Systemgrundrisse um zwei zentrale Module
Die Wohneinheiten ordnen sich um zwei zentrale Module an, die das Treppenhaus, einen optionalen Fahrstuhlschacht, die Versorgungsschächte für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) sowie die Installationsräume aufnehmen. Die konsequente Standardisierung wirkt sich positiv auf das Bautempo und das Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Vorbereitete statische Berechnungen beschleunigen den Genehmigungsprozess für Gebäude bis zur Gebäudeklasse 3. Eine Unterkellerung mit dem BASE-Fertigkeller von Dennert ist möglich und folgt dem gleichen Prinzip industrieller Vorfertigung.
Das System kombiniert massive Holzaußenwände mit tragenden Betondecken und -böden. Alternativ steht eine reine Betonausführung zur Verfügung. Die zehn Zentimeter schlanken Innenwände kommen ab Werk mit passgenauen Türaussparungen integriert. Alle Modultypen stehen als BIM-fähige Bauteile im Revit-Format bereit.
Erhöhter Schallschutz ohne Estrich
Trotz estrichfreier Ausführung erreichen die Module den erhöhten Schallschutzstandard nach DIN 4109-2015. Eine systemseitige Deckenabhängung mit 80 Millimeter starker Mineralwolleinlage macht dies möglich. Energetisch erfüllt das System die Standards Effizienzhaus 40 und 55, womit Projekte über aktuelle KfW-Programme förderfähig sind. Da das System zudem die Kriterien für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erfüllt, profitieren Investoren von Sonderabschreibungen im Rahmen des Wachstumschancengesetzes. Insbesondere ist eine Kombination dieser Sonder-AfA mit dem KfW-Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) umsetzbar.
Energiekonzept: Wärmepumpe, Betonkernaktivierung und Photovoltaik
Die Außenwände erhalten werkseitig ein 20 Zentimeter starkes Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Eine zentrale Wärmepumpe in Kombination mit Betonkernaktivierung und einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach übernimmt die Wärmeversorgung. Eine dezentrale Lüftungsanlage pro Wohneinheit sichert den Luftaustausch. Die Warmwasserbereitung erfolgt wohnungsweise per Durchlauferhitzer oder Speicher – ein Verzicht auf zentrale Großanlagen, der die strengen Prüfpflichten der Trinkwasserverordnung hinsichtlich Legionellen für den Betreiber entfallen lässt.
Industrielle Vorfertigung als Weiterentwicklung des ICON-Systems
Der modulare Geschosswohnungsbau baut auf dem bewährten ICON-System für Einfamilienhäuser auf. Wie alle Dennert-Systeme kommen die werkseitig bezugsfertigen Module trocken auf die Baustelle. Das minimiert Lärm und Schmutz vor Ort und macht Bauzeiten sowie Kosten präzise planbar. Als nächsten Entwicklungsschritt definiert Dennert bereits ein modulares Bausystem für den fünfgeschossigen Wohnungsbau bis zur Gebäudeklasse 5. (mb)