Die DX-Fertigdecken sind circa 40 Prozent leichter als aufbetonierte Filigrandecken. Die sonst übliche Betonvergussmenge auf der Baustelle reduziert sich um circa 90 Prozent. © Dennert
Die DX-Fertigdecken sind circa 40 Prozent leichter als aufbetonierte Filigrandecken. Die sonst übliche Betonvergussmenge auf der Baustelle reduziert sich um circa 90 Prozent. © Dennert

Drei Monate bis zum Richtfest: Wie Vorfertigung den Wohnungsbau beschleunigt

Drei Monate bis zum Richtfest: Wie Vorfertigung den Wohnungsbau beschleunigt

Drei Monate bis zum Richtfest: Wie Vorfertigung den Wohnungsbau beschleunigt

Erlanger Studierendenwohnanlage kombiniert Brettsperrholz mit Betonfertigteilen

Erlanger Studierendenwohnanlage kombiniert Brettsperrholz mit Betonfertigteilen

Nur drei Monate nach dem Spatenstich hat eine studentische Wohnanlage in Erlangen Richtfest gefeiert – vorgefertigte Deckenelemente und Badmodule verkürzten die Bauzeit um rund 30 Prozent gegenüber konventioneller Errichtung. Die Holz-Beton-Hybridbauweise mit Brettsperrholzwänden und Betonfertigteilen macht dringend benötigten Wohnraum in der Universitätsstadt deutlich schneller verfügbar. Das viergeschossige Gebäude umfasst 26 vollständig möblierte Ein-Zimmer-Apartments.

Nur drei Monate nach dem Spatenstich hat eine studentische Wohnanlage in Erlangen Richtfest gefeiert – vorgefertigte Deckenelemente und Badmodule verkürzten die Bauzeit um rund 30 Prozent gegenüber konventioneller Errichtung. Die Holz-Beton-Hybridbauweise mit Brettsperrholzwänden und Betonfertigteilen macht dringend benötigten Wohnraum in der Universitätsstadt deutlich schneller verfügbar. Das viergeschossige Gebäude umfasst 26 vollständig möblierte Ein-Zimmer-Apartments.

Die DX-Fertigdecken sind circa 40 Prozent leichter als aufbetonierte Filigrandecken. Die sonst übliche Betonvergussmenge auf der Baustelle reduziert sich um circa 90 Prozent. © Dennert
Die DX-Fertigdecken sind circa 40 Prozent leichter als aufbetonierte Filigrandecken. Die sonst übliche Betonvergussmenge auf der Baustelle reduziert sich um circa 90 Prozent. © Dennert

Tragende Wände aus massiven Brettsperrholzelementen übernehmen die Lastabtragung, während 700 Quadratmeter Fertigteildecken und 26 komplett ausgestattete Badmodule des Herstellers Dennert die Konstruktion ergänzen.

Gewichtsvorteil und schneller Baufortschritt

Die eingesetzten DX-Fertigdecken bringen rund 40 Prozent weniger Gewicht auf die Waage als aufbetonierte Filigrandecken – 330 Kilogramm pro Quadratmeter statt 550. Gleichzeitig sinkt die auf der Baustelle erforderliche Betonvergussmenge um 90 Prozent. Der Montageablauf folgt einem straffen Takt: Kranversetzung, Ausrichtung und Verschraubung der Elemente, anschließend Bewehrung der Fugen und Ringanker mit Verguss in C25/30-Beton. Bereits am Folgetag können die Arbeiten am nächsten Geschoss beginnen. Bei einer Plattenstärke von nur 20 Zentimetern überbrückt die DX-Decke je nach statischen Anforderungen Spannweiten bis zu sieben Metern. Andere Deckensysteme erfordern ab einer Spannweite von 5,20 Metern bereits eine Erhöhung der Deckenstärke um zehn bis 20 Prozent.

Die Deckenelemente werden per Kran platziert, justiert und miteinander verschraubt, anschließend Fugen und Ringanker bewehrt und mit C25/30-Beton vergossen. Bereits am nächsten Tag kann an den oberen Geschossen weitergebaut werden. © Dennert
Die Deckenelemente werden per Kran platziert, justiert und miteinander verschraubt, anschließend Fugen und Ringanker bewehrt und mit C25/30-Beton vergossen. Bereits am nächsten Tag kann an den oberen Geschossen weitergebaut werden. © Dennert

Badmodule ersetzen sechs Gewerke

Die Sanitärinstallation löste Dennert mit 26 komplett vormontierten und werkseitig gefliesten Badmodulen, die direkt in den Rohbau eingesetzt und lediglich noch an die Gebäudetechnik angeschlossen werden mussten. „Der serielle Ansatz ist die Antwort auf den Fachkräftemangel, auch die aufwendige Koordination verschiedener Gewerke wie Estrich, Trockenbau, Fliesen, TGA-Installation, Sanitär und Malerarbeiten entfällt“, betont Wolfgang Dempert von Dennert.

In den Rohbau wurden 26 Badmodule eingesetzt und an die Haustechnik angeschlossen. © Dennert
In den Rohbau wurden 26 Badmodule eingesetzt und an die Haustechnik angeschlossen. © Dennert

Weniger Lärm, weniger Sperrungen

Die 26 bereits vollständig vergebenen Wohnungen sollen im Juni 2026 bezugsfertig sein. Neben der Zeitersparnis wirkt sich der hohe Vorfertigungsgrad auch auf das unmittelbare Umfeld aus: Die Verlagerung wesentlicher Arbeitsschritte in die Produktionshalle reduzierte Lärm und Schmutz auf der Baustelle erheblich. Kürzere Montagezeiten verringerten zudem die Belastung für die Nachbarschaft und die Zahl der Straßensperrungen.

Die in Holz-Beton-Hybridbauweise errichtete Wohnanlage umfasst 26 vollständig möblierte 1-Zimmer-Apartments. Durch den Einsatz von Systembauteilen verkürzte sich die Bauzeit gegenüber konventioneller Bauweise drastisch. (Bild: SCHULTHEISS Wohnbau AG)
Die in Holz-Beton-Hybridbauweise errichtete Wohnanlage umfasst 26 vollständig möblierte 1-Zimmer-Apartments. Durch den Einsatz von Systembauteilen verkürzte sich die Bauzeit gegenüber konventioneller Bauweise drastisch. (Bild: SCHULTHEISS Wohnbau AG)

Skalierbarkeit für den Geschosswohnungsbau

Das Erlanger Projekt demonstriert, wie serielles Bauen den Anforderungen im Geschosswohnungsbau an Tempo und Skalierbarkeit gerecht werden kann. Angesichts des hohen Drucks auf den Wohnungsmarkt in Universitätsstädten zeigt das Vorhaben einen Weg, bezahlbaren Wohnraum innerhalb weniger Monate bezugsfertig zu realisieren. (mb)

www.dennert-hybridbau.de

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