Bionische Fassadenprodukte

Mit der Übertragung des Lotus-Effekts auf eine Fassadenfarbe wurde vor 20 Jahren ein neues Kapitel bei den Bautenbeschichtungen aufgeschlagen. / Bild: Sto SE & Co. KGaA

Das Ziel der Wissenschaftsdisziplin Bionik ist, biologische Phänomene zu verstehen und in  technische Anwendungen zu „übersetzen“. Ergebnisse dieser Disziplin sind bereits in unserem Alltag präsent (z. B. der Klettverschluss), andere (wie selbst schärfende Messer nach dem Vorbild von Nagetierzähnen) sind vor allem unter Fachleuten bekannt. Dieses „Lernen von der Natur“ führte auch zur Entdeckung des Lotus-Effekts. Wissenschaftler beobachteten,  dass die Blätter der Lotus-Pflanze nach einem Regen stets sauber sind. Der Grund: die wasserabweisende, also nicht benetzbare Oberflächenstruktur der Pflanzenblätter. Ihre verblüffende Eigenschaft basiert auf winzigen Mikrostrukturen. Dadurch bleibt der Schmutz auf den Blättern nur liegen, er haftet nicht und  kann abgespült werden. Nach intensiver Forschung gelang die Übertragung dieses Effekts auf die Fassadenfarbe „Lotusan“.

Heute, zwei Jahrzehnte später, ist Sto der weltweit größte Hersteller bionischer Bautenbeschichtungen.  Das von der Natur abgeschaute Produktportfolio umfasst inzwischen eine Fassadenfarbe (Lotusan) und einen Fassadenputz („StoLotusan“). Dazu kommen die Beschichtungen der „StoColor Dryonic“-Familie. Sie basieren auf den gleichzeitig hydrophilen wie hydrophoben Eigenschaften eines Insektenpanzers und führen Regenwasser, aber auch kleinste Tröpfchen (Tau, Nebel) sofort von der Fassade ab. Die so stets trockenen Fassaden bieten Mikroorganismen wie Algen oder Pilzen keinen geeigneten Lebensraum – ganz ohne biozide Filmschutzmittel.

www.sto.de

 

 

 

Anzeige

Vertikale Begrünung

Dieses Fachbuch reagiert erstmalig auf die internationale Architekturentwicklung zu einer integrativen Anwendung von Vegetationsfassaden. Es bietet...

Weiterlesen

Schadstoffe im Baubestand

"Schadstoffe im Baubestand" bietet erstmalig eine kompakte, systematische Darstellung der beim Bauen im Bestand am häufigsten vorkommenden Schadstoffe...

Weiterlesen

Restaurierung eines historischen Gebäudekomplexes in St. Petersburg

1703 vom damaligen Zar Peter gegründet, gilt St. Petersburg heute als „heimliche“ Hauptstadt Russlands und eines der größten Kulturzentren des Landes....

Weiterlesen

Klimawandel für Städte

Kaum eine andere Diskussion wird so heftig geführt wie die über das sich verändernde Klima. Kohleausstieg, Abschalten der Kernkraftwerke, Reduzierung...

Weiterlesen

Präzise Drosselung, einfaches Handling und passend für alle Gullys

Retentionsdächer sind keine Zukunftsmusik, sondern eine Notwendigkeit für die Stadtplanung der Zukunft. Ein Retentionsdach speichert gezielt große...

Weiterlesen

Klimawandel und Regenwassermanagement

Die Anforderungen an das Regenwassermanagement werden aufgrund des Klimawandels steigen. Der Umgang mit den zu erwartenden Wassermassen stellt vor...

Weiterlesen

Eignet sich Dachbegrünung für jedes nachhaltige Städtebaukonzept?

Städte sind unsere Zukunft. Mit diesen einfachen Worten könnte man die Zahlen, die die Vereinten Nationen auch in diesem Frühjahr wieder in den World...

Weiterlesen

Gerüstbau an geschwungenen Wänden

Frankfurt ist nicht arm an Hochhäusern, auch nicht an spektakulären. In diesem Umfeld ist der Westhafen Tower trotz seiner 112 Meter Höhe kein Riese....

Weiterlesen

Textile Hülle für Akademie

Ein maßgeschneidertes Kleid schmiegt sich um den Neubau der Textilakademie NRW in Mönchengladbach. Das silbrig schimmernde Gewebe verleiht dem...

Weiterlesen