Carbonfasern auf dem Weg zum „Stahl des 21. Jahrhunderts“

Forschungskuratorium Textil

Forschungskuratorium Textil

Bild: Forschungskuratorium Textil

Der oft mangelhafte Zustand von Gebäuden und Verkehrsbauwerken macht Deutschland zum bautechnischen Pflegefall. Wetter und Zeit nagen am Stahlbeton, bis dieser rostet, bröckelt, reißt und das ganze Bauelement instabil wird. Bei der Suche nach Alternativen für Neubau, Sanierung und Instandhaltung richtet sich der Blick auf die Textilindustrie, die mit Carbonfaserverbund-Materialien bereits im Flugzeug- und Automobilbau für Leichtigkeit und Festigkeit sorgt.
Glas- und Carbonfaserverbundstoffe im Textilbeton eignen sich für den Hoch-, Tief- und Brückenbau. Wird für die Betonbewehrung statt Stahl ein in Kunststoff ausgehärtetes Textilgelege eingebracht, entsteht ein nicht korrosionsanfälliger Baustoff. Aber: Der in Deutschland entwickelte Textilbeton – bisher nur prototypisch beim Neubau einiger Brücken bzw. in Leichtbaufassaden eingesetzt– ist (noch) teuer. Es fehlen standardisierte Prüfverfahren und für Carbonbeton die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, die im Frühjahr 2014 erwartet wird.
Alle Akteure sind optimistisch: Der Bund fördert die Technologie mit weiteren Millionen und Forschung sowie Baupraxis überzeugen mit Referenzbauten. „Die deutsche Textilforschung ist technologisch weltweit führend, steht aber vor dem Problem, dass das Anwendungspotenzial technischer Textilien kaum bekannt ist – auch im Baubereich. Der Einsatz von Hightech-Fasern dort ist in den letzten Jahren spürbar in den Fokus unserer Forschung gerückt“, erklärt Dr. Klaus Jansen vom Forschungskuratorium Textil.

www.textilforschung.de

Deutsches Ingenieurblatt Ausgabe 06/2014

 

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