Ingenieure sind Gestalter der Gesellschaft

26. Bayerischer Ingenieuretag

Bild: Benedikt Haack

Über 800 Teilnehmer aus dem In- und Ausland folgten am 26. Januar der Einladung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau in die Alte Kongresshalle nach München zum 26. Bayerischen Ingenieuretag und tauschten sich unter dem Motto „Der Ingenieur als Gestalter der Gesellschaft“ aus. Der inhaltliche Schwerpunkt lag dieses Jahr auf der Verantwortung der Ingenieure, die Gesellschaft gewissenhaft und lebenswert mitzugestalten. Als Redner hatte die BayIka-Bau Umweltministerin Ulrike Scharf, Prof. Dr. Gunter Dueck und Prof. Sigmund Gottlieb gewinnen können.
„Eine wirklich tolle Veranstaltung war das auch dieses Jahr wieder“, fasste der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Prof. Dr. Norbert Gebbeken, hinterher zufrieden zusammen. Gebbeken hatte die Teilnehmer mit seiner Rede willkommen geheißen und dabei betont, dass die moderne Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, ohne die Arbeit aller am Bau beschäftigten Ingenieure undenkbar wäre. „Die am Bau tätigen Ingenieure sind maßgebliche Gestalter der Gesellschaft, mehr, als uns gemeinhin bewusst ist. Und dabei nehmen sie eine besondere Rolle ein, wenn es um die Sicherheit der gebauten Umwelt geht“, sagte Prof. Dr. Norbert Gebbeken. Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel, Urbanisierung, Digitalisierung und neue Mobilität müssten in Einklang gebracht werden mit den gesellschaftlichen Forderungen zum Beispiel nach Sicherheit und Gesundheit. Mit diesen Aufgaben wende sich die Gesellschaft an Ingenieure und Architekten, so Gebbeken weiter.
Dieser Ansicht schloss sich die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf in ihrem Grußwort an. Die Staatsministerin ging in ihrem Vortrag „Bayerns Zukunft gestalten: Welche Umweltpolitik braucht das 21. Jahrhundert?“ besonders darauf ein, was die Menschen zu einem „guten Leben“ brauchen und davon erwarten – und welche Rolle den Ingenieuren bei einer funktionierenden und nachhaltig gestalteten Umwelt zufiele.
Auf die Staatsministerin folgte Prof. Dr. Gunter Dueck, der ehemalige Chief Technology Officer von IBM. Der freie Schriftsteller, Mathematiker und Philosoph hat sich weit über Fachkreise hinaus als Redner einen Namen gemacht. Sein Vortrag „Der Ingenieur als Gestalter der Gesellschaft?“ fand beim Publikum großen Anklang. „Ich habe mir mal erlaubt ein Fragezeichen hinter diese Aussage zu setzen“, begann er augenzwinkernd. In seinem Vortrag sprach Dueck darüber, wie Ingenieure die ökonomische und baukulturelle Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft gestalten. Anhand der zunehmenden Digitalisierung der Arbeits- und Kommunikationsprozesse zeigte Dueck, wie wichtig es für ein ganzheitliches Planen und Bauen ist, dass Ingenieure sich auch gesellschaftspolitisch zu Wort melden – und warum bei Projektentscheidungen der technische Sachverstand der Ingenieure in der politischen Argumentation berücksichtigt werden muss.
Im Anschluss richtete Prof. Sigmund Gottlieb das Wort an die Gäste. Er war von 1995 bis 2017 Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens und moderierte unter anderem die Münchner Runde, außerdem ist er Mitglied im Kuratorium des Ifo-Instituts. Seit Februar 2017 ist er zudem Mitglied des Universitätsrats der Universität Passau. In zahlreichen Vorträgen befasst er sich mit dem Thema „Qualitätsjournalismus“. In seinem Vortrag ging Gottlieb auf die Rolle des Ingenieurs im Blickpunkt von Medien und Gesellschaft ein. Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Medienerfahrung stellte er dar, warum es gerade für Ingenieure heute wichtiger denn je ist, verständlich und bürgernah zu kommunizieren. Dazu gehöre auch, sich aktiv in den Prozess der politischen Willensbildung einzubringen und Ingenieurleistungen selbstbewusst und verständlich in die Medien und die Öffentlichkeit zu tragen.

Laura Kraus, Pressereferentin
Bayerische Ingenieurekammer-Bau

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