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In der Pfnorstraße entsteht Darmstadts neue Hauptfeuerwache, ein moderner Standort für die städtische Gefahrenabwehr. © Visualisierung: kplan AG
In der Pfnorstraße entsteht Darmstadts neue Hauptfeuerwache, ein moderner Standort für die städtische Gefahrenabwehr. © Visualisierung: kplan AG

Neue Darmstädter Hauptfeuerwache mit digitaler Projektkollaboration

Neue Darmstädter Hauptfeuerwache mit digitaler Projektkollaboration

Neue Darmstädter Hauptfeuerwache mit digitaler Projektkollaboration

Kläranlage als Energiequelle für 150-Millionen-Neubau

Kläranlage als Energiequelle für 150-Millionen-Neubau

Die Stadt Darmstadt errichtet ihre neue Hauptfeuerwache für 150 Millionen Euro – und nutzt dabei den Hauptabwasserkanal der benachbarten Kläranlage als zentrale Energiequelle für Heizung und Kühlung. Das komplexe Vorhaben steuert die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH mit einer cloudbasierten Bausoftware, über die rund 300 Projektbeteiligte kollaborieren.

Die Stadt Darmstadt errichtet ihre neue Hauptfeuerwache für 150 Millionen Euro – und nutzt dabei den Hauptabwasserkanal der benachbarten Kläranlage als zentrale Energiequelle für Heizung und Kühlung. Das komplexe Vorhaben steuert die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH mit einer cloudbasierten Bausoftware, über die rund 300 Projektbeteiligte kollaborieren.

In der Pfnorstraße entsteht Darmstadts neue Hauptfeuerwache, ein moderner Standort für die städtische Gefahrenabwehr. © Visualisierung: kplan AG
In der Pfnorstraße entsteht Darmstadts neue Hauptfeuerwache, ein moderner Standort für die städtische Gefahrenabwehr. © Visualisierung: kplan AG

Den seit 2023 laufenden Vertrag mit dem Softwareanbieter smino hat die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH vorzeitig bis ins Jahr 2032 verlängert. „smino hat unsere internen Abläufe deutlich beschleunigt und vereinfacht. Ohne eine solche Kollaborationsplattform wäre es kaum möglich, bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung den Überblick zu behalten“, sagt Sven Kling, Geschäftsführer der Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH.

Rund 300 Projektbeteiligte profitieren laut Kling von strukturiertem Dokumentenmanagement, transparenter Rechteverwaltung, aktuellen Plänen und reduzierter E-Mail-Kommunikation. Die Ausführungsplanungen stehen kurz vor dem Abschluss. Die Tiefbauarbeiten sollen im Sommer 2026 starten, der Rohbau ist für 2028 geplant.

Kritische Infrastruktur mit hohen Anforderungen

Als Teil der kritischen Infrastruktur unterliegt die Feuerwache besonderen Sicherheitsanforderungen. Eine Netzersatzanlage, eine Tankstelle, redundante Leitungssysteme und eine Notausfahrt sichern die volle Funktionsfähigkeit auch im Krisenfall. Auf knapp 25.000 Quadratmetern finden neben 140 Einsatzkräften auch Verwaltung, Katastrophenschutz und Logistik Platz.

Brache mit Altlasten, Kanal als Energiequelle

Das vorgesehene Areal an der Pfnorstraße galt lange als wenig geeignet. Drei Jahrzehnte lag die rund drei Hektar große Fläche brach. Die Baureifmachung erforderte das Sieben von 25.000 Kubikmetern Boden, die Räumung von Kampfmitteln und die Entsorgung von tonnenweise Metallschrott.

Den zentralen Standortnachteil wandelten die Planer in einen energetischen Vorteil um: „Der städtische Hauptabwasserkanal der benachbarten Kläranlage querte das Baufeld. Der Kanal wurde umverlegt und ein rund 80 Meter langer Wärmetauscher eingebaut“, erklärt Jasmin Rath, Projektleiterin beim Architekturbüro kplan AG aus Siegen. „Damit lässt sich das Gebäude heizen und kühlen – jahreszeitenunabhängig und ohne fossile Energieträger.“ Nicht genutzte Wärmeenergie speichert das System unterirdisch. Photovoltaik-Anlagen auf begrünten Dachflächen und der Stellplatz-Überdachung sollen den Bau nahezu energieautark machen.

Ein Wärmetauscher wandelt die Abwärme eines umverlegten Abwasserkanals in Wärmeenergie um – effizient und klimaneutral. © Thomas Ulmer/Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH
Ein Wärmetauscher wandelt die Abwärme eines umverlegten Abwasserkanals in Wärmeenergie um – effizient und klimaneutral. © Thomas Ulmer/Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH

Software-Wechsel nach Unterstützungsende

Die Entscheidung für smino fiel nach dem Ende der Vorplanungsphase. „Die zuvor eingesetzte Software entsprach aufgrund fehlenden Supports und hoher Komplexität nicht mehr unseren Anforderungen. Die Arbeit mit smino lief dagegen von Beginn an reibungslos. Dank der leicht verständlichen Oberfläche konnten wir ohne aufwendige Schulungen sofort loslegen“, berichtet Kling. Aktuell realisiert die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH mehr als 15 Projekte mit der Plattform.

Auch smino zieht Nutzen aus der Zusammenarbeit: „Mit smino setzen wir uns für eine Baukultur ein, die auf Vertrauen und echter Kollaboration basiert“, sagt smino-Gründer und CEO Sandor Balogh. „Unsere Plattform verbessert sich durch den engen Austausch mit Kunden enorm. Das ist für uns gelebte Veränderungskultur.“

Einstimmiges Votum, langfristige Planung

Die Stadtverordnetenversammlung stimmte im vergangenen September einstimmig für das Projekt. Der langfristige Vertrag verschafft beiden Seiten strategische Planungssicherheit. Künftig bindet die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH auch ausführende Bauunternehmen über smino ein. (mb)

https://smino.com

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