Durch die Bündelung zentraler Begriffe und deren Zuordnung zu den Themenfeldern Ressourcenschonung, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung soll eine gemeinsame Grundlage für Wissenschaft, Planungspraxis und öffentliche Diskussion geschaffen werden, indem Begriffe präzise verwendet, fundierte Debatten ermöglicht und Missverständnisse vermieden werden.
Durch den Klimawandel und die damit einhergehende Erderwärmung sind die Lebensgrundlagen vieler Menschen weltweit stark gefährdet. Die dringend nötigen baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung von Gebäuden und Liegenschaften erzeugen neue Materialströme, die ressourcenschonend zu planen sind.
Bereits heute zeichnet sich ab, dass das gesteckte 1,5°C-Ziel extremere Wetterereignisse nicht ausschließen kann, wovon gerade der Bauwerksbestand betroffen ist. Diese Dringlichkeit hat immerhin dazu geführt, dass die übermäßige Nutzung fossiler Energieträger und die dadurch verursachten Treibhausgasemissionen als Hauptverursacher der Erderwärmung mittlerweile von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert werden.
Mit höherer Aufmerksamkeit und einem stetig wachsenden Kreis der Debattierenden geht eine womöglich immer ungenauere Verwendung von Begriffen und Konzepten einher. Daher müssen viele sehr weitgefasste, in der Öffentlichkeit ohne weitere Definition verwendete Schlagworte für die sinnvolle Anwendung im vorliegenden Spezialbereich – dem Gebäude und der Liegenschaft – erst einmal hinreichend genau eingegrenzt werden. Aus diesen Beobachtungen heraus entstand das Bedürfnis, diejenigen Begriffe zu versammeln und zu definieren, die aus gesamtgesellschaftlicher wie aus baufachspezifischer Sicht relevant erscheinen und einer Präzisierung bedürfen. Das daraus entwickelte vorliegende Glossar soll dazu beitragen, ein gemeinsames Begriffsverständnis und damit eine gute Grundlage für eine zielführende Debatte zu bilden und anzuregen.