Nachhaltig planen und bauen

Neues aus der Normung

Dem Baumaterial Holz eilt der Ruf voraus, ein besonders nachhaltiges (weil: nachwachsendes)  aumaterial zu sein. So ist wenig  erstaunlich, dass die Anwendungsfälle für Holzkonstruktionen ständig auf Erweiterungsoptionen hin geprüft werden. Wie aktuell der Ansatz, diese auch im urbanen Kontext dichter Stadtquartiere für vertikal orientierte Gebäude zweistelliger Geschossanzahlen zu platzieren. Lassen sich aber mit dem Naturbaustoff auch die komplexen technischen Vorgaben einlösen, die etwa aus den tragwerkplanerischen oder bauphysikalischen Anforderungen, etwa zum Schallschutz, erwachsen? Zur Prüfung dieser Frage sind jüngst einige Normausgaben neu erschienen.

DIN EN 384:2019-02 „Bauholz für tragende Zwecke – Bestimmung charakteristischer Werte für mechanische Eigenschaften und Rohdichte“ legt fest, wie charakteristische Werte für mechanische Eigenschaften und Rohdichte von definierten Holzgruppen visueller Sortierklassen und/oder Festigkeitsklassen von maschinensortiertem Bauholz zu bestimmen sind. Diese Norm stellt Verfahren dar, mit denen die Festigkeits-, Steifigkeits- und Rohdichteeigenschaften von Bauholz aus Prüfungen an fehlerfreien Prüfkörpern abgeleitet werden können.   Die derart bestimmten mechanischen Eigenschaften und Rohdichtewerte sind für die Zuordnung der Holzarten und Sortierklassen in die Festigkeitsklassen nach EN 338 geeignet. 

DIN EN 16929:2019-03 „Prüfverfahren – Holzdecken – Bestimmung der Schwingungseigenschaften“ legt dagegen Prüfverfahren zur Bestimmung von Eigenfrequenzen, Dämpfung, Durchbiegung unter Punktlast und Beschleunigung von Decken aus Schnittholz, Holzverbundprodukten und Balken oder Platten aus Massivholz (zum Beispiel Brettsperrholz, Brettschichtholz, Brettstapelholz mit oder ohne Betonestriche sowie für Holz-Beton-Verbunddecken) fest. Flankierend leistet der Entwurf von DIN 4109- 5:2019-05 „Schallschutz im Hochbau – Teil 5: Erhöhte Anforderungen“ bereits einen Blick in die kommenden Festlegungen des Teils 5 der bewährten Schallschutznorm, in dem gegenüber DIN 4109 Beiblatt 2:1989-11 und DIN SPEC 91314:2017-01 diese Änderungen vorgenommen wurden: redaktionelle Überarbeitung von DIN 4109 Beiblatt 2, eine Überarbeitung von Anforderungswerten aus DIN 4109 Beiblatt 2 unter Einbeziehung von DIN SPEC 91314:2017:01, eine Anpassung der Dokumentenstruktur an DIN 4109-1 sowie die Aufnahme des Anhangs A. 

Noch Fragen zum Schallschutz? Antworten liefert das soeben erschienene „Handbuch zu DIN 4109 – Schallschutz im Hochbau“. Die wesentlichen Passagen aller neun Teile der Norm werden ausführlich kommentiert und durch Anwendungsfälle und -beispiele veranschaulicht, das Zusammenwirken mit weiteren Richtlinien und Regelwerken wie z.B. der DIN EN 12354 aufgezeigt. Da sich die neuen Berechnungsverfahren an den physikalischen Grundsätzen der Bauakustik orientieren, werden auch diese in Grundzügen umrissen. Zugleich gibt das Werk gibt einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Norm und die Änderungen gegenüber der Vorgängerausgabe von 1989. Gut verständlich werden fachliche und normungstechnische Grundlagen sowie die Anwendung der neuen Anforderungen und Nachweisverfahren in der Praxis dargestellt.

Fischer/Schneider
Handbuch zu DIN 4109 –
Schallschutz im Hochbau,
Grundlagen – Anwendung – Kommentare
1. Auflage, 808 Seiten, 24,0×17,0 cm, gebunden
Ausgabedatum: 04.2019

 

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