Die Gipsfaserplatten erreichen bereits ab einer Dicke von 10 mm die Lichtbogenfestigkeitsklasse LV 1.1.1.1. Damit sind sie für den Einsatz als lichtbogenfeste Unterlage im Holzbau zugelassen. Dies erfüllt die Anforderungen der VDE 0100-732, wonach Hausanschlusskästen auf nicht brennbaren oder lichtbogenfest unterlegten Flächen montiert werden müssen. Im Vergleich zu dickeren Alternativen wie Fiber-Silikatplatten mit 20 mm bieten fermacell® Platten eine schlankere Lösung.
Die Platten sind vielseitig einsetzbar und eignen sich für Wand- und Deckenkonstruktionen. Sie übernehmen Funktionen als Bau-, Feuerschutz-, Schallschutz- und Feuchtraum-Platte. In den meisten Fällen genügt eine einlagige Beplankung, da die Platten durch ihr Materialgefüge besonders stabil und tragfähig sind. Dies reduziert den Aufwand bei Planung und Ausführung.
Die hohe Stabilität der Platten wird durch ein umweltfreundliches Herstellungsverfahren erreicht, bei dem Gips, Wasser und recycelte Papierfasern ohne Leime unter Druck gepresst werden. Dadurch vereinen fermacell Gipsfaserplatten Brandschutz, Schallschutz und ökologische Unbedenklichkeit. Sie eignen sich für tragende und aussteifende Wandkonstruktionen im Einfamilienhausbau ebenso wie für mehrgeschossige Holzbauprojekte bis Gebäudeklasse 5 und darüber hinaus.