Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum gehört zu den drängendsten strukturellen Problemen in Deutschland. Studien gehen davon aus, dass jährlich über 300.000 neue Wohnungen benötigt werden, um den Bedarf zu decken. Gleichzeitig bremsen steigende Baukosten, Fachkräftemangel und langwierige Planungsprozesse den Neubau. Das serielle und modulare Bauen gewinnt unter diesen Bedingungen an Gewicht: Industrielle Vorfertigung und standardisierte Planung verkürzen Bauzeiten und drücken Kosten. Bereits heute entstehen über zehn Prozent der Wohngebäude in Deutschland mit vorgefertigten Bauteilen – Tendenz steigend.
Kooperation auf Branchenkongress besiegelt
Nach der Premiere des Ausstellungsbereichs Serielles und Modulares Bauen auf der BAU 2025 weitet die Messe München das Segment weiter aus. Die Kooperationsvereinbarung mit der Betonbauteile-Branche unterzeichneten die Beteiligten beim Branchenfachkongress BetonTage in Ulm. Messe-München-Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer betont den gesellschaftlichen Stellenwert des Themas: „Gemeinsam mit den Fachverbänden werden wir das serielle und modulare Bauen noch stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung rücken. In Zeiten von Wohnungsmangel und hohen Baukosten nimmt der Modulbau mit seiner Innovationskraft und Effektivität eine entscheidende Rolle ein, die über das Bauwesen hinausreicht.“
Die Fachverbände sehen die Zusammenarbeit als strategischen Schritt: „Die BAU als führende Messe im Bauwesen bietet unseren Mitgliedsunternehmen die optimale Bühne, die Zukunftsfähigkeit des seriellen und modularen Bauens einem breiten Fachpublikum zu zeigen und darüber hinaus eigene Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu präsentieren“, erklären FBF-Geschäftsführer Dr. Ulrich Lotz und BIV-Geschäftsführerin Diana Krüger.
Rund 6.000 Quadratmeter in Halle A2
Die BAU findet vom 11. bis 15. Januar 2027 in München statt. Der Themenbereich Serielles und Modulares Bauen belegt die Halle A2 auf einer Gesamtfläche von rund 6.000 Quadratmetern. FBF und BIV gestalten gemeinsam einen Gemeinschaftsstand von rund 500 Quadratmetern. Ergänzend zur Ausstellungsfläche richtet der Fachverband ein Forum ein, in dem sich Besucherinnen und Besucher über Neuheiten und Trends informieren. Ihre Teilnahme in Halle A2 bestätigt haben bereits ADK Modulraum, Alho, der Bundesverband Bausysteme und Kleusberg. (mb)