Konventionelle Lösungen wie Winkelstützwände oder massive Stahlbetonkonstruktionen wären mit erheblichen Bauzeiten, hohen Kosten und einer eingeschränkten Anpassungsfähigkeit verbunden gewesen. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung zugunsten einer kunststoffbewehrten Erde-Konstruktion (KBE) aus, die angesichts der großen Höhe eine außergewöhnliche Bauausführung darstellt. Neben statisch-konstruktiven und wirtschaftlichen Gesichtspunkten war die Nachhaltigkeit der gewählten Lösung ein entscheidender Aspekt, insbesondere im Hinblick auf den reduzierten Einsatz von Beton und die ressourcenschonende Bauweise.Bewehrte Erde wird in vielen Fällen üblicherweise mit geneigten Böschungsfronten ausgeführt. Die hier realisierte Konstruktion stellt insofern eine Besonderheit dar, als dass eine senkrechte Front bei gleichzeitig sehr großer Bauhöhe umgesetzt wurde.
Konstruktiver Ingenieurbau
Bewehrte Erde als Alternative zur klassischen Stützwand
Bewehrte Erde als Alternative zur klassischen Stützwand
Senkrechte KBE-Konstruktion mit außergewöhnlicher Bauhöhe
Senkrechte KBE-Konstruktion mit außergewöhnlicher Bauhöhe
Im Rahmen des Neubaus eines Supermarktes in Brilon war auf einem stark geneigten Grundstück eine Geländesicherung mit einer Höhendifferenz von bis zu ca. 14 m erforderlich. Bezogen auf das geplante Gründungsniveau des Marktes fällt das Gelände zur nordwestlichen Grundstücksgrenze um etwa 12,50 m ab. Aufgrund dieser topografischen Randbedingungen war die Sicherung des Geländes in Verbindung mit einer Geländeaufhöhung notwendig. Die besondere Randbedingung bestand darin, dass der Geländeversprung senkrecht (90° zur Horizontalen) ausgebildet werden musste, um die zur Verfügung stehende Fläche optimal nutzen zu können.
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