Baustelle © Bernd Dittrich auf unsplash
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ifo Institut: Europas Bauwirtschaft kommt in Fahrt

ifo Institut: Europas Bauwirtschaft kommt in Fahrt

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Mehr Investitionen in Sanierung von Wohnimmobilien als in Wohnungsneubauten

Mehr Investitionen in Sanierung von Wohnimmobilien als in Wohnungsneubauten

Nach Prognosen der Forschergruppe EUROCONSTRUCT, der das ifo Institut angehört, befindet sich der europäische Bau im Aufschwung. Für 2026 wird ein realer Zuwachs von 2,4 Prozent erwartet, 2027 2,2 und 2028 1,9 Prozent. 2025 wuchs der Bausektor nur um 0,3 Prozent. „Die europäische Bauwirtschaft schaltet 2026 aus dem Leerlauf direkt in den übernächsten Gang und hält dieses Tempo bis 2028 weitgehend durch“, sagt ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister.

Nach Prognosen der Forschergruppe EUROCONSTRUCT, der das ifo Institut angehört, befindet sich der europäische Bau im Aufschwung. Für 2026 wird ein realer Zuwachs von 2,4 Prozent erwartet, 2027 2,2 und 2028 1,9 Prozent. 2025 wuchs der Bausektor nur um 0,3 Prozent. „Die europäische Bauwirtschaft schaltet 2026 aus dem Leerlauf direkt in den übernächsten Gang und hält dieses Tempo bis 2028 weitgehend durch“, sagt ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister.

Baustelle © Bernd Dittrich auf unsplash
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Die Forschergruppe rechnet mit einer dynamischen Entwicklung im Wohnungs- sowie im Tiefbau. Hier wird das Marktvolumen 2028 voraussichtlich um jeweils rund 7,5 Prozent höher liegen als 2025. Gründe sind das regional knappe Wohnraumangebot und der enorme Investitionsbedarf im Verkehrs- und Energiesektor. „Für die Bauwirtschaft in Deutschland ist noch unklar, welche Impulse das sogenannte Sondervermögen bringen wird, weil ein wesentlicher Teil nicht für Investitionen genutzt werden dürfte“, sagt Dorffmeister. „Mit Blick auf den Verkehrsbereich machen sich die zusätzlichen Finanzmittel nur im Schienensektor positiv bemerkbar.“

Der übrige Hochbau wird in Europa bis 2028 um lediglich 4,7 Prozent wachsen. „Zwar wirken auch hier die verbesserten Rahmenbedingungen, was Wirtschaftswachstum, Lohnsteigerungen oder die Gewöhnung an das neue Zins- und Baukostenniveau angeht“, sagt Dorffmeister. Im Neubau dürfte sich der Privatsektor aufgrund ungünstiger Branchen- und Standortfaktoren aber zurückhalten. Dafür werden die staatsnahen Baubereiche wie Bildung oder Gesundheit laut Prognose weiter zulegen.

Seit 2009 fließen in Europa mehr Mittel in die Sanierung von Wohnimmobilien als in Wohnungsneubauten. Aktuell sind es mehr als 60 Prozent. Im übrigen Hochbau haben Sanierungen dagegen erst 2024 den Neubau überholt. „Die Aufwendungen für bestehende Nichtwohngebäude dürften weiter zunehmen und damit den Marktanteil bei knapp über 50 Prozent stabilisieren“, sagt Dorffmeister.

Aufsatz: „Europäische Bauwirtschaft schaltet 2026 zwei Gänge höher“, von Ludwig Dorffmeister, in: ifo Schnelldienst 2/2026: https://www.ifo.de/DocDL/sd-2026-02-dorffmeister-euroconstruct.pdf

ifo Podcast zum Thema „Die Unwucht auf innerstädtischen Mietmärkten unter der Lupe“ mit Simon Krause und Pascal Zamorski: https://open.spotify.com/episode/5WRrJH5485tO2uXrSHheu6

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