Kühle Wandoberflächen kondensieren Luftfeuchtigkeit – ein Erwachsener gibt in einer Nacht bis zu zwei Liter Feuchtigkeit durch Atmung und Schwitzen ab. Kann die Raumluft diese Feuchte nicht aufnehmen, schlägt sie sich an kalten Flächen nieder und bietet Schimmelsporen einen Nährboden. Blähglas-Platten wirken diesem Mechanismus entgegen: Ihre schnell ansteigende Oberflächentemperatur reduziert Kondensation und verbessert zugleich das Temperaturgefühl im Raum.
Verarbeitung und Systemaufbau
Die leichten Platten lassen sich mit dem Cutter zuschneiden und direkt auf bestehende Massivwände kleben – eine Vorbehandlung entfällt. Das verkürzt die Bauzeit und erhöht die Verarbeitungssicherheit. Zum System gehört ein „Kombi-Mörtel“, der sowohl als Kleber als auch als strukturierender Oberputz dient. Für glatte Innenflächen steht ein Silikat-Spachtel bereit, der Finish-Oberflächen bis Qualitätsstufe Q4 ermöglicht und verarbeitungsfertig geliefert wird. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt, diffusionsoffen und emissionsarm. Neben Putzen und Spachtelmassen lassen sich auch Keramikfliesen und Naturstein aufbringen.
Einsatzbereiche
Besonders gefährdet sind Räume mit hoher Feuchteentwicklung wie Bad und Küche. Aber auch Wohn- und Schlafzimmer bleiben nicht grundsätzlich verschont, weshalb Blähglas-Platten grundsätzlich überall dort sinnvoll sind, wo Kondensation an Außen- oder Kältewänden auftritt. (mb)