Deutscher Ingenieurbaupreis

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Ingenieurbüros als Innovationstreiber

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Interview zum Deutschen Ingenieurbaupreis 2026

Interview zum Deutschen Ingenieurbaupreis 2026

Der Deutsche Ingenieurbaupreis 2026 ist ausgelobt und Bewerbungen sind bis zum 6. März 2026 möglich. Jurymitglied M.Eng. Johanna Arnold, Shortlist GmbH, gibt in einem Kurzinterview mit dem Deutschen Ingenieurblatt Einblick in ihre Sicht auf die Herausforderungen für Ingenieurbüros, technologische Innovationen im Holzbau und die Umsetzung von Innovationen.

Der Deutsche Ingenieurbaupreis 2026 ist ausgelobt und Bewerbungen sind bis zum 6. März 2026 möglich. Jurymitglied M.Eng. Johanna Arnold, Shortlist GmbH, gibt in einem Kurzinterview mit dem Deutschen Ingenieurblatt Einblick in ihre Sicht auf die Herausforderungen für Ingenieurbüros, technologische Innovationen im Holzbau und die Umsetzung von Innovationen.

M.Eng. Johanna Arnold, Shortlist GmbH, Jurymitglied des Deutschen Ingenieurbaupreises 2026 © Andrea Mittermeier
M.Eng. Johanna Arnold, Shortlist GmbH, Jurymitglied des Deutschen Ingenieurbaupreises 2026 © Andrea Mittermeier

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Welche Rolle spielen Ingenieurbüros heute bei der Entwicklung und Umsetzung technologischer Innovationen im Holzbau? Hat sich diese Rolle in den vergangenen Jahren verändert?

Johanna Arnold: „Im Holzbau entstehen in den letzten Jahren – und auch weiterhin – sehr viele neue Lösungen. Gleichzeitig gibt es im Holzbau eine Vielzahl an Schnittstellen zwischen Architektur, Tragwerk, Vorfertigung und Montage, bedingt durch den hohen Vorfertigungsgrad und die enge Verzahnung von Planung, Fertigung und Ausführung. Ingenieurbüros übernehmen dabei eine zentrale Rolle, indem sie neue technische Möglichkeiten in funktionierende und nachhaltige Gesamtkonzepte übersetzen.

Die Veränderung liegt aus meiner Sicht weniger in der Rolle selbst als in der Dynamik: Die Vielzahl aktueller Entwicklungen erfordert von Ingenieurbüros eine stetige fachliche und methodische Weiterentwicklung und Austausch. Innovationen müssen dabei nicht nur entwickelt, sondern disziplinübergreifend – bis hin zu Rückbauszenarien – mitgedacht und angewandt werden. Der enge Austausch mit Forschung und Entwicklung ist entscheidend, um praxisnahe Lösungen zu erzielen.“

Was sind ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für Ingenieurbüros, wenn es darum geht, innovative Lösungen in Kundenprojekte zu integrieren, und wie lassen sich diese erfolgreich meistern?

Johanna Arnold: „Meist ist es ein Spagat zwischen Innovationsanspruch und Projektrealität. Innovation erfordert Offenheit und Vertrauen im Bauteam sowie eine aktive, frühzeitige Einbindung der Entscheidungsträger:innen und Auftraggeber:innen. Wenn wir selbst von einer Idee oder innovativen Lösung überzeugt sind, gelingt es in der Regel auch, das Planerteam und die Bauherr:innen mitzunehmen. Entscheidend ist dabei, Ideen und Innovationen gezielt und realistisch einzusetzen, sodass die Rahmenbedingungen – etwa Kosten und Termine – eingehalten werden können. Besonders im Holzbau ist zudem die enge Zusammenarbeit mit ausführenden Unternehmen entscheidend, um innovative Konzepte praxisnah und umsetzbar zu entwickeln.“

Welche Strategien oder Methoden setzen Sie ein, um in Ihrem Ingenieurbüro eine Kultur der Innovation zu fördern und neue Ideen systematisch in marktfähige Lösungen zu überführen?

Johanna Arnold: „Innovation entsteht bei uns vor allem aus einer offenen, teamorientierten Arbeitsweise. Ich habe das Büro bewusst so aufgebaut, wie ich selbst gerne arbeiten wollte: mit viel Raum für Austausch, interdisziplinäres Denken und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen in modernen Strukturen.

Für mich sind dabei eine frühzeitige, hohe Planungstiefe sowie die enge Zusammenarbeit mit Architekt:innen und ausführenden Unternehmen ausschlaggebend, um kreative Ideen in konkrete und umsetzbare Tragwerkskonzepte zu überführen. Gerade im Holzbau kann Innovation nur dann funktionieren, wenn Gestaltung, Tragwerk und Ausführung von Anfang an gemeinsam gedacht werden.“

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Deutsches Ingenieurblatt Ausgabe 1-2026

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