Die Schleuse Kachlet benötigt eine Grundsanierung. © Habau / Norbert Enders
Die Schleuse Kachlet benötigt eine Grundsanierung. © Habau / Norbert Enders

Größte Modernisierung an der Main-Donau-Wasserstraße beginnt

Größte Modernisierung an der Main-Donau-Wasserstraße beginnt

Größte Modernisierung an der Main-Donau-Wasserstraße beginnt

Schleuse Kachlet in Bayern: Kompletter Rückbau bis zur Grundsohle

Schleuse Kachlet in Bayern: Kompletter Rückbau bis zur Grundsohle

Start für die größte Modernisierungsmaßnahme an der Main-Donau-Wasserstraße: Eine Arbeitsgemeinschaft aus Porr, Habau und Felbermayr baut die Doppelschleuse am Donau-Stauwerk Kachlet in Passau über 13 Jahre komplett zurück und errichtet sie neu. Das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg hat den Auftrag in einem offenen Bieterverfahren vergeben. Die drei Bauunternehmen setzen beide Schleusenkammern nacheinander bis zur Grundsohle instand. Das Stauwerk Kachlet existiert seit 1927 und spielt eine zentrale Rolle für den europäischen Güterverkehr auf der Donau. Nach knapp 100 Jahren Betriebszeit steht nun die vollständige Erneuerung der Anlage an.

Start für die größte Modernisierungsmaßnahme an der Main-Donau-Wasserstraße: Eine Arbeitsgemeinschaft aus Porr, Habau und Felbermayr baut die Doppelschleuse am Donau-Stauwerk Kachlet in Passau über 13 Jahre komplett zurück und errichtet sie neu. Das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg hat den Auftrag in einem offenen Bieterverfahren vergeben. Die drei Bauunternehmen setzen beide Schleusenkammern nacheinander bis zur Grundsohle instand. Das Stauwerk Kachlet existiert seit 1927 und spielt eine zentrale Rolle für den europäischen Güterverkehr auf der Donau. Nach knapp 100 Jahren Betriebszeit steht nun die vollständige Erneuerung der Anlage an.

Die Schleuse Kachlet benötigt eine Grundsanierung. © Habau / Norbert Enders
Die Schleuse Kachlet benötigt eine Grundsanierung. © Habau / Norbert Enders

Südschleuse startet, Nordschleuse übernimmt Verkehr

Die Arbeiten beginnen mit der Südschleuse und dauern dort sechs Jahre. Während dieser Zeit leitet die Nordschleuse den gesamten Schiffsverkehr. Anschließend wechseln die Rollen: Die Nordschleuse geht in die Sanierung, die Südschleuse übernimmt den Betrieb.

Guido Zander, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Donau MDK, erläutert die Bedeutung: „Mit seiner fast 100-jährigen Betriebszeit ist die Staustufe Kachlet ein beeindruckendes Beispiel für großartige Ingenieurskunst. Mit der anstehenden erforderlich gewordenen Modernisierung und Grundsanierung wird das Bauwerk für die nächsten 100 Jahre ‚fit‘ gemacht. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, die internationale Rhein-Main-Donau-Verbindung auch in der Zukunft sicher und verlässlich für den umweltfreundlichen und energiesparenden Verkehrsträger Schifffahrt bereitzuhalten.“

Kachlet gilt als essenziell für den europäischen Güterverkehr © HABAU / Norbert Enders
Kachlet gilt als essenziell für den europäischen Güterverkehr © Habau / Norbert Enders

Spezialfräsen bearbeiten Schleusenmauern vom Ponton

Die Arbeitsgemeinschaft steht vor anspruchsvollen technischen Herausforderungen. Bagger mit Spezialfräsen schneiden vom Ponton aus Schlitze in die bestehenden Schleusenmauern. In diese Vertiefungen bohren die Arbeiter Anker ein und verschließen die Nischen anschließend wieder mit Beton. Die drei Unternehmen ergänzen sich mit spezifischen Fachkenntnissen: Porr steuert Spezialtiefbau sowie Ingenieur- und Erdbauleistungen bei. Habau bringt ebenfalls Ingenieur- und Erdbaukompetenz ein. Felbermayr trägt Hebetechnik und langjährige Wasserbauerfahrung bei.

335 Meter Länge und 24 Meter Breite im Endausbau

Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Jede Schleuse erreicht im Endausbau eine Länge von etwa 335 Metern und eine Breite von 24 Metern. Bis zu 100 Mitarbeiter arbeiten gleichzeitig auf der Baustelle. Die Arbeiten umfassen Abbruch- und Erdbauarbeiten, Betonbau, Leitungsbau und Stahlwasserbau.

Daten und Fakten

Projektart: Grundinstandsetzung Schleuse
Leistungsumfang: Rückbau bestehender Bauwerke bis auf die Grundsohle, Neuerrichtung von zwei Schleusenkammern, Installation moderner Schleusentortechnik
Auftraggeberin: Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg
Auftragnehmerin: Arbeitsgemeinschaft GI Schleuse Kachlet: Porr (40 Prozent), Habau (40 Prozent), Felbermayr (20 Prozent)
Projektdauer: 13 Jahre (2026 – 2038)
Auftragsvolumen: ca. EUR 290 Mio. (Arbeitsgemeinschaft)

Die bestehenden Bauwerke bauen die Unternehmen bis auf die Grundsohle zurück und errichten sie vollständig neu. Neben dem Neubau der Schleusenkammern nach aktuellen technischen Standards installiert die Arbeitsgemeinschaft eine neue Schleusentortechnik mit Stemmtoren, hydraulischen Antrieben sowie Steuerungs-, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik. Die Maßnahmen sollen die Betriebssicherheit erhöhen, die Anlage an heutige Anforderungen der Binnenschifffahrt anpassen und ihre Funktionsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte sicherstellen. (mb)

www.porr.de

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