Neues Bürogebäude der Spenner GmbH & Co. KG

Bild: Liapor / Stefan Durstewitz

Das neue Bürogebäude der Spenner GmbH und Co. KG in Erwitte ist monolithisch aus Liapor-Leichtbeton in perfekter Sichtbeton-Optik ausgeführt. Der Baustoff kombiniert hier Tragfähigkeit, Energieeffizienz und Optik perfekt miteinander – zu einem besonders authentischen, zeitlosen und zukunftsfähigen Objekt.

„Das Bauwerk zeigt die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in Form zeitloser Qualitäten und wirkt in diesem Sinne zugleich sachlich wie auch sensibel. Damit ist der Neubau vor allem eins: authentisch“, erklärt Prof. Dipl.-Ing. Johannes Schilling vom gleichnamigen Kölner Architekturbüro. Er entwarf den markanten Leichtbeton-Bau in Sichtbeton-Optik, der als Spenner Forum nun den rund 200 Mitarbeitern des Zementherstellers in Erwitte als neues Büro- und Verwaltungsgebäude dient.

Der Leichtbeton-Bau überzeugt dabei nicht nur durch seine ganz eigene, zeitlose Ästhetik. Vielmehr punktet er auch in Sachen Zukunftsfähigkeit und Effizienz. Dazu trägt auch die monolithische Fassade bei. „Wir haben im Vorfeld gemeinsam mit dem Architekten verschiedene Gebäudehüllen-Varianten auch in Sandwichbauweise geprüft und uns dann gemeinsam für eine Fassade aus  Liapor-Leichtbeton in 60 Zentimeter Stärke entschieden“, berichtet Hans Rappold, zuständiger Projektleiter bei Spenner. „Die monolithische Bauweise aus Leichtbeton ist für die einheitliche Gestaltung eines Bauwerks von großem Vorteil und der Baustoff vereint Tragfähigkeit, Dämmwerte und Optik in optimaler Weise miteinander“, ergänzt Norbert Meis, der das Projekt bei Schilling Architekten leitete.  

Alle Sichtbeton-Flächen sind einheitlich und fugenlos gehalten sowie farblich genau aufeinander abgestimmt.
Bild: Liapor / Stefan Durstewitz

Umgesetzt wurde die Gebäudehülle des Spenner Forums mit rund 600 Kubikmetern eines Liapor-Leichtbetons LC12/13 D1.2 in Sichtbetonqualität. Den Zement lieferte das Unternehmen selbst, die Rezeptur entwickelte Liapor. Die Heidelberger Beton GmbH Werk Soest übernahm die Herstellung und Anlieferung des Baustoffs. Bei der ­Betonage unterstützte die Baustoff-Laboratorium GmbH in Gevelsberg die Rotterdam Hochbau GmbH. Zahlreiche Vorversuche und Probewände wurden im Vorfeld realisiert, denn die besondere Sichtbeton-Optik der Gebäudehülle sollte nicht weniger als in absoluter Perfektion umgesetzt werden.

Und die mehr als anspruchsvolle Fassadengestaltung ließ sich in der Praxis auch erfolgreich umsetzen. So weisen sämtliche Oberflächen im Innen- und Außenbereich nur sehr wenige Lunker auf, die zudem besonders gleichmäßig verteilt sind. Auch wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Farbigkeit sämtlicher Decken und Wände so weit wie möglich aneinander anzugleichen. Gleichzeitig wurden alle Flächen auch ohne Dehnungsfugen ausgeführt. Dafür wurden die Wände mit einer zusätzlichen Rissbewehrung verstärkt. Die entsprechenden Körbe erschwerten zwar die eigentliche, etappenweise ausgeführte Betonage, dennoch ließen sich sämtliche Oberflächen wie geplant äußerst gleichmäßig ausführen. Vor Ort kam es darauf an, die Rüttelflaschen an den richtigen Stellen in jeweils korrekter Rüttelintensität und -zeitspanne einzusetzen, um etwa ein Aufschwimmen der Liapor-Gesteinskörnung zu unterbinden.

Insgesamt betrug die Rohbauzeit rund neun Monate und war im Januar 2016 abgeschlossen. Die Betonage erfolgte mittels glatter Schaltafeln und nach einem exakten Schalmuster. Nach dem Ausschalen wurden die Oberflächen noch partiell kosmetisch behandelt und die Außenwand erhielt eine finale Lasur als Witterungsschutz. Im November wurde das neue Gebäude bezogen, das seitdem bei allen Beteiligten auf große Begeisterung stößt. Speziell bei den Mitarbeitern kommen die Sichtbeton-Flächen gut an, zumal sie im Inneren für ein besonders angenehmes Raum- und Arbeitsklima sorgen. Und auch architektonisch ist der Leichtbeton-Bau mehr als gelungen: „Das Bauwerk ruht in sich. Es ist selbstbewusst hinsichtlich seiner skulpturalen Wirkung, materiellen Ausstrahlung und technischen Detaillierung“, so die Bilanz von Architekt Johannes Schilling. 

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