InfraTech 2020 – ein Rückblick

Fachmesse für Straßen- und Tiefbau | 14. – 16. Januar 2020 | Messe Essen

Die InfraTech hat mit der vierten Ausgabe ihren Ruf als deutsche Leitmesse der Infrastruktur untermauert. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst sah bei seinem Messebesuch "zahlreiche Produkte, die unsere Infrastruktur schneller und besser machen". 234 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen zur Sicherstellung einer funktionsfähigen Infrastruktur. Im Vergleich zur vorangegangenen Messeausgabe konnte die InfraTech ein Besucherplus von annähernd 10 % erreichen.

Bildquelle: InfraTech

Die Messe, die vom 14. bis 16. Januar unter dem Motto "Infrastrukturen erhalten und ausbauen" in der Messe Essen stattgefunden hat, stand im Zeichen der Digitalisierung. Peter Adelskamp, Chief Digital Officer (CDO) der Stadt Essen, nannte bei der Eröffnungsveranstaltung Vernetzung, Zusammenarbeit und Ideenaustausch als wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen. "Für diesen Austausch ist die InfraTech ideal" sagte Adelskamp. Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer der Bauverbände NRW e.V., bezeichnete die InfraTech für ein Transitland wie Nordrhein-Westfalen als enorm wichtig. Ihr stetiges Wachstum verdeutliche, welch hohen Stellenwert die InfraTech innerhalb der Branche genieße. Diese Einschätzung bestätigten viele Aussteller. Sie berichteten von stets hohem Besucheraufkommen an den Ständen und freuten sich über den erneut hohen Anteil von Fachbesuchern. "Keine andere Veranstaltung im Bereich Infrastruktur ermöglicht einen besseren Austausch mit kommunalen Entscheidungsträgern, Verbänden, Landesbehörden für den überregionalen Straßenbau, Ingenieurbüros, Bauunternehmen und dem Baustoff-Fachhandel", sagte Bernd Bathke, bei ACO zuständig für Marketing und Veranstaltungen.


Politiker besuchen die InfraTech

Bereits zum dritten Mal besuchte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst die InfraTech. Unter den prominenten Besuchern der deutschen Leitmesse für Infrastruktur waren auch Günther Adler, Geschäftsführer Personal der Autobahn GmbH des Bundes und Staatssekretär a.D., und der niederländische Generalkonsul Peter Schuurman.


Überzeugendes Vortragsprogramm

Äußerst erfolgreich verlief das Vortragprogramm der InfraTech, das erneut u.a. vom IKT - Institut für unterirdische Infrastruktur und vom Kirschbaum Verlag ausgerichtet wurde, die Auditorien waren stets bis auf den letzten Platz besetzt. "Das enorme Interesse an unseren Vorträgen zeigt, dass es uns wieder gelungen ist, Lösungsansätze für die wichtigen infrastrukturellen Herausforderungen aufzuzeigen", so Sissis Kamarianakis, Leiter Weiterbildung beim IKT. Auch Michael Dietl, Verlagsleiter Fachzeitschriften des Kirschbaum Verlags, zeigte sich hoch zufrieden: "Zu unserem Symposium zur nachhaltigen und umfassenden Erhaltung und Erneuerung von Straßen sind deutlich mehr Teilnehmer gekommen, als Anmeldungen eingegangen waren." Auch die erstmals veranstaltete Smart Infra Technology Conference überzeugte mit einer hochklassigen Themenauswahl.


InfraTech Innovationspreis

Mit dem vom IKT ausgelobten InfraTech Innovationspreis 2020 hat Verkehrsminister Wüst den photovoltaischen Straßenbelag Wattway der Colas Group ausgezeichnet. Die nur 7 mm dicken und leicht zu verlegenden Platten aus Polymer versorgen elektrische Anlagen an Straßen und Wegen mit kostenlosem Strom. Olga Boiche nahm den Preis für Wattway entgegen. "Wir freuen uns, dass der Preis unser Produkt bekannter macht und hoffen, nun technische Partner zu finden, um den Straßenbelag bald auch in Deutschland einbauen zu können", so Boiche. Es habe im Verlauf der Messe bereits gute Gespräche gegeben. Der Nachwuchspreis für Studierende ging an Christian Tobias, Rhein Ruhr-Uni Bochum, Lehrstuhl Tunnelbau für seinen Beitrag "Untersuchung der Verarbeitbarkeit von Boden-Schaum-Gemischen durch Anwendung des Penetrationstests".

Die InfraTech wird seit 2014 vom Messeveranstalter Rotterdam Ahoy im Zwei-Jahres-Turnus organisiert. Die Schwerpunkte der Messe sind "Tiefbau, Straßenbau und Wasserbau", "Ver- und Entsorgung", "Öffentliche Raumgestaltung und Mobilität" sowie "Energie und Umwelt". Die Schirmherrschaft der InfraTech 2020 hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Verkehr übernommen. Wie ihre Vorgängerausgaben konnte auch die InfraTech 2020 deutliche Zuwachsraten erreichen. 234 Aussteller bedeuten ein Plus von 7 %, 7.989 Besucher ein Plus von fast 10 %. Bei ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2014 hatte die Messe im Verbund mit drei zeitgleich ausgerichteten Messen stattgefunden. Dass die 2020 erstmals als eigenständige Messe veranstaltete InfraTech erneut bei Ausstellern und Besuchern zulegen konnte, bekräftigt ihren Stellenwert.


Ausblick 2022

Die InfraTech 2022 findet von Dienstag, 11. Januar bis Donnerstag, 13. Januar 2022 in der Messe Essen statt.


Auf einen Blick

Informationen zur Fachmesse für Straßen- und Tiefbau finden Sie online unter www.infratech.de

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