Digitaler Zwilling simuliert Unwetterereig­nisse © Benjamin Griebe / TUD
Digitaler Zwilling simuliert Unwetterereig­nisse © Benjamin Griebe / TUD

Digitaler Zwilling simuliert Starkregen in Dresden

Digitaler Zwilling simuliert Starkregen in Dresden

Digitaler Zwilling simuliert Starkregen in Dresden

TU Dresden und Stadtverwaltung veröffentlichen 3D-Anwendung zur Schadensabschätzung bei Unwettern

TU Dresden und Stadtverwaltung veröffentlichen 3D-Anwendung zur Schadensabschätzung bei Unwettern

Die Technische Universität Dresden (TUD) und die Landeshauptstadt Dresden haben erstmals den Prototyp eines digitalen Starkregenzwillings Dresden veröffentlicht. Die 3D-Anwendung simuliert Unwetterereignisse und macht deren Auswirkungen auf das Stadtgebiet sichtbar – von überfluteten Kellern über überlastete Kanalisationen bis hin zu großflächigen Überschwemmungen. Allein im Jahr 2024 verursachten Starkregen und Hochwasser bundesweit Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Die Technische Universität Dresden (TUD) und die Landeshauptstadt Dresden haben erstmals den Prototyp eines digitalen Starkregenzwillings Dresden veröffentlicht. Die 3D-Anwendung simuliert Unwetterereignisse und macht deren Auswirkungen auf das Stadtgebiet sichtbar – von überfluteten Kellern über überlastete Kanalisationen bis hin zu großflächigen Überschwemmungen. Allein im Jahr 2024 verursachten Starkregen und Hochwasser bundesweit Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Digitaler Zwilling simuliert Unwetterereig­nisse © Benjamin Griebe / TUD
Digitaler Zwilling simuliert Unwetterereig­nisse © Benjamin Griebe / TUD

Szenarien für 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter

Der digitale Zwilling bildet das Dresdner Stadtgebiet als reales 3D-Modell ab. Er simuliert Starkregenereignisse mit Niederschlagsintensitäten von rund 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und Stunde und stellt mögliche Schäden an Wohngebäuden dar. Zusätzlich ruft die Anwendung Messdaten zu Niederschlag, Wasserständen an Gewässern und Lufttemperatur ab. Die daraus errechneten Szenarien verdeutlichen hydrologische Zusammenhänge und liefern Impulse für die Stadtplanung.

Interdisziplinäre Entwicklung an der TUD

Das Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TUD entwickelt den Starkregenzwilling. „Komplexe Stadtdaten in einer Plattform zu bündeln und für die Starkregenvorsorge nutzbar zu machen, ist eine spannende Herausforderung“, erklärt Entwickler Lars Backhaus. „So integrieren wir vormals abstrakte Informationen in ein leistungsfähiges Werkzeug, das Verwaltung und Bürgern eine klare Orientierung bietet.“ Ein derart anspruchsvolles System erfordere weitere Fachexpertisen: „Wir sind sehr glücklich, dass in diesem Projekt mehrere Dresdner Partnerinstitutionen aus Verwaltung und Wissenschaft engagiert zusammenarbeiten“, so Projektleiterin Dr. Katja Maerker vom Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden.

3D-Visualisierung und Schadensberechnung

Ein Team der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) erarbeitet Werkzeuge zur 3D-Visualisierung und Schadensberechnung von Wohngebäuden. Daten liefern unter anderem das Amt für Geodaten und Kataster sowie die Stadtentwässerung Dresden. Künftig soll das Modell um ein Frühwarnsystem und Sensorik zur Erkennung von Überflutungen in Bahnunterführungen wachsen.

Anwendung öffentlich zugänglich

Die Online-Anwendung steht ab sofort unter digitaler-zwilling.dresden.de öffentlich zur Verfügung. Das Projektteam bittet Nutzerinnen und Nutzer, ihre Erfahrungen über eine Online-Umfrage unter digitaler-zwilling.dresden.de/umfrage zurückzumelden.

Hintergrund: Modellprojekt Smart City Dresden

Das Modellprojekt Smart City Dresden ist ein Kooperationsprojekt der Landeshauptstadt Dresden und der TUD. Es zielt darauf ab, die strategische Digitalisierung und eine nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Beteiligten erproben digitale Lösungen, Bürgerbeteiligungsformate und Technologieansätze, um Lebensqualität, Beteiligung und Nachhaltigkeit in der Stadt zu verbessern. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) finanziert das Projekt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities. (mb)

https://digitaler-zwilling.dresden.de

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