Modulares Bauen – ein nachhaltiges Konzept

96 Prozent Wiederverwertung der Baustoffe

Eltern-Kind-Zentrum in Waldshut-Tiengen: Photovoltaikanlage zur Unterstützung der Energieeffizienz / Bild: Kleusberg Modulbauweise, Fotograf: Rüdiger Mosler

Ob durch den Einsatz neuer Materialien, den technischen Fortschritt, veränderte Gesetze und Normen, Konstruktionen und Formen – der Bausektor ist stets neuen Herausforderungen ausgesetzt. Die Nachhaltigkeit von Gebäuden  hat dabei eine hohe Relevanz. Kleusberg beschäftigt sich mit der schlüsselfertigen Errichtung von Gebäuden und in diesem Zuge mit der Optimierung jeglicher Prozesse im Hinblick auf die Langlebigkeit sowie die Ressourcenschonung bei seinen Bauwerken. 

Kleusberg ist auf den Gebieten modulares Bauen, mobile Mietgebäude und flexible Raumsysteme tätig. Das 1948 gegründete mittelständische Unternehmen beschäftigt über 900 Mitarbeiter und unterhält neben drei Werksstandorten in Wissen an der Sieg ebenfalls Niederlassungen und Fertigungswerke in Hamburg, München, Remseck und Kabelsketal bei Halle. Nachhaltiges Denken beginnt bei Kleusberg bereits bei der Planung, gefolgt von  er Vorfertigung in den eigenen Produktionshallen und zieht sich durch bis zur Nutzung und der Nachnutzung eines Gebäudes mit späterer Rückbaumöglichkeit. Das Unternehmen berücksichtigt dabei von Anfang an, wie ein Gebäude über den gesamten Lebenszyklus auch ökologische Anforderungen erfüllt. Durch den Einsatz von BIM (Building Information Modeling) und der damit verbundenen Planungssicherheit können Fehlerquoten gesenkt, der Materialeinsatz optimiert und somit die Effizienz sowie Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Die eigentliche Bauqualität wird ebenfalls verbessert. Der Zeitaufwand eine  Bauprojektes verlagert sich zunächst stärker in die Planungsphase.  Alle Fragen lassen sich vor Baubeginn am konkreten 3D-Modell klären und für die Kunden kann so mehr Transparenz und Sicherheit geschaffen werden. In der Folge sinken dann die Arbeitsaufwände. Die einmal erstellten und validierten Daten können automatisch für alle weiteren Prozesse übernommen werden. Somit können die Bauabläufe im Vorfeld simuliert und der Einsatz von Materialien und Technikkomponenten optimiert werden.

Nachhaltige Produktion
Rund 3.000 bis zu 20 Meter lange und über 4 Meter breite Module werden am Standort in Kabelsketal jährlich hergestellt. Aus diesen entstehen auf der Baustelle binnen weniger Wochen beispielsweise bis zu sechsgeschossige Bürogebäude oder Schulen, Kindertagesstätten, Kliniken und Pflegeheime. Eineder modernsten automatisierten Grundieranlage sorgt in Kabelsketal dafür, dass die  Schadstoffemissionen und der Farbverbrauchbei diesem komplexen Fertigungsprozess gesenkt werden. Rund 10 Tonnen weniger  VOC-Emissionen durch den Einsatz eines Zweikomponentenlacks auf Wasserbasis mit nur einem Prozent Lösungsmittelanteil, 20 Tonnen weniger Farbe durch den exakten Einsatz der steuerbaren Farbdüsen und 9 Tonnen weniger Abfälle – das ist die Ökobilanz der 56 Meter langen Anlage. Durch die Vermeidung von Verbundwerkstoffen wird die sortenreine Trennung und Rückführung von bis zu 96 Prozent aller Materialien in den Wertstoffkreislaufermöglicht.

Modulgebäude sind auch energetisch auf dem neuesten Stand und haben einen hoch  edämmten wärmebrückenfreien Wandaufbau.  Dabei sind die Wände schlanker als bei konventionellen Bauten. Dadurch gewinnt man beispielsweise bei einem 6.000 m2großen Bürogebäude etwa die Fläche eines Einfamilienhauses als zusätzlich nutzbaren  Raum. Gegenüber konventionellen Bautenhaben Modulgebäude eine höhere Maßtreue  und präzisere Anschlusspunkte, zum Beispielbei Fenster und Wand, sowie wärmebrückenfreie  Konstruktionen. Das trägt zur besseren Wärmedämmung bei. Die Energiebilanz lässt sich durch Maßnahmen wie den Einsatz von Solar- oder Geothermie optimieren. Moderne technische Gebäudeausrüstungen lassen sich ebenso in die Modulbauweise integrieren. So hat Kleusberg beispielsweise in Waldshut- Tiengen eine Kindertagesstätte realisiert, bei der die auf dem Pultdach befindliche Photovoltaikanlage die Energieeffizienz des Gebäudes maßgeblich unterstützt. Ein modernesBlockheizkraftwerk dient der Wärme- und  Stromversorgung in diesem architektonischansprechend gestalteten Gebäude.

Fazit 
Modulgebäude rechnen sich nicht nur durch den  Vorteil der verkürzten Bauzeiten, was den Kunden in der Regel bereits bekannt ist, sondern ebenfalls durch niedrige Energie- und Betriebskosten. Hinzu kommt die Nachhaltigkeit – ein Aspekt, der sich vor allem für die Umwelt und nachfolgende Generationenrechnet. Kleusberg bietet seinen Kunden von der Konzeption über das komplette Engineering  bis hin zu Facility-Management-Lösungen ein ganzheitlich auf die jeweilige Nutzung abgestimmtes Leistungspaket mit garantierter Kostenund Terminsicherheit.

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