Seminar "Brandschutz im Holzbau – Technische Umsetzung und Rechtsfragen"

Termin: 28.02.2020, 9:00–16:30 Uhr, Springe

Bild: Rainer Koch / Pixabay

Der Holzbauanteil steigt kontinuierlich. Die hohe Qualität in Verbindung mit verkürzten Bauzeiten überzeugen immer mehr Bauherren und Investoren – wäre da nicht der Brandschutz. Unabdingbare Voraussetzung für die brand- und rechtssichere Projektrealisierung sind nicht nur spezifische Kenntnisse zum modernen Holzbau, sondern auch zu Grenzen und Freiheiten des Bauordnungsrechts sowie den bauvertraglichen Grundlagen für eine wirksame Haftungskontrolle.
Das interdisziplinäre Seminar fokussiert das hier für den Praktiker notwendige Rüstzeug. Anhand typischer Beispiele aus der Praxis wird aufgezeigt, welche Planungs-, Aufklärungs- und Dokumentationspflichten durch die Verwendung des brennbaren Baustoffs Holz entstehen und wie diese zu erfüllen sind. Hieraus resultierende rechtliche Aspekte bündelt das Seminar praxisbezogen und unter Einbeziehung aktueller Rechtsprechung.
Ziel ist die Vermittlung notwendiger technischer und rechtlicher Kenntnisse, damit auch der mehrgeschossige Holzbau brand- und rechtssicher gelingen kann.

Inhalte "Technik"

  • Entwicklungen im internationalen, mehrgeschossigen Holzbau: Bauweisen
  • Bauprodukte im Holzbau: Verwendbarkeit, Prüfkriterien und reales Verhalten
  • Prüfinstanzen – Qualitätssicherung – Vier-Augen-Prinzip
  • Brandschutzkonzepte: Zusätzliche Inhalte für Holzbauten
  • Abgrenzung des vorbeugenden vom konstruktiven Brandschutz im Holzbau
  • Hintergründe und Zukunft der M-HFHHolzR ("Holzbau-Richtlinie")
  • Kalt- und Heißbemessung – erstaunliche Ergebnisse
  • Fassaden, Oberflächen in Rettungswegen und nicht-tragende Bauteile
  • Gängige Kompensationen

Inhalte "Recht"

  • Brandschutzplanung und Nachweiserstellung – Leistungsinhalte und rechtliche Einordnung
  • Brandschutzkonzepte: Der notwendige Umfang und Inhalt der Erfolgshaftung
  • Abgrenzung Objektplanung – Fachplanung Brandschutz
  • Entwicklung MBO – LBO in den Ländern – aktueller Stand mit Blick Brandschutz
  • Inhalt, Umfang, Reichweite zu erbringender „Überwachungsleistungen“ – „Stichprobenkontrollen“ rechtssicher vereinbaren
  • Von der Bedarfsplanung bis zur Abnahme – welche aRdT sind maßgeblich – was tun, wenn sich die Regeln ändern?
  • Abweichungen im Genehmigungsverfahren – Ermessensentscheidungen
  • Aufklärung und Beratung bei Brandschutzplanung
  • Schnittstelle Brandschutzplanung – Kehrseite: gesamtschuldnerische Haftungsrisiken

Weitere Informationen und Anmeldung zum Seminar unter www.e-u-z.de

Teilnehmerkreis   

Architekten, Ingenieure, Sachverständige

Datum

28.02.2020

Uhrzeit

9:30 bis 16:30 Uhr

Referenten

Rechtsanwältin Elke Schmitz, Prof. Helmut Zeitter

Teilnahmegebühr

449 €, Frühbucher 389 €, jew. zzgl. 19 % MwSt.

Zertifizierungspunkte

dena-Anrechnung für Energieeffizienz-Expertenliste:
8 UE Wohngebäude,
8 UE Nichtwohngebäude

Veranstaltungsort

Energie- und Umweltzentrum am Deister e. V.
e.u.[z.]
Zum Energie- und Umweltzentrum 1
31832 Springe-Eldagsen

Veranstalter

Energie- und Umweltzentrum am Deister GmbH

 

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