Der finnische Hersteller Lumon adressiert diese Entwicklung mit maßgefertigten, normgeprüften Systemen für rahmenlose Balkonverglasungen sowie Glasgeländern für Neubau und Sanierung.
Trend zur kleineren Wohnung
Seit 2005 schrumpft in Deutschland die Größe von Neubauwohnungen – mit Folgen für den gesamten Bestand. Das DIW Berlin hat diese Entwicklung dokumentiert und fortgeschrieben: Kleinere, gut geschnittene und energieeffiziente Wohneinheiten werden die zentrale Wohnform der Zukunft sein. Hochwertige Außenbauteile wie Balkonverglasungen und Glasgeländer rücken damit stärker in den Fokus der Planung, weil sie Transparenz, Tageslicht und eine funktionale Erweiterung des Wohnraums ermöglichen.
Dreh-/Schiebesystem bis drei Meter Höhe
Das Kernelement des Lumon-Portfolios ist eine rahmenlose Balkonverglasung mit Dreh-/Schiebesystem. Sie verzichtet auf vertikale Rahmen und bietet damit uneingeschränkte Sichtfreiheit. Die Scheiben lassen sich einzeln nach innen schwenken und seitlich als kompaktes Paket parken – ganz oder teilweise, je nach Bedarf. Auf Wunsch öffnen die Gläser in beide Richtungen: Beispielsweise vier Scheiben nach links, vier nach rechts. Die Aluminiumprofile werden werkseitig eloxiert oder pulverbeschichtet und sind in gängigen RAL-Farben wie RAL 9006 und RAL 9016 lieferbar, projektspezifische Farben eingeschlossen. Die Verglasungselemente bestehen aus gehärtetem Einscheibensicherheitsglas (ESG) in typischen Dicken von sechs, acht, zehn und bei Bedarf bis zu zwölf Millimetern. Die maximale Elementhöhe beträgt 3.000 Millimeter, die maximale Scheibenbreite 1.000 Millimeter. Die systembedingten Fugen gewährleisten zudem eine natürliche Spaltlüftung.
Glasgeländer für maximale Transparenz
Die Glasgeländersysteme von Lumon bestehen aus Verbundsicherheitsglas. Gefragt sind vor allem Ganzglasgeländer ohne sichtbare vertikale Profile, Befestigungselemente oder Schrauben. Die Systeme lassen sich an Bodenplatten, Brüstungen oder Deckenanschlüssen montieren und damit an unterschiedliche Balkonsituationen anpassen. Helle Räume können größer wirken als sie tatsächlich sind – ein Effekt, den maximale Transparenz gezielt erzeugt.
Normgrundlage und Montage
Die Planung und statische Auslegung der Lumon-Systeme basiert auf den anerkannten Eurocodes unter Berücksichtigung relevanter Lastannahmen wie Eigengewicht und Wind. Mit der Lieferung erhalten Verarbeiter vollständige technische Unterlagen und Bemessungsdaten für die projektspezifische Tragfähigkeitsberechnung. Als werkseitig vorproduzierte Maßbauteile reduzieren die Verglasungssysteme den Anpassungsaufwand auf der Baustelle und unterstützen eine effiziente Montageplanung.
Argumente für Investoren und Bauherren
Die Integration der Verglasungssysteme in das eigene Leistungsspektrum erweitert das Angebot ausführender Betriebe gegenüber Investoren und Bauherren. Die Verglasungen schützen die Fassade vor Witterungseinflüssen, verlängern Sanierungsintervalle und senken Instandhaltungskosten. Endnutzer profitieren von verbessertem Schallschutz, Witterungsschutz und gesteigerter Energieeffizienz. (mb)