Erdbebenbemessung von Bauwerken nach DIN EN 1998

Im Zuge der europäischen Normenharmonisierung wird die DIN 4149 „Bauten in deutschen Erdbebengebieten“ in 2019 durch die DIN EN 1998 abgelöst. Für die aus sechs Teilen bestehende DIN EN 1998 sind für die Teile 1, 2 und 5 nationale Anwendungsdokumente erschienen, die bauaufsichtlich eingeführt werden. Mit dem Normenübergang ergeben sich Änderungen in der Nachweisführung von Tragwerken unter Erdbebenbelastung, die für die praktische Anwendung von Bedeutung sind. 

Das Seminar, das am 5. April 2019 von der Ingenieurakademie West e.V., Fortbildungswerk der Ingenieurkammer-Bau NRW in Dortmund abgehalten wird, vermittelt die Inhalte der DIN EN 1998, die grundlegende Berechnungsverfahren und normative Anforderungen an einen erdbebengerechten Tragwerksentwurf erläutert. In diesem Zusammenhang werden auch die neuen deutschen Erdbebenkarten und Antwortspektren vorgestellt. Mit dem Wechsel von Zonenkarten zu kontinuierlichen Karten ergeben sich hier weitreichende Änderungen für die Praxis. 

Die Anwendung wird an Hand von Berechnungsbeispielen aus der Baupraxis für Stahlbetonbauten, Stahlbauten und Mauerwerksbauten demonstriert. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Wahl der Duktilitätsklassen, der baulichen Durchbildung und der Durchführung der notwendigen Standsicherheitsnachweise. Für jeden Baustoff werden dem Tragwerksplaner die Unterschiede zur DIN 4149 aufgezeigt und es werden Empfehlungen gegeben, wie die seismischen Nachweise effektiv und mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden können. Anschließend werden geotechnische Nachweise unter Verwendung des Teils 5 der DIN EN 1998 „Gründungen, Stützbauwerke und geotechnische Aspekte“ an Hand von praxisnahen Beispielen vorgestellt. Den Abschluss bildet ein Einblick in die Erdbebenbemessung im Industriebau unter Verwendung des vierten Teils der Norm.

Das Seminar richtet sich an Sachverständige für die Prüfung der Standsicherheit, bauvorlageberechtigte Entwurfsverfasser, Ingenieure aus Planungsbüros, ausführenden Firmen sowie Behörden und Prüfinstituten, die im Hoch- und Industriebau planend, aufstellend und prüfend tätig sind.

Referenten

  • Prof. Dr.-Ing. Ch. Butenweg: FH Aachen, Fachbereich Energietechnik, Jülich und Geschäftsführender Gesellschafter der SDA-engineering GmbH, Herzogenrath
  • Dr.-Ing. C. Ebenau: Beratender Ingenieur, saSV für die Prüfung der Standsicherheit, Ingenieurpartnerschaft Karvanek-Ebenau-Höffer mbB, Essen
  • Prof. Dr.-Ing. W. Kuhlmann: öbuv Sachverständiger für Baudynamik, Erschütterungen und Schwingungen im Bauwesen (IK-Bau NRW), Technische Hochschule Köln
  • Dr.-Ing. C. Siburg: H + P Ingenieure GmbH (Hegger + Partner), Aachen
  • J. Baier, M.Sc.: Lehrstuhl für Geotechnik im Bauwesen, RWTH Aachen

Teilnahmegebühr
€ 130 Mitglieder der IK-Bau NRW
€ 230 Nichtmitglieder
€ 110 Jungingenieure

Weitere Informationen unter: www.ikbaunrw.de

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