und Dämpferelemente erzielen.
Variante für Gewerbelärm ab Ende 2026
Neben Soundline M steht zum Jahresende 2026 mit Soundline M Mega eine zweite Variante für erhöhte Anforderungen bei Gewerbelärm nach TA Lärm zur Verfügung. Die größere Systemausführung ergänzt das modulare Konzept um eine Option für besonders lärmintensive Standorte – etwa an Hauptverkehrsstraßen, in Mischgebieten oder in der Nähe von Gewerbeflächen. Sie gibt Architektinnen und Architekten die Möglichkeit, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen hohen Wohnkomfort sicherzustellen. (mb)