Der Temperaturunterschied von teils 30 Grad bei den Vorlauftemperaturen zeigt das tatsächliche Einsparpotential. Die Effizienz einer Heizungsanlage hängt nicht allein vom Wärmeerzeuger ab – Art und Betriebsweise des Wärmeverteilsystems beeinflussen die Gesamteffizienz erheblich.
Fehler bei Wärmeverteilung treiben Verbrauch in die Höhe
Grundlegende Fehler bei Wärmeverteilung, Wärmeübergabe und Regelung treiben den Energieverbrauch unabhängig vom gewählten Wärmeerzeuger in die Höhe. Die Wärmeprozesskette umfasst mehrere Schritte: Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung, Wärmespeicherung und Wärmerückgewinnung. Gebäude benötigen Niedertemperaturwärme, wenn sich der CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren soll. Ein durchdachtes Anlagenkonzept mit Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmespeicherung schont nachhaltig Ressourcen.
Große Flächen ermöglichen niedrige Temperaturen
Flächenheizungen und Flächenkühlungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Als Niedertemperatur-Übergabesysteme eignen sie sich für den Einsatz mit Wärmepumpen. Die großen Übertragungsflächen halten das Temperaturniveau besonders niedrig – ein entscheidender Faktor für hohe Effizienz, niedrige Betriebskosten und einen nachhaltigen Gebäudebetrieb.
Kompatibilität mit allen Wärmeerzeugern
Flächenheizungen und -kühlungen bieten dem Verband zufolge thermische Behaglichkeit durch gleichmäßige Temperaturverteilung, keine Zuglufterscheinungen und ein angenehmes Strahlungswärmegefühl. Die Systeme lassen sich mit allen Wärmeerzeugern kombinieren. Für nahezu jedes Projekt existiert ein passendes System mit entsprechender Förderung.
Die Speicherfähigkeit der Flächenheizung unterbricht bei Netzspitzen den Wärmepumpenbetrieb und senkt zusätzlich die Verbrauchskosten. Die Systeme arbeiten energieeffizient und CO₂-arm, erreichen eine lange Lebensdauer bei hoher Betriebssicherheit und benötigen kaum Wartung. Die Integration in Boden, Wand oder Decke bleibt unsichtbar. In Kombination mit reversiblen Wärmepumpen nutzt ein System sowohl das Heizen als auch das Kühlen. (mb)