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Hyparschale Magdeburg nach der Sanierung © Marcus Bredt
Hyparschale Magdeburg nach der Sanierung © Marcus Bredt

Sanierung der Hyparschale Magdeburg ausgezeichnet

Sanierung der Hyparschale Magdeburg ausgezeichnet

Sanierung der Hyparschale Magdeburg ausgezeichnet

Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 am 27. Februar verliehen

Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 am 27. Februar verliehen

Nach Meinung der Jury verbinde die Sanierung der Hyparschale Magdeburg vorbildlich denkmalpflegerischen Anspruch, ingenieurtechnische Innovationskraft und nachhaltige Bauweise. Sie würdigt das Projekt als herausragendes Beispiel dafür, wie wegweisende, historische und zur Entstehungszeit innovative Ingenieurbaukunst mit modernen Technologien weitergetragen und für kommende Generationen gesichert werden kann – ein Symbol für Erhalt statt Abriss. Der Preis wird alle zwei Jahre an ein Projektteam für das ausgezeichnete Bauwerk vergeben.

Nach Meinung der Jury verbinde die Sanierung der Hyparschale Magdeburg vorbildlich denkmalpflegerischen Anspruch, ingenieurtechnische Innovationskraft und nachhaltige Bauweise. Sie würdigt das Projekt als herausragendes Beispiel dafür, wie wegweisende, historische und zur Entstehungszeit innovative Ingenieurbaukunst mit modernen Technologien weitergetragen und für kommende Generationen gesichert werden kann – ein Symbol für Erhalt statt Abriss. Der Preis wird alle zwei Jahre an ein Projektteam für das ausgezeichnete Bauwerk vergeben.

Hyparschale Magdeburg nach der Sanierung © Marcus Bredt
Hyparschale Magdeburg nach der Sanierung © Marcus Bredt

Die Hyparschale in Magdeburg, errichtet 1969, zählt zu den bedeutenden Ingenieurbauwerken des 20. Jahrhunderts und gilt als eine der größten Schalenkonstruktionen ihrer Art. Das ikonische Bauwerk, entworfen von dem international renommierten Schalenbaupionier Ulrich Müther, besteht aus vier hyperbolischen Paraboloiden mit einer stützenfreien Spannweite von 48 × 48 m und einer Betondicke von lediglich 7 cm.

Die Hyparschale ist ein Wahrzeichen der Stadt Magdeburg und ein wichtiges Zeugnis der modernen Baugeschichte. Der Erhalt des Bauwerks hat daher einen besonderen Stellenwert. Im Vergleich zu Abriss und Neubau oder einer klassischen Spritzbetonergänzung ist die gewählte Instandsetzung die nachhaltigste Lösung, da durch den gezielten Eingriff Ressourcen geschont und Emissionen eingespart werden. Darüber hinaus leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Baukultur und zur städtebaulichen Aufwertung des Areals. Nach langem Leerstand kann das Gebäude wieder genutzt werden und ist identitätsstiftend für das Stadtbild.

Zum Zeitpunkt der Instandsetzungsplanung lagen massive Schäden durch Feuchtigkeit und Frost sowie ein Tragfähigkeitsdefizit von rund 50 Prozent vor. Um das denkmalgeschützte Bauwerk zu erhalten und zugleich seine strukturelle Leistungsfähigkeit zu sichern, wurde eine lediglich 1 cm dünne Carbonbetonschicht als hochleistungsfähige Verstärkung aufgebracht. Besonders hervorzuheben ist, dass in diesem Projekt die speziellen Materialeigenschaften von Carbonbeton gezielt ausgenutzt wurden und diese die Aufgabenstellung in überzeugender Weise erfüllen. So konnte die sensible Schalenstruktur materialeffizient und dauerhaft ertüchtigt werden, bei vollständigem Erhalt der ursprünglichen Formsprache.

Die Sanierung verbindet vorbildlich denkmalpflegerischen Anspruch, ingenieurtechnische Innovationskraft und nachhaltige Bauweise. Die Jury würdigt das Projekt als herausragendes Beispiel dafür, wie wegweisende, historische und zur Entstehungszeit innovative Ingenieurbaukunst mit modernen Technologien weitergetragen und für kommende Generationen gesichert werden kann.

Projektteam Hyparschale Magdeburg
Einreicher: CARBOCON GMBH
Verantwortliche Ingenieurbüros
Projektleiter Planung Verstärkung/Instandsetzung: CARBOCON GMBH
Konventionelle Tragwerksplanung: Prof. Rühle Jentzsch und Partner GmbH, Prof. Rühle, Jentzsch & Partner GmbH
Ausführende Baufirma: Standortleiter Karrié Bauwerkserhaltung GmbH
Bauherr: Kommunales Gebäudemanagement Magdeburg
Architekt: gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner

https://www.ingenieurbaupreis.de/

Auszeichnung für zwei weitere Projekte

U81 Stadtbahnbrücke über den Nordstern, Düsseldorf

Die Jury würdigt die überzeugende und ausgewogene Gesamtqualität dieses Projekts unter komplexen verkehrlichen Rahmenbedingungen. Über alle Bewertungskriterien hinweg erfüllt die Stadtbahnbrücke die Anforderungen in hohem Maße und steht exemplarisch für leistungsfähige Infrastrukturplanung im urbanen Raum.

U81 Stadtbahnbrücke, Düsseldorf © Thorsten Schmidtkord / Ingenieurbüro Grassl GmbH
U81 Stadtbahnbrücke, Düsseldorf © Thorsten Schmidtkord / Ingenieurbüro Grassl GmbH

Modernisierung U‑Bahnhof Sendlinger Tor, München

Ausgezeichnet wird die ganzheitliche planerische und organisatorische Leistung bei laufendem Betrieb. Besonders hervorgehoben werden der gezielte Einsatz projektspezifischer Tiefbaumaßnahmen, die hohe Aufenthaltsqualität sowie das überzeugende Management von Verkehrsströmen, Baulogistik und Zusammenarbeit zahlreicher Projektbeteiligter.

U-Bahnhof Sendlinger Tor, München © Florian Schreiber Fotografie
U-Bahnhof Sendlinger Tor, München © Florian Schreiber Fotografie

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