Bauforscherinnen dokumentieren Badeanstalt in Olympia

Leonidaion-Therme

Bild: Sarah Dolls

Das antike Olympia, Austragungsort der ersten Olympischen Spiele im Jahr 776 vor Christus, lag jahrhundertelang begraben unter meterdicken Sand- und Schlammschichten. Erdbeben und wiederholte Überschwemmungen haben die historische Kultstätte auf der griechischen Halbinsel Peloponnes versinken lassen – bis deutsche Archäologen Ende des 19. Jahrhunderts mit systematischen Ausgrabungen begannen. Die sogenannte Alte Grabung im Jahr 1880 brachte auch Gebäudestrukturen der Leonidaion-Therme zutage, ein Bad im Südwestbezirk des Heiligtums von Olympia. Eine abschließende Dokumentation über dieses Gebäude wurde als Masterarbeit im Studiengang Historische Bauforschung an der OTH Regensburg ausgeführt. Die beiden Verfasserinnen, Sara Dolls und Raphaela Pain, verfolgen das Projekt nun am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) weiter.
Das größte Gebäude in Olympia war das Leonidaion, ein Gästehaus aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. für etwa 150 Personen. Direkt an das Gästehaus angebaut war eine Badeanstalt, deren Gebäudeüberreste bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts unberührt blieben. Die vollständige Freilegung erfolgte in den 1990er-Jahren. 2016 machten sich Sara Dolls und Raphaela Pain auf den Weg nach Olympia, um in einer sechswöchigen Bauaufnahmekampagne das Gebäude zu vermessen, ein Raumbuch zu erstellen sowie Theorien zu Bauphasen und zur Rekonstruktion des Gebäudes auszuarbeiten.
„Die detaillierte Untersuchung des Gebäudes ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass es aufgrund des Errichtungszeitraums ein Bild der jüngsten Entwicklungsstufe der Badekultur in Olympia widerspiegelt und sich in seiner Baustruktur der Nutzungswandel des Heiligtums in der Spätantike abzeichnet“, sagen die Verfasserinnen. Die Leonidaion-Therme war ein technisch ausgeklügeltes Bad: Beheizt wurde sie durch ein kombiniertes System aus Wand- und Bodenheizung. Nach der Funktion des Gebäudes als Bad wurde es als Kelterei und als Werkstatt genutzt. Nach Ergänzungen der Bauaufnahme und vertiefenden Betrachtungen, die jetzt am DAI erfolgen, werden die Forschungsergebnisse in eine abschließende Publikation des DAI münden. Zugleich wird die Zusammenarbeit zwischen DAI und OTH Regensburg fortgesetzt: Eine weitere Masterarbeit zur Untersuchung einer spätantiken Kirche in Olympia, die in die berühmte Phidias-Werkstatt eingebaut wurde, ist in Arbeit.

Mehr ökologische Baustoffe im Programm

Mit dem System „Natura Wall“ hat die quick-mix Gruppe nun ein Wärmedämmverbundsystem mit Holzfaserdämmung für Massivhäuser im Programm. Die...

Weiterlesen

Steuerungstechnologie für Lichtsysteme

Mit der „Esylux Light Control“ (ELC) hat der Hersteller eine Steuerungstechnologie für Lichtsysteme mit energieeffizientem Human Centric Lighting...

Weiterlesen

Kostengünstigen Wohnungsbau energieeffizient realisieren

Die ABG Frankfurt Holding setzt zusammen mit dem Architekturbüro schneider+schumacher (Frankfurt) ein ehrgeiziges Modellprojekt um. Mit einer Miete...

Weiterlesen

Personaleinsatzplanung erweitert zu Multiprojekt-Personalplanung

Neben der bisherigen wiko Personaleinsatzplanung steht jetzt eine zweite Funktion zur Verfügung. Damit kann der Planer einen oder mehrere Mitarbeiter...

Weiterlesen

Lichtdurchlässige Schiebewände für ein Planungsbüro

Fünf Jahre nach Bürogründung ist die Pauly + Fichter Planungsgesellschaft in Neu-Isenburg aus ihren Räumlichkeiten hinausgewachsen. Als im selben Haus...

Weiterlesen

Sichere Dämmung im zweischaligen Mauerwerk

Die Kerndämmung hat sich als Dämmmethode im zweischaligen Mauerwerk bewährt. Dennoch gibt es auch bei dieser Variante neuralgische Punkte. Hierzu...

Weiterlesen

ARCHICAD 22 – Rundum BIM!

Fassaden frei gestaltet
Die GRAPHISOFT-Entwickler, viele von ihnen sind selbst Architekten, haben das bewährte Fassadenwerkzeug für ARCHICAD 22 neu...

Weiterlesen

Wie funktioniert Dämmung, oder funktioniert Dämmung überhaupt?

In der neuen Serie ‚JOMA informiert‘ wird in jeder Folge ein neuer Aspekt rund um das Thema Dämmen, Dämmstoff und Sanierung durchleuchtet. Dabei wird...

Weiterlesen

MAXIMO 360 und MXK Konsolensystem

Der Neubau des Schulzentrums am Goldbach im niedersächsischen Langwedel wurde als zwei- und dreistöckiges Gebäude mit einem windmühlenartigen...

Weiterlesen