Neues Diagnostik- und Innovationszentrums in Penzberg: Auf 35.000 Quadratmetern verteilt auf sieben Stockwerke trifft Hightech-Forschung auf nachhaltige Bauweise – ein 300 Millionen Euro-Investment in den Standort Deutschland. © Philip Kottlorz
Neues Diagnostik- und Innovationszentrums in Penzberg: Auf 35.000 Quadratmetern verteilt auf sieben Stockwerke trifft Hightech-Forschung auf nachhaltige Bauweise – ein 300 Millionen Euro-Investment in den Standort Deutschland. © Philip Kottlorz

Neues Diagnostikzentrum verbindet Laborforschung mit Energieeffizienz

Neues Diagnostikzentrum verbindet Laborforschung mit Energieeffizienz

Neues Diagnostikzentrum verbindet Laborforschung mit Energieeffizienz

35.000 Quadratmeter großer Neubau senkt Energiebedarf gegenüber Vorgängerbauten um 70 Prozent

35.000 Quadratmeter großer Neubau senkt Energiebedarf gegenüber Vorgängerbauten um 70 Prozent

Das neue Diagnostikzentrum von Roche im oberbayrischen Penzberg arbeitet nahezu CO₂-frei und verbraucht rund 70 Prozent weniger Energie als frühere Laborgebäude. In dem 35.000 Quadratmeter großen Neubau entwickeln Forscherinnen und Forscher künftig In-vitro-Diagnostika und Testverfahren, die Krankheiten wie Alzheimer oder Multiple Sklerose über Blutproben frühzeitig nachweisen sollen. Drees & Sommer SE übernahm das Construction Management für das 300 Millionen Euro teure Projekt.

Das neue Diagnostikzentrum von Roche im oberbayrischen Penzberg arbeitet nahezu CO₂-frei und verbraucht rund 70 Prozent weniger Energie als frühere Laborgebäude. In dem 35.000 Quadratmeter großen Neubau entwickeln Forscherinnen und Forscher künftig In-vitro-Diagnostika und Testverfahren, die Krankheiten wie Alzheimer oder Multiple Sklerose über Blutproben frühzeitig nachweisen sollen. Drees & Sommer SE übernahm das Construction Management für das 300 Millionen Euro teure Projekt.

Neues Diagnostik- und Innovationszentrums in Penzberg: Auf 35.000 Quadratmetern verteilt auf sieben Stockwerke trifft Hightech-Forschung auf nachhaltige Bauweise – ein 300 Millionen Euro-Investment in den Standort Deutschland. © Philip Kottlorz
Neues Diagnostik- und Innovationszentrums in Penzberg: Auf 35.000 Quadratmetern verteilt auf sieben Stockwerke trifft Hightech-Forschung auf nachhaltige Bauweise – ein 300 Millionen Euro-Investment in den Standort Deutschland. © Philip Kottlorz

Drei Bausteine ermöglichen den energieeffizienten Betrieb: die Holz-Hybridbauweise, ein Niedertemperaturnetz, das Abwärme nutzt, sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Mehr als 4.400 Sensoren erfassen den Energieverbrauch in Echtzeit. Ein digitales System steuert und dokumentiert, ob und wie die Laborgeräte besetzt sind. Das Gebäude bietet Platz für 1.000 Mitarbeitende. Mitte Februar 2026 haben Projektbeteiligte sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft den Neubau eröffnet.

Früherkennung durch Blutdiagnostik

Alzheimer, Multiple Sklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben im menschlichen Körper oft lange unbemerkt. Weltweit leiden mehr als 3,5 Milliarden Menschen an neurodegenerativen und chronischen Erkrankungen – Tendenz steigend. Roche will dem mit neuen Testverfahren begegnen: „Mit ihnen können Ärztinnen und Ärzte über eine Blutprobe bereits kleinste Veränderungen bei Betroffenen frühzeitig nachweisen und Therapien passgenauer auswählen“, sagt Thomas Schinecker, CEO von Roche.

Roche Atrium © Philip Kottlorz
Roche Atrium © Philip Kottlorz

3,5 Milliarden Euro für deutsche Standorte seit 2020

Das Zentrum gehört zu einer breiten Investitionsreihe: Seit 2020 steckte das Pharmaunternehmen mehr als 3,5 Milliarden Euro in seine deutschen Standorte – rund die Hälfte davon floss nach Penzberg. „Mit dem neuen Entwicklungszentrum stärken wir nicht nur unseren Forschungs- und Wirtschaftsstandort in Deutschland“, betont Schinecker. „Wir schaffen gleichzeitig wichtige Voraussetzungen, um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen und medizinische Lösungen weltweit anbieten zu können.“

Lean Construction Management taktet den Bauablauf

Drees & Sommer verantwortete das Construction Management und steuerte sämtliche Schritte vor, während und nach der Bauausführung. Projektleiter Adrian Schwarz koordinierte mit einem 30-köpfigen Team die Vergaben an Generalübernehmer und Einzelunternehmer, überwachte die Baustellenlogistik und integrierte digitale Planungsmethoden wie Building Information Modeling in den Bauablauf. In der Fertigstellungsphase begleitete das Team die Inbetriebnahme des Gebäudes.

Bei der Terminplanung setzte das Team auf Lean Construction Management. „Alle Projektschritte haben wir auf den Tag genau durchgetaktet und auf einer Projekttafel für alle transparent visualisiert“, sagt Schwarz. „Wir haben die Bau- und Terminabläufe so koordiniert, dass alle Gewerke nahtlos ineinandergreifen konnten – Angefangen bei der Planung über die Abläufe auf der Baustelle bis hin zum Vorbereiten des späteren Betriebs“, erklärt der Projektleiter.

Automatisierung im Laboralltag

Zusätzlich beschleunigen ein Pipettierroboter und das vollautomatisierte Probenlager Cube die Laborabläufe, sodass den Mitarbeitenden mehr Zeit für ihre wissenschaftlichen Kernaufgaben bleibt. (mb)

www.dreso.com

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