Ehrenamtliches Engagement

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Ingenieure ohne Grenzen

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Bauen für bessere Lebensbedingungen

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Ingenieure ohne Grenzen e. V. ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit. Wir unterstützen Menschen im Globalen Süden dort, wo technische Zusammenarbeit nötig und möglich ist. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen und den Menschen vor Ort setzen wir Projekte um, die technische, an die jeweiligen angepassten Gegebenheiten Lösungen bieten.

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Mbuyuni Sunrise Academy © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Mbuyuni Sunrise Academy © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Mit unseren Projekten schaffen wir Grundinfrastruktur und verbessern das tägliche Leben vieler Menschen nachhaltig. Wir setzen uns für eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung sowie den Auf- und Ausbau von Bildungseinrichtungen ein und sorgen für deren Stromversorgung. In unseren Forschungsprojekten fördern wir erneuerbare Energien.

Unsere Arbeit folgt klaren Prinzipien: Nachhaltigkeit, partnerschaftliche Zusammenarbeit und Hilfe zur Selbsthilfe. Durch Schulungen und Workshops stellen wir sicher, dass die Projekte nach ihrer Fertigstellung von den Menschen vor Ort eigenständig betrieben, gewartet und weiterentwickelt werden können. Nur durch die enge und koordinierte Zusammenarbeit mit unseren lokal verankerten Partnern können wir den nachhaltigen Erfolg unserer Projekte sicherstellen.

Mit unseren Projekten schaffen wir Grundinfrastruktur und verbessern das tägliche Leben vieler Menschen nachhaltig. Wir setzen uns für eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung sowie den Auf- und Ausbau von Bildungseinrichtungen ein und sorgen für deren Stromversorgung. In unseren Forschungsprojekten fördern wir erneuerbare Energien.

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Mbuyuni Sunrise Academy © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Mbuyuni Sunrise Academy © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Auch in Deutschland sind wir in zahlreichen Projekten tätig, leisten Bildungsarbeit, fördern den interkulturellen Austausch, schaffen Bewusstsein für globale Herausforderungen und vermitteln technisches Wissen. Unsere Arbeit wird von einem breiten ehrenamtlichen Engagement getragen. In 27 deutschen Städten sind wir in Regionalgruppen (RG) organisiert. Rund 900 der 4.500 Fördermitglieder arbeiten aktiv mit. Unsere Ehrenamtlichen sind Studierende, Berufstätige sowie Rentner aus vorwiegend technischen Berufen.

Die Projekte von Ingenieure ohne Grenzen sind so facettenreich und vielfältig wie das Ingenieurswissen und die Kompetenzen unserer rund 900 ehrenamtlich Engagierten. Ebenso vielfältig sind die Bedarfe und Möglichkeiten an den Orten unseres Engagements.

Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

So setzen wir uns beispielsweise in Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Welt, für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen ein, um die hygienischen Bedingungen zu verbessern und die Gesundheit der Schüler:innen zu schützen. Für die umliegenden Gemeinden haben wir zudem einen kostengünstigen Prototyp einer Haushaltstoilette entwickelt, die mit lokal verfügbaren Materialien einfach gebaut werden kann. Die Nutzung von Trockentrenntoiletten verbessert nicht nur die Hygienebedingungen, sondern liefert durch die Kompostierung des Kots auch einen natürlichen Dünger, der eine nachhaltige Feldbewirtschaftung fördert. Gleichzeitig vermitteln wir an Schulen und in den Gemeinden das Wissen zum sicheren Umgang und zur Anwendung des kompostierten Düngers.

In vielen unserer Projekte in verschiedenen Ländern fördern wir eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung. Dass eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung keine Selbstverständlichkeit ist, ist vielen Menschen in Deutschland noch immer nicht bewusst. Weltweit sterben jedoch jährlich Millionen Menschen, insbesondere Kinder, an Krankheiten, die durch fehlende sanitäre Einrichtungen und verschmutztes Wasser verursacht werden.

Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Da neben dem Zugang zu Wasser auch dessen Sauberkeit wichtig ist und wir nicht überall präsent sein können, setzt sich unser Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage ein. Diese Anlage soll mikrobiell belastetes Wasser reinigen und keimfrei machen. In den letzten Jahren ist das Projekt weit fortgeschritten. Die schrittweise weiterentwickelte Anlage wurde bereits vielfach von uns getestet. Sie ist so konzipiert, dass sie kostengünstig und mit lokal verfügbaren Materialien nachgebaut werden kann. Aktuell planen wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation MAVUNO einen großen Testlauf in Tansania, bei dem 24 SoWaDi-Anlagen gebaut werden. Ein zentrales Ziel dieses Feldversuchs ist es, herauszufinden, wie die SoWaDi-Anlage in die täglichen Routinen der Anwender:innen integriert wird und welche Herausforderungen beim Aufbau und der langfristigen Nutzung auftreten. Dies wird uns dabei helfen, die Bauanleitung zu verbessern und die Anlage zu optimieren. Unser langfristiges Ziel ist die weite Verbreitung der SoWaDi-Wasseraufbereitungsanlage.

Viele unserer Projekte setzen sich für den Bau und Ausbau von Bildungseinrichtungen ein. In Hopley (Simbabwe) haben wir dieses Jahr die Arbeiten an der Ring Star Schule, einem modularen Gebäudekomplex, abgeschlossen. Er wird nun von 800 Schüler:innen genutzt. Aktuell realisieren wir in Kapchorwa (Uganda) das Kshek Vocational Skills Center, eine Berufsschule, die bessere Zukunftschancen für jungen Menschen in der Gegend schaffen soll.

Ein besonders schönes, lokal verankertes Community-Projekt unterstützen wir in Mbuyuni (Kenia). Unsere lokale Partnerorganisation Mbuyuni Women Group (MWG) ist eine Community-Based-Organisation, die von einer Gruppe ehrenamtlich tätiger Frauen geleitet wird. Die MWG entstand aus der dringenden Notwendigkeit heraus, regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung durchzuführen. Im Jahr 1999 wurde das erste Bildungszentrum von und für Frauen gegründet: die Sunrise Academy. Aus diesem Bildungszentrum sind im Laufe der Jahre ein neuer Kindergarten und eine Grundschule hervorgegangen. Das Bildungszentrum wird vor Ort von Eltern, Lehrkräften und Beamten des Distrikts als außerordentlich erfolgreiches und gut organisiertes Projekt im Bildungsbereich geschätzt. Besonders hervorgehoben wird, dass das Bildungszentrum als Non-Profit-Projekt betrieben wird. Durch niedrige Schulgebühren ist das Bildungsangebot auch für wirtschaftlich benachteiligte Gruppen zugänglich.

Mbuyuni Sunrise Academy Planungstreffen © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Mbuyuni Sunrise Academy Planungstreffen © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Die Sunrise Academy stand nach einer staatlichen Bildungsreform in Kenia vor großen Herausforderungen. Das Angebot einer weitergehenden Schule war nun zwingend vorgeschrieben. Aber auch schon vor der Bildungsreform gab es einen Bedarf nach einer weiterführenden Schule, auch die Anzahl von Schüler:innen ist gestiegen.

Deshalb haben wir uns gemeinsam mit der MWG und dem Akifra e. V. dazu entschieden, diese Herausforderung anzunehmen und der Sunrise Academy durch den Ausbau des Bildungszentrums eine langfristige Zukunft zu ermöglichen. Der Ausbau umfasst den Bau eines neuen Mehrzweckgebäudes mit Bibliothek, Essensraum, Versammlungsraum sowie je einem Raum für Musik und Kunst. Zusätzlich zum Mehrzweckgebäude sind mehrere kleine Gebäude für Klassen- und Fachräume der weiterführenden Schule geplant. Auch die Wasser-, Sanitär- und Stromversorgung muss für die steigenden Schülerzahlen ausgebaut werden.

In den letzten beiden Jahren konnten wir bereits einige Fortschritte erzielen und neue Fach- und Klassenräume sowie neue Zisternen errichten. Momentan finden die Planungen für das Mehrzweckgebäude und die PV-Anlage statt.

Damit diese und andere Projekte von uns voranschreiten können, ist Ingenieure ohne Grenzen auf Spenden angewiesen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Hier geht es zum Spendenformular.

Niklas Pollaczek

Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
www.ingenieure-ohne-grenzen.org

Ingenieure ohne Grenzen mit Wackerbarth-Medaille ausgezeichnet

Ingenieure ohne Grenzen e. V. wurde am 18. September 2025 beim Europäischen Ingenieurkammertag der Ingenieurkammer Sachsen in Chemnitz mit der Wackerbarth-Medaille ausgezeichnet – einer der höchsten Auszeichnungen im Ingenieurwesen in Deutschland. Vorstandsvorsitzender Robert de Payrebrune und Mirko Köhler von der Regionalgruppe Dresden nahmen stellvertretend die Auszeichnung entgegen. Sie dankten der Ingenieurkammer Sachsen und der Bundesingenieurkammer für die langjährige, konstruktive Zusammenarbeit.

Auszeichnung mit der Wackerbarth-Medaille (v.l.n.r.): Robert de Payrebrune, Vorstandsvorsitzender der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen; Mirko Köhler, Regionalgruppe Dresden der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer © David Nuglisch
Auszeichnung mit der Wackerbarth-Medaille (v.l.n.r.): Robert de Payrebrune, Vorstandsvorsitzender der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen; Mirko Köhler, Regionalgruppe Dresden der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer © David Nuglisch

Unsere Arbeit folgt klaren Prinzipien: Nachhaltigkeit, partnerschaftliche Zusammenarbeit und Hilfe zur Selbsthilfe. Durch Schulungen und Workshops stellen wir sicher, dass die Projekte nach ihrer Fertigstellung von den Menschen vor Ort eigenständig betrieben, gewartet und weiterentwickelt werden können. Nur durch die enge und koordinierte Zusammenarbeit mit unseren lokal verankerten Partnern können wir den nachhaltigen Erfolg unserer Projekte sicherstellen.

Mbuyuni Sunrise Academy © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Mbuyuni Sunrise Academy © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Auch in Deutschland sind wir in zahlreichen Projekten tätig, leisten Bildungsarbeit, fördern den interkulturellen Austausch, schaffen Bewusstsein für globale Herausforderungen und vermitteln technisches Wissen. Unsere Arbeit wird von einem breiten ehrenamtlichen Engagement getragen. In 27 deutschen Städten sind wir in Regionalgruppen (RG) organisiert. Rund 900 der 4.500 Fördermitglieder arbeiten aktiv mit. Unsere Ehrenamtlichen sind Studierende, Berufstätige sowie Rentner aus vorwiegend technischen Berufen.

Die Projekte von Ingenieure ohne Grenzen sind so facettenreich und vielfältig wie das Ingenieurswissen und die Kompetenzen unserer rund 900 ehrenamtlich Engagierten. Ebenso vielfältig sind die Bedarfe und Möglichkeiten an den Orten unseres Engagements.

Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Einsatz für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen in Sierra Leone © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

So setzen wir uns beispielsweise in Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Welt, für eine sichere Sanitärversorgung durch Trockentrenntoiletten an Grundschulen ein, um die hygienischen Bedingungen zu verbessern und die Gesundheit der Schüler:innen zu schützen. Für die umliegenden Gemeinden haben wir zudem einen kostengünstigen Prototyp einer Haushaltstoilette entwickelt, die mit lokal verfügbaren Materialien einfach gebaut werden kann. Die Nutzung von Trockentrenntoiletten verbessert nicht nur die Hygienebedingungen, sondern liefert durch die Kompostierung des Kots auch einen natürlichen Dünger, der eine nachhaltige Feldbewirtschaftung fördert. Gleichzeitig vermitteln wir an Schulen und in den Gemeinden das Wissen zum sicheren Umgang und zur Anwendung des kompostierten Düngers.

In vielen unserer Projekte in verschiedenen Ländern fördern wir eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung. Dass eine sichere Wasser- und Sanitärversorgung keine Selbstverständlichkeit ist, ist vielen Menschen in Deutschland noch immer nicht bewusst. Weltweit sterben jedoch jährlich Millionen Menschen, insbesondere Kinder, an Krankheiten, die durch fehlende sanitäre Einrichtungen und verschmutztes Wasser verursacht werden.

Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Da neben dem Zugang zu Wasser auch dessen Sauberkeit wichtig ist und wir nicht überall präsent sein können, setzt sich unser Forschungsprojekt „SoWaDi“ für die Entwicklung einer solarthermischen Wasseraufbereitungsanlage ein. Diese Anlage soll mikrobiell belastetes Wasser reinigen und keimfrei machen. In den letzten Jahren ist das Projekt weit fortgeschritten. Die schrittweise weiterentwickelte Anlage wurde bereits vielfach von uns getestet. Sie ist so konzipiert, dass sie kostengünstig und mit lokal verfügbaren Materialien nachgebaut werden kann. Aktuell planen wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation MAVUNO einen großen Testlauf in Tansania, bei dem 24 SoWaDi-Anlagen gebaut werden. Ein zentrales Ziel dieses Feldversuchs ist es, herauszufinden, wie die SoWaDi-Anlage in die täglichen Routinen der Anwender:innen integriert wird und welche Herausforderungen beim Aufbau und der langfristigen Nutzung auftreten. Dies wird uns dabei helfen, die Bauanleitung zu verbessern und die Anlage zu optimieren. Unser langfristiges Ziel ist die weite Verbreitung der SoWaDi-Wasseraufbereitungsanlage.

Viele unserer Projekte setzen sich für den Bau und Ausbau von Bildungseinrichtungen ein. In Hopley (Simbabwe) haben wir dieses Jahr die Arbeiten an der Ring Star Schule, einem modularen Gebäudekomplex, abgeschlossen. Er wird nun von 800 Schüler:innen genutzt. Aktuell realisieren wir in Kapchorwa (Uganda) das Kshek Vocational Skills Center, eine Berufsschule, die bessere Zukunftschancen für jungen Menschen in der Gegend schaffen soll.

Ein besonders schönes, lokal verankertes Community-Projekt unterstützen wir in Mbuyuni (Kenia). Unsere lokale Partnerorganisation Mbuyuni Women Group (MWG) ist eine Community-Based-Organisation, die von einer Gruppe ehrenamtlich tätiger Frauen geleitet wird. Die MWG entstand aus der dringenden Notwendigkeit heraus, regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung durchzuführen. Im Jahr 1999 wurde das erste Bildungszentrum von und für Frauen gegründet: die Sunrise Academy. Aus diesem Bildungszentrum sind im Laufe der Jahre ein neuer Kindergarten und eine Grundschule hervorgegangen. Das Bildungszentrum wird vor Ort von Eltern, Lehrkräften und Beamten des Distrikts als außerordentlich erfolgreiches und gut organisiertes Projekt im Bildungsbereich geschätzt. Besonders hervorgehoben wird, dass das Bildungszentrum als Non-Profit-Projekt betrieben wird. Durch niedrige Schulgebühren ist das Bildungsangebot auch für wirtschaftlich benachteiligte Gruppen zugänglich.

Mbuyuni Sunrise Academy Planungstreffen © Ingenieure ohne Grenzen e. V.
Mbuyuni Sunrise Academy Planungstreffen © Ingenieure ohne Grenzen e. V.

Die Sunrise Academy stand nach einer staatlichen Bildungsreform in Kenia vor großen Herausforderungen. Das Angebot einer weitergehenden Schule war nun zwingend vorgeschrieben. Aber auch schon vor der Bildungsreform gab es einen Bedarf nach einer weiterführenden Schule, auch die Anzahl von Schüler:innen ist gestiegen.

Deshalb haben wir uns gemeinsam mit der MWG und dem Akifra e. V. dazu entschieden, diese Herausforderung anzunehmen und der Sunrise Academy durch den Ausbau des Bildungszentrums eine langfristige Zukunft zu ermöglichen. Der Ausbau umfasst den Bau eines neuen Mehrzweckgebäudes mit Bibliothek, Essensraum, Versammlungsraum sowie je einem Raum für Musik und Kunst. Zusätzlich zum Mehrzweckgebäude sind mehrere kleine Gebäude für Klassen- und Fachräume der weiterführenden Schule geplant. Auch die Wasser-, Sanitär- und Stromversorgung muss für die steigenden Schülerzahlen ausgebaut werden.

In den letzten beiden Jahren konnten wir bereits einige Fortschritte erzielen und neue Fach- und Klassenräume sowie neue Zisternen errichten. Momentan finden die Planungen für das Mehrzweckgebäude und die PV-Anlage statt.

Damit diese und andere Projekte von uns voranschreiten können, ist Ingenieure ohne Grenzen auf Spenden angewiesen.

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Niklas Pollaczek

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Ingenieure ohne Grenzen mit Wackerbarth-Medaille ausgezeichnet

Ingenieure ohne Grenzen e. V. wurde am 18. September 2025 beim Europäischen Ingenieurkammertag der Ingenieurkammer Sachsen in Chemnitz mit der Wackerbarth-Medaille ausgezeichnet – einer der höchsten Auszeichnungen im Ingenieurwesen in Deutschland. Vorstandsvorsitzender Robert de Payrebrune und Mirko Köhler von der Regionalgruppe Dresden nahmen stellvertretend die Auszeichnung entgegen. Sie dankten der Ingenieurkammer Sachsen und der Bundesingenieurkammer für die langjährige, konstruktive Zusammenarbeit.

Auszeichnung mit der Wackerbarth-Medaille (v.l.n.r.): Robert de Payrebrune, Vorstandsvorsitzender der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen; Mirko Köhler, Regionalgruppe Dresden der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer © David Nuglisch
Auszeichnung mit der Wackerbarth-Medaille (v.l.n.r.): Robert de Payrebrune, Vorstandsvorsitzender der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen; Mirko Köhler, Regionalgruppe Dresden der Ingenieure ohne Grenzen; Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer © David Nuglisch

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Deutsches Ingenieurblatt Ausgabe 6-2025

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