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Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer © BIngK
Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer © BIngK

Lebenslanges Lernen im Bauingenieurwesen

Lebenslanges Lernen im Bauingenieurwesen

Lebenslanges Lernen im Bauingenieurwesen

Zwischen KI und nachhaltigem Denken

Zwischen KI und nachhaltigem Denken

Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer, erläutert, warum lebenslanges Lernen im Bauingenieurwesen zwischen KI, Nachhaltigkeit und Verantwortung unverzichtbar ist. Anlass ist das neue Weiterbildungsportal www.fortbildung.ing der Ingenieurkammern.

Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer, erläutert, warum lebenslanges Lernen im Bauingenieurwesen zwischen KI, Nachhaltigkeit und Verantwortung unverzichtbar ist. Anlass ist das neue Weiterbildungsportal www.fortbildung.ing der Ingenieurkammern.

Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer © BIngK
Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer © BIngK

„Das Bauingenieurwesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Jahrzehntelang gesichertes Fachwissen muss sich in immer kürzeren Abständen mit neuen Technologien, Normen und gesellschaftlichen Anforderungen auseinandersetzen. Lebenslanges Lernen ist für Ingenieurinnen und Ingenieure keine Floskel, sondern eine zentrale Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln im Bauwesen.

Besonders deutlich wird dies im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Werkzeuge unterstützen bereits heute bei der Tragwerksplanung, der Bauablaufoptimierung oder der Auswertung großer Datenmengen aus Bestandsbauwerken. Diese Systeme versprechen Effizienz und Präzision, ersetzen jedoch nicht das ingenieurmäßige Urteilsvermögen. Im Gegenteil: Sie erfordern ein vertieftes Verständnis ihrer Funktionsweise, ihrer Grenzen und ihrer impliziten Annahmen. Wer KI lediglich anwendet, ohne sie kritisch einordnen zu können, riskiert Fehlentscheidungen mit weitreichenden Folgen.

Parallel dazu gewinnt das Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen massiv an Bedeutung. Lebenszyklusanalysen, CO₂-Bilanzen und die Betrachtung grauer Energien erweitern den klassischen Fokus auf Tragfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Bauingenieurinnen und Bauingenieure müssen heute in der Lage sein, Bauwerke über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu bewerten – von der Rohstoffgewinnung über Nutzung und Instandhaltung bis hin zu Rückbau und Wiederverwertung. Dieses Denken in Systemen ist anspruchsvoll und erfordert kontinuierliche Weiterbildung, da Methoden, Datenbanken und Bewertungsmaßstäbe sich stetig weiterentwickeln.

Lebenslanges Lernen bedeutet in diesem Kontext mehr als das Sammeln von Fortbildungspunkten. Es ist eine Haltung: die Bereitschaft, das eigene Wissen regelmäßig zu hinterfragen, neue Werkzeuge auszuprobieren und interdisziplinär zu denken. Gerade im Spannungsfeld zwischen KI und Nachhaltigkeit zeigt sich, dass technischer Fortschritt und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind.

Das Bauingenieurwesen der Zukunft braucht daher Fachleute, die nicht nur rechnen und konstruieren können, sondern auch lernen, reflektieren und einordnen. Lebenslanges Lernen ist dabei kein Zusatz – es ist das Fundament.

Das neue Weiterbildungsportal www.fortbildung.ing der Ingenieurkammern trägt dazu bei, den Zugang zu Qualifizierung im Ingenieurwesen zu vereinfachen und die berufliche Weiterentwicklung nachhaltig zu unterstützen. Das Portal ist frei zugänglich. So können auch Nicht-Mitglieder an den Kursen teilnehmen und von den qualifizierten Angeboten profitieren.“

„Das Bauingenieurwesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Jahrzehntelang gesichertes Fachwissen muss sich in immer kürzeren Abständen mit neuen Technologien, Normen und gesellschaftlichen Anforderungen auseinandersetzen. Lebenslanges Lernen ist für Ingenieurinnen und Ingenieure keine Floskel, sondern eine zentrale Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln im Bauwesen.

Besonders deutlich wird dies im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Werkzeuge unterstützen bereits heute bei der Tragwerksplanung, der Bauablaufoptimierung oder der Auswertung großer Datenmengen aus Bestandsbauwerken. Diese Systeme versprechen Effizienz und Präzision, ersetzen jedoch nicht das ingenieurmäßige Urteilsvermögen. Im Gegenteil: Sie erfordern ein vertieftes Verständnis ihrer Funktionsweise, ihrer Grenzen und ihrer impliziten Annahmen. Wer KI lediglich anwendet, ohne sie kritisch einordnen zu können, riskiert Fehlentscheidungen mit weitreichenden Folgen.

Parallel dazu gewinnt das Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen massiv an Bedeutung. Lebenszyklusanalysen, CO₂-Bilanzen und die Betrachtung grauer Energien erweitern den klassischen Fokus auf Tragfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Bauingenieurinnen und Bauingenieure müssen heute in der Lage sein, Bauwerke über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu bewerten – von der Rohstoffgewinnung über Nutzung und Instandhaltung bis hin zu Rückbau und Wiederverwertung. Dieses Denken in Systemen ist anspruchsvoll und erfordert kontinuierliche Weiterbildung, da Methoden, Datenbanken und Bewertungsmaßstäbe sich stetig weiterentwickeln.

Lebenslanges Lernen bedeutet in diesem Kontext mehr als das Sammeln von Fortbildungspunkten. Es ist eine Haltung: die Bereitschaft, das eigene Wissen regelmäßig zu hinterfragen, neue Werkzeuge auszuprobieren und interdisziplinär zu denken. Gerade im Spannungsfeld zwischen KI und Nachhaltigkeit zeigt sich, dass technischer Fortschritt und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind.

Das Bauingenieurwesen der Zukunft braucht daher Fachleute, die nicht nur rechnen und konstruieren können, sondern auch lernen, reflektieren und einordnen. Lebenslanges Lernen ist dabei kein Zusatz – es ist das Fundament.

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