Beim Dämmen von Bäumen lernen

CWA Cellulosewerk Angelbachtal GmbH

Damit eine Gebäudedämmung ihre Aufgabe zuverlässig erfüllen kann, muss sie vor Feuchteschäden geschützt werden. Besonders wirksam sind kapillaraktive Dämmmaterialien wie natürliche Cellulosefasern.

Vorbild Natur: Wie Bäume nutzen Cellulosedämmflocken den Kapillareffekt für die Feuchteregulierung. (Bildquelle: Climacell)

 

Kapillaraktive Cellulosedämmung schützt vor Feuchteschäden

Im Gegensatz zu diffusionshemmenden Dämmsystemen nehmen sie die Feuchtigkeit auf und transportieren diese ab. Dabei nutzen sie einfaches physikalisches Prinzip, das auch bei Bäumen zu beobachten ist.

Der Cellulosedämmstoff wird aus hochwertigem, recyceltem Zeitungspapier gewonnen. (Bildquelle: Climacell)

Vor allem bei der energetischen Sanierung werden gerne diffusionshemmende Dämmsysteme eingesetzt. Dabei wird von innen eine spezielle Folie, die sogenannte Dampfsperre, auf den Dämmstoff aufgebracht. Sie soll verhindern, dass Wasserdampf in die Konstruktion eindringt und die Dämmwirkung beeinträchtigt. Sollte die Dämmung doch einmal feucht werden – etwa durch Schlagregen von außen, Risse in der Folie oder durch unsachgemäße Anschlüsse – kann sich dieser Vorteil schnell in einen Nachteil umkehren: Die Feuchtigkeit trocknet dann nicht mehr nach innen ab.

Eine diffusionsoffene Cellulosedämmung von Climacell sperrt die Feuchtigkeit dagegen nicht aus, sondern erlaubt vielmehr einen Feuchtetransport durch die Konstruktion. „Cellulosefasern können einen Teil der Luftfeuchtigkeit aufnehmen und später wieder an die Oberfläche nach innen transportieren. Das trägt dazu bei, die Feuchtigkeit dauerhaft auf einem funktionierenden und behaglichen Level zu halten“, erklärt Climacell-Geschäftsführer Marcel Bailey.

Um den Cellulosedämmstoff maschinell einzubringen, müssen nur einige Dielen entfernt werden. Der Laufsteg sorgt für Begehbarkeit. (Bildquelle: Climacell)

Das physikalische Grundprinzip, das dahintersteckt, ist der Kapillareffekt: Aufgrund der Molekularkräfte steigen Flüssigkeiten in engen Röhren (Kapillaren) oder Hohlräumen entgegen der Schwerkraft nach oben. Auf diese Weise transportieren beispielsweise Bäume das Wasser von der Wurzel in die Krone. Doch der Kapillareffekt allein reicht dafür nicht aus: Durch die Verdunstung aus den Blattporen entsteht ein Transpirationssog, der das Wasser nach oben bis in die Blätter zieht. Ähnlich funktioniert der Feuchtetransport in der Cellulosedämmung. Als Bestandteil von Holz besitzen Cellulosefasern zahlreiche feine Kapillaren. Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit nehmen sie den Wasserdampf auf und speichern ihn. Sobald die Raumluft wieder trockener ist, wird die Feuchtigkeit zur Wandoberfläche geleitet, wo sie verdunsten kann.

Bei der Dämmung von Wänden wird der Dämmstoff per Einblasschlauch durch vorher angebrachte Öffnungen eingebracht. (Bildquelle: Climacell)

Doch Cellulosefasern können noch mehr: Mit ihren guten Dämmeigenschaften schützen sie nicht nur vor Wärmeverlusten im Winter, sondern auch vor einer sommerlichen Überhitzung der Räume. Eingebracht werden sie maschinell per Druckluft: So lassen sich auch Ecken und Hohlräume luftdicht und wärmebrückenfrei dämmen. Zudem bieten Cellulosefasern einen exzellenten Schallschutz und sind resistent gegenüber Schimmel und Ungeziefer.

Das Ausgangsmaterial der Climacell Cellulosedämmung ist hochwertiges recyceltes Zeitungspapier, das sortiert, zerkleinert, ausgefasert und zu Flocken umgewandelt wird. Die Herstellung benötigt nur wenig Energie, die seit 2014 regenerativ aus Wasserkraft gewonnen wird. Das macht die Cellulosedämmung besonders umweltfreundlich und nachhaltig. Am Ende ihrer Lebenszeit lässt sie sich problemlos wiederverwenden.

Weitere Informationen

zur Cellulosedämmung erhalten Sie auf www.climacell.de

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