Verleihung des Ingenieurpreises für Straße und Verkehr

Verkehr im Dialog, Baukultur und Innovationen

Bild: Marcus Gosse/Boxxom.com

Der Deutsche Ingenieurpreis Straße und Verkehr wird seit 2013 von der Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (BSVI) im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgelobt. Er gliedert sich in die Kategorien Baukultur, Verkehr im Dialog und Innovation. 50 Bewerbungen wurden 2017 eingereicht, davon 13 in der Kategorie Verkehr im Dialog. Nominierte und Gewinner wurden Ende September 2017 im Technikmuseum „Hugo Junkers“ von 140 geladenen Gästen in Dessau-Roßlau gefeiert.

In der Kategorie „Innovation“ gewann das Projekt „Baustellen mit dem richtigen Touch koordinieren – Baustellenkoordination mit Roads in Hamburg“ des Einreichers Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer der Freien und Hansestadt Hamburg. Dem Landesbetrieb war es gelungen, die komplexen Anforderungen der verschiedenen Baudienststellen, die mit ihren Baumaßnahmen teils empfindlich in den Straßenverkehr eingreifen, zeitgemäß und zukunftsweisend miteinander zu verknüpfen – und das auf lokaler, bezirklicher und Landesebene sowohl innerhalb Hamburgs als auch darüber hinaus. Die Jury sah hier große Potenziale einer Weiterentwicklung und brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass dieses Programm auch in anderen Ballungsräumen zur Anwendung kommt.
In der Kategorie „Baukultur“ setzte sich erstmals eine Brückenbaumaßnahme durch: Der Ingenieurpreis ging an Gerhard Pahl und Vertreter des Staatlichen Bauamts Weilheim für das Projekt „Teilerneuerung der Echelsbacher Brücke (Bundesstraße 23)“ des Staatlichen Bauamts. Laudator Rainer Ueckert würdigte für die Jury, dass es dem Staatlichen Bauamt Weilheim nicht nur gelang, mit viel Kreativität aus einem moderierten Planungsdialog und einem Ingenieurwettbewerb das gefährdete Denkmal zu erhalten und für die gestiegenen Ansprüche zu ertüchtigen. Die Jury zeigte sich zudem fasziniert von der filigran anmutenden Lösung, die Denkmal- und Naturschutz respektiert, und davon, dass die Ästhetik der Konstruktion spüren lässt, wie avantgardistisch das Bauwerk bereits von 90 Jahren war. Verkehr im Dialog – ein zentrales Thema für Planer und Ingenieure. In den vergangenen Jahren hat sich hier viel getan. Insbesondere in der Kommunikation mit den Bürgern. Ihre Wünsche, die kontroversen und divergierenden Interessen – Dialog heißt in diesem Verantwortungsbereich nicht nur, miteinander zu reden, sondern mitzumachen und zu verhandeln. Wie kommt etwas Neues in die Welt? Durch Fragen ohne Scheuklappen und Kreativität im Austausch von Ideen. Die Bürgerschaft als Souverän wird zum Gestalter und ist dabei oft innovativer als die konventionelle Politik.
Beteiligungsprozesse können anstrengend sein und führen nicht immer zum Erfolg. Dem muss man sich stellen, denn die Beteiligung ist auch notwendig, um Projektansätze zu legitimieren und auf ein breiteres Fundament zu stellen.
In der Kategorie „Verkehr im Dialog“ wurden 13 Bewerbungen eingereicht, drei wurden für den Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2017 nominiert. Gewonnen hat Bremerhaven ist Zukunft – Initiative 7 + 1 (Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung). Die Hafenstadt an der Wesermündung kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Ende der 1960er-Jahre lebten hier knapp 150.000 Menschen. Die einsetzenden Veränderungen in den weltweiten Güter- und Transportbeziehungen hatten enorme Verwerfungen zur Folge, an deren Ende sich die Einwohnerzahl um mehr als ein Viertel reduzierte.
Die Stadt Bremerhaven und das Land Bremen haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um den damit einhergehenden Auswirkungen in der Politik wie auch in der Baukultur zu begegnen – und aktivierten den Aufbruchswillen der Bürger. Die Verantwortung für die Zukunft der Stadt wurde nicht an die gewählten Institutionen sowie an deren Verwaltungen delegiert, sondern in Gesprächskreisen und World Cafés organisiert, in denen man sich mit Stärken und Schwächen der Stadtgesellschaft auseinandersetzte.
Dazu gehörten auch die verschiedenen Aspekte der Verkehrs- und Stadtplanung. In einem bemerkenswerten Dialogverfahren wurde die innerstädtische Baukultur neu erfunden. Für die Stadteingänge und andere markante Punkte des urbanen Geschehens wurden Vorschläge erarbeitet. Fachleute aus der Kommune sowie von außerhalb waren eingebunden, um kritisch und konstruktiv Szenarien für die Zukunft der einst so prosperierenden Hafenstadt zu entwickeln. Geschickt wurden dabei unterschiedliche Interessenlagen verknüpft.
Die Jury der Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (BSVI) zeigte sich von diesem zivilgesellschaftlichen Engagement begeistert: In der Kategorie „Verkehr im Dialog“ wurde daher die Initiative 7  + 1 mit ihren Bremerhavener World Cafés mit dem 1. Preis ausgezeichnet – ebenfalls verbunden mit der Hoffnung, dass anderen Kommunen Bremerhaven als ermutigendes Vorbild dienen möge.

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