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Der langgestreckte Baukörper des Kindergartens Sterntaler erinnert an eine traditionelle Schwarzwaldscheune. Diese „Kinderscheune“ soll Schutz und Geborgenheit vermitteln – und zugleich Offenheit. © MHZ, Raissa Axmann
Der langgestreckte Baukörper des Kindergartens Sterntaler erinnert an eine traditionelle Schwarzwaldscheune. Diese „Kinderscheune“ soll Schutz und Geborgenheit vermitteln – und zugleich Offenheit. © MHZ, Raissa Axmann

Kindergarten im Kinzigtal vereint Holzbau mit großflächiger Markisenanlage

Kindergarten im Kinzigtal vereint Holzbau mit großflächiger Markisenanlage

Kindergarten im Kinzigtal vereint Holzbau mit großflächiger Markisenanlage

32 funkgesteuerte Markisen regulieren Hitze, Strahlung und Blendung

32 funkgesteuerte Markisen regulieren Hitze, Strahlung und Blendung

Im baden-württembergischen Hofstetten vereint der Kindergarten Sterntaler Holzbau mit einer großflächigen Markisenanlage: 32 funkgesteuerte Markisen des Herstellers MHZ regulieren in dem Neubau im Kinzigtal Hitze, Strahlung und Blendung. Die 1.800-Einwohner-Gemeinde realisierte das Projekt als Gemeinschaftsvorhaben, getragen vom Bürgermeister, einer regionalen Stiftung sowie lokalen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern.

Im baden-württembergischen Hofstetten vereint der Kindergarten Sterntaler Holzbau mit einer großflächigen Markisenanlage: 32 funkgesteuerte Markisen des Herstellers MHZ regulieren in dem Neubau im Kinzigtal Hitze, Strahlung und Blendung. Die 1.800-Einwohner-Gemeinde realisierte das Projekt als Gemeinschaftsvorhaben, getragen vom Bürgermeister, einer regionalen Stiftung sowie lokalen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern.

Der langgestreckte Baukörper des Kindergartens Sterntaler erinnert an eine traditionelle Schwarzwaldscheune. Diese „Kinderscheune“ soll Schutz und Geborgenheit vermitteln – und zugleich Offenheit. © MHZ, Raissa Axmann
Der langgestreckte Baukörper des Kindergartens Sterntaler erinnert an eine traditionelle Schwarzwaldscheune. Diese „Kinderscheune“ soll Schutz und Geborgenheit vermitteln – und zugleich Offenheit. © MHZ, Raissa Axmann

Der Neubau vereint drei bislang getrennte Standorte und liegt in unmittelbarer Nähe zu Sportplatz, Freibad und Wald. Das Architekturbüro wwg-architekten aus Biberach hatte den Zuschlag aufgrund seines nachhaltigen Gesamtkonzepts erhalten.

Architekt und Büroinhaber Christoph Wussler fasst die Grundidee so zusammen: „Holz als traditionsreicher heimischer Baustoff genoss von Beginn an große Zustimmung. Deshalb haben wir den Holzbau als Leitlinie im Sinne ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Aspekte gewählt.“ Weiter erläutert er: „Wir wollten ein kompaktes Gebäude mit minimalem Flächenverbrauch, kurzen Wegen, reduzierter Hüllfläche und einer nachhaltigen, wartungsarmen Konstruktion anbieten.“

Der langgestreckte Baukörper mit Satteldach und weit auskragenden Dachüberständen greift die Formensprache einer traditionellen Schwarzwaldscheune auf. Wände, Decken, Fensterrahmen und Fassade bestehen aus sichtbarem Brettsperrholz – für die Kinder sinnlich erfahrbar. Die Erschließung ist klar strukturiert: kurze Wege, barrierefreie Zugänge, einfache Orientierung.

Großflächige Verglasungen mit vorgelagerten Spielzonen erweitern den Innenraum nach draußen und erfordern ein effizientes Gesamtsystem zum Schutz vor Hitze, Strahlung und Blendung. © MHZ, Raissa Axmann
Großflächige Verglasungen mit vorgelagerten Spielzonen erweitern den Innenraum nach draußen und erfordern ein effizientes Gesamtsystem zum Schutz vor Hitze, Strahlung und Blendung. © MHZ, Raissa Axmann

Sechs Gruppenräume mit Westausrichtung und direktem Außenzugang

Sechs Gruppenräume reihen sich entlang der Längsachse. Jeder öffnet sich nach Westen über großzügige Glasflächen zur Landschaft und bietet freien Blick auf die Schwarzwaldhügel. Schlafräume, ein Musikzimmer, ein Werkraum, ein Inklusionsbereich sowie ein Mehrzweckraum am Eingang ergänzen das Raumprogramm. Vom Obergeschoss führt eine vorgelagerte Balkonzone direkt ins Freie. Ein Treppenhaus verbindet die Ebenen und fungiert zugleich als Begegnungsort und Spielraum.

Passive und aktive Verschattung als abgestimmtes Gesamtsystem

Die Westausrichtung der Gruppenräume erfordert eine kontrollierte Regulierung der Sonneneinstrahlung. Die großzügigen Dachvorsprünge übernehmen eine Doppelfunktion: Sie zitieren den konstruktiven Holzschutz traditioneller Scheunen und wirken als passiver Sonnenschutz. Zusammen mit den Markisen von MHZ bilden sie ein Gesamtsystem gegen Hitze, Strahlung und Blendung.

Insgesamt 32 Markisen, exakt auf den Holzbau abgestimmt, beschatten die großflächigen Verglasungen und die Spielzonen. Kassettenmarkisen vom Typ Art_01 überspannen als Schattendach die Terrassenbereiche der Gruppenräume. Zip-6-Senkrechtmarkisen, montiert zwischen den Holzbalken, übernehmen den vertikalen Blendschutz auf den Balkonen und in den angrenzenden Räumen – auch bei tiefstehender Wintersonne.

Insgesamt 32 exakt auf den Holzbau abgestimmte Anlagen von MHZ – Senkrecht- und Kassettenmarkisen – schützen Kindergartenkinder und Personal vor der Sonne. © MHZ, Raissa Axmann
Insgesamt 32 exakt auf den Holzbau abgestimmte Anlagen von MHZ – Senkrecht- und Kassettenmarkisen – schützen Kindergartenkinder und Personal vor der Sonne. © MHZ, Raissa Axmann

Funksteuerung mit Repeater-Funktion überbrückt große Fassadenbreite

Das gesamte System läuft per Funk. Ein kombinierter Sonnen-, Wind- und Regenwächter ermöglicht den vollautomatischen Betrieb: Bei Wind oder Niederschlag fahren die Markisen selbstständig ein, bei Sonneneinstrahlung wieder aus. Zusätzlich steuert die Gruppen- oder Kindergartenleitung über Handsender einzelne Elemente situativ an.

„Die enorme Fassadenbreite und die erforderliche Reichweite machten die Funksteuerung anspruchsvoll“, erklärt MHZ-Fachberater Stefan Falk. „Wir haben schließlich ein Funksystem von Elero gewählt. Die Empfänger in den Motoren leiten das Signal als Repeater weiter, sodass selbst die entferntesten Anlagen zuverlässig jeden Fahrbefehl erhalten, sowohl über die einzelnen Handsender als auch über die Automatiksteuerung.“

Das Sonnenschutzgewebe der Senkrechtmarkise zip 6 von MHZ filtert bei Außenanbringung bis zu 96 Prozent der Sonnenenergie und bietet einen sehr guten Blendschutz – und das bei guter Sicht nach draußen. © MHZ, Raissa Axmann
Das Sonnenschutzgewebe der Senkrechtmarkise zip 6 von MHZ filtert bei Außenanbringung bis zu 96 Prozent der Sonnenenergie und bietet einen sehr guten Blendschutz – und das bei guter Sicht nach draußen. © MHZ, Raissa Axmann

Holzbau, Energieversorgung und Pädagogik als kommunale Einheit

Der Kindergarten Sterntaler zeigt, wie kommunales Bauen im ländlichen Raum ökologische, regionale und pädagogische Anforderungen in einem Gebäude zusammenführt. Die Verbindung aus regionalem Holzbau, effizienter Energieversorgung und einem auf das Nutzungskonzept abgestimmten Sonnenschutzsystem macht den Neubau zu einem Referenzprojekt für öffentliches Bauen außerhalb urbaner Zentren. (mb)

www.mhz.de

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