Die ErP-Richtlinie für Industrieheizungen

Schwank

Bild: Schwank GmbH

Planer und Endkunden verlassen sich in ihren Entscheidungsprozessen - gerade in der komplexen Haustechnik - noch immer auf die Zusagen der Effizienzwerte der Hersteller. Doch weil ja „klappern“ bekanntlich zum Geschäft gehört wird da gerne mal etwas übertrieben und ein paar Prozentpunkte hoch oder runter gerechnet, je nachdem in welcher Richtung es für den Verkaufsprozess dienlich ist. Welches Produkt aber tatsächlich das effizienteste ist, kann von Käufer bzw. Planer nun objektiv durch die ErP- bzw. Ökodesign-Richtlinie bewertet werden.

Raumheizgeräte müssen Heizsaison berücksichtigen
Die ErP-Richtlinie bringt Licht ins Dunkle. Sie schafft EU-weit einheitliche Vorschriften zur umweltgerechten Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte, klassifiziert die einzelnen Produktgruppen, LOTs genannt, und bewerten darin die unterschiedlichen Energieeffizienzen. Letztlich wird über eine einheitliche Kennzeichnungspflicht eine transparente Vergleichbarkeit von Energieverbräuchen geschaffen. Das kennzeichnungspflichtige Ergebnis aus der ErP sind demnach Energieeffizienzen, die sich aus unterschiedlichen Parametern errechnen lassen. „Endlich,“ wie Uwe Flohren, Prokurist des Hallenheizungsherstellers Schwank und Vorsitzender des figawa Arbeitskreises für Gasinfrarotstrahler meint. „Gerade mit der ErP-Richtlinie für die Produktgruppe der Raumheizgeräte (das LOT 20 und 21), werden gemeingültige Bewertungskriterien geschaffen, die den Verbrauchern und Planern helfen, die Systeme objektiv zu bewerten. Man kann fast sagen, es ist damit ein großer Schritt in Richtung Verbraucherschutz, also Energiekostenersparnis gemacht worden.“

Seit dem 1.1.2018 müssen Hersteller von zentralen und dezentralen Raumheizgeräten den Effizienzfaktor ersichtlich in den Unterlagen kommunizieren. Zudem dürfen Geräte, die die Mindesteffizienz der ErP-Richtlinie nicht erfüllen, nicht mehr vertrieben werden. Dieser Wert, die sogenannte „Saisonale Energieeffizienz (ƞs[eta])“, wird im LOT 20 (Produktgruppe für Hell- und Dunkelstrahler, Gas-Öfen, Gas-Kamine) wesentlich über den Thermischen Wirkungsgrad und den Strahlungsfaktor ƞs,RF genannt, der Geräte bestimmt. Die Betrachtung der Teil- und Volllasteffizienzen, was der Berücksichtigung einer durchschnittlichen Heizsaison gleich kommt, ist zugleich auch einer der Hauptmerkmale dieser ErP-Richtlinie. Die für die Richtlinie zuständige Kommission hat richtigerweise erkannt, dass Heizungen im Schnitt 85% im Teillastbetrieb, also in den Übergangszeiten arbeiten und nur etwa 15% der Vollastbetrieb abverlangt wird (dieses Verhältnis gilt im Übrigen auch für alle anderen Heizgeräte wie Brennwertkessel etc.).
Zudem wird eine schlechte Regelbarkeit von Heizgeräten (z.B. 1-stufig) ebenso mit Verlustpunkten „bestraft“, wie Heizgeräte, die eine hohe Hilfsenergie benötigen. Effiziente elektrische Antriebe und Ventilatoren werden so zu einem Muss.
Der Hallenheizungshersteller Schwank hat schon vor Jahren die stufenlose Modulation bei seinen Produkten eingeführt und war damit das erste Unternehmen der Branche, das den wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gegangen ist. Mit dem neuen Dunkelstrahler deltaSchwank führt der Innovationsführer der Branche den Gedanken noch weiter fort: Das Gerät moduliert serienmäßig zwischen 40- und 100% und arbeitet mit einem pneumatisch gesteuertem Gas-Luftverbund, Weltpremiere in diesem Segment. Der deltaSchwank ist so rund 34% wirtschaftlicher als handelsübliche Geräte und erreicht einen ƞs[eta] von durchschnittlich 98,6%.

Die ErP-Richtlinie ist also schon wegen der Kennzeichnungspflicht und der damit gewonnenen Transparenz ein Gewinn. Gewinner sind in jedem Falle die Verbraucher und Planer, die nun nach objektiven Bewertungskriterien beurteilen können, welche Geräte tatsächlich effizient sind und welche nicht.

www.schwank.de

 

Anzeige


 

Fachplanung: Leistungsfähige Erfahrung und ein überzeugendes Leistungsangebot

Analyse, Beratung und Konzeption:  Die Remmers Fachplanung steht für eine starke Verbindung aus Beratung und Konzeption auf dem stabilen Fundament höchster Produktkompetenz. Diese Kombination ist einzigartig am Markt und macht eine objektspezifische Beratung in höchster Qualität erst möglich.

Erfahrene Experten unterstützen mit höchster Kompetenz Instandsetzungsprojekte in den unterschiedlichsten Branchen und Märkten. Diese reichen von Industrie-, Wirtschafts- und Parkhausbauten über Abwasser- und Kanalisationsbauwerken bis hin zur Baudenkmalpflege. Individuelle Leistungen für individuelle Märkte.

Weitere Infos, das remmers conulting concept und Systembroschüren gibt es hier!


Gerüstbau an geschwungenen Wänden

Frankfurt ist nicht arm an Hochhäusern, auch nicht an spektakulären. In diesem Umfeld ist der Westhafen Tower trotz seiner 112 Meter Höhe kein Riese....

Weiterlesen

Textile Hülle für Akademie

Ein maßgeschneidertes Kleid schmiegt sich um den Neubau der Textilakademie NRW in Mönchengladbach. Das silbrig schimmernde Gewebe verleiht dem...

Weiterlesen

Ingenieurholzbau. Basiswissen: Tragelemente und Verbindungen

Das Buch legt die Grundlagen des Holzbaus detailliert dar und vermittelt die wesentlichen Kenntnisse und Kompetenzen, die für den Entwurf, die...

Weiterlesen

Hybridbau – Holzaußenwände

Hyridbau aus Stahlbeton und Holz vereint die Vorteile des Massivbaus mit denen der Holzbauweise und stellt somit eine optimale...

Weiterlesen

Im Aufzug eingeschlossen? Schnellere Hilfe im Notfall

Im Aufzug eingeschlossene Personen können bald schneller durch Helfer befreit werden. Seit Anfang 2019 müssen Aufzugbetreiber den Notfallplan, die...

Weiterlesen

Gesamtausgabe Baustoffe

INHALT

PLANUNG & ANWENDUNG

  • Geprüfte Einbruchhemmung mit monolithischem Ziegelmauerwerk
    Alexander Frank, Sandra Heinrichsberger, Jürgen Küenzlen,...
Weiterlesen

Bionische Fassadenprodukte

Das Ziel der Wissenschaftsdisziplin Bionik ist, biologische Phänomene zu verstehen und in  technische Anwendungen zu „übersetzen“. Ergebnisse dieser...

Weiterlesen

Vom Bauprodukt zur eigenständigen Bauweise

Kaum ein anderer Wandbaustoff hat sich in den vergangenen Jahren so weiterentwickelt wie Kalksandstein. Früher stand das Material vor allem für...

Weiterlesen

Einbruchhemmende Sicherheitsanforderungen für Rollläden

In der neuen DIN EN 13659, die die Leistungsund Sicherheitsanforderungen für Außenabschlüsse und Außenjalousien regelt, ist nun  auch eine erhöhte...

Weiterlesen