Jury entscheidet sich für Testturm in Rottweil

Deutscher Ingenieurbaupreis 2018

Foto: Philipp Brem / ThyssenKrupp Elevator

Am 13. Juni 2018 wählte die Jury des Deutschen Ingenieurbaupreises unter Vorsitz der Hamburger Universitätsprofessorin Dr.-Ing. Annette Bögle den im November 2016 fertiggestellten Testturm in Rottweil als Siegerprojekt aus. Die Planung stammt von Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek vom Ingenieurbüro Werner Sobek Stuttgart AG. Bauherr ist die ThyssenKrupp Business Service AG aus Essen. Der Deutsche Ingenieurbaupreis ist als Staatspreis der bedeutendste Preis für Bauingenieure in Deutschland. „Mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2018 wollen wir die Aufmerksamkeit auf das hohe Niveau der Ingenieurbaukunst in Deutschland lenken“, so Bundesbauminister Horst Seehofer. „Der Testturm in Rottweil überzeugt eindrucksvoll durch seine innovative Fassade und Konstruktion. Wir zeichnen ein Hochleistungslabor aus, in dem ingenieurtechnische Entwicklungen für Wolkenkratzer weltweit getestet und zertifiziert werden. Mit der höchsten Besucherplattform Deutschlands begeistert das Ingenieurbauwerk zusätzlich als beeindruckndes Beispiel dafür, welchen Beitrag Ingenieurinnen und Ingenieure für attraktive Städte und Gemeinden in unserem Land leisten.“ 

Der Präsident der Bundesingenieurkammer Hans-Ullrich Kammeyer betonte, dass alle eingereichten Projekte von sehr hoher ingenieurtechnischer Qualität gewesen seien und die herausragenden Leistungen der Ingenieure in diesem Land dokumentierten. Das Siegerprojekt zeichne sich dadurch aus, dass es innovative Ingenieurbaukunst auch der Öffentlichkeit zugänglich mache. „Und genau das ist es, was wir mit dem Preis wollen: beeindruckende Ingenieurleistungen erlebbar machen“, erklärte Kammeyer. 

Das große Spektrum und die hohe Qualität der für den Preis 2018 eingereichten Projekte beeindruckte die Jury. Neben Hochbau- und konstruktiven Ingenieurbauprojekten überzeugten auch Technologien zur Gewinnung neuer Bauprodukte und innovative Fertigungstechniken. Insgesamt wurden zwei Auszeichnungen mit jeweils 7.000 Euro Preisgeld sowie vier Anerkennungen mit je 4.000 Euro vergeben. 

Der Jury des Deutschen Ingenieurbaupreises 2018 gehörten an:

  • Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer
  • Monika Thomas, Architektin und Abteilungsleiterin SW im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Hamburg
  • Prof. Dr.-Ing. Christoph Heinzelmann, Leiter der Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe
  • Dipl. Ing. Frank Heyder, Hypro Paulu & Lettner Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin
  • Prof. Dr.-Ing. Irmgard Lochner-Aldinger, Stuttgart
  • Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann, Darmstadt

Stellvertretende Jurymitglieder:

  • Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx, Hannover
  • Prof. Dr.-Ing. Gudrun Djouahra, Saarbrücken
  • Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung, Berlin

Das Wettbewerbsverfahren wurde vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt. Die feierliche Verleihung des Preises findet am 27. November 2018 in der Staatsgalerie Stuttgart statt.

Weitere Informationen unter: www.dingbp.de  

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