20.05.2019 | Ausgabe 5/ 2019

Umnutzung eines Bestandsgebäudes

Moderne Büroarbeitsplätze für einen Fachgroßhandel

Umbau des Firmensitzes von Rudolf Sievers in Seevetal-Hittfeld: Eine nüchterne Ausstellungshalle wird in helle und freundliche Büroflächen umgewandelt. / Quelle: Novoferm / Andrea Fla

Seit fast einem halben Jahrhundert hat das Unternehmen Rudolf Sievers als Fachgroßhandel technischer Dienstleister  en Firmensitz in einem nüchternen und funktionalen 70er-Jahre-Gebäude in Seevetal-Hittfeld. Als Mitte dieses Jahrzehnts absehbar war, dass das wachsende Unternehmen mehr Büroarbeitsplätze und Besprechungsräume brauchen würde, entschied man sich gegen einen Neubau und stattdessen für eine Umnutzung der bisherigen Ausstellungsflächen im Bestandsgebäude.

Vor über 180 Jahren als lokaler Land- und Eisenhandel in Winsen an der Luhe gegründet, hat Rudolf Sievers inzwischen einige Wandlungen hinter sich. Heute hat sich das traditionsreiche Unternehmen als Fachgroßhandel und technischer Dienstleister mit über 200 Mitarbeitern eine Markenqualität erarbeitet. Aktuell ist das Unternehmen an insgesamt 10 Standorten vertreten. Wo immer es möglich war, haben sich die erfahrenen Planer von Rudolf Sievers anstelle von Neubauten für den Umbau bestehender Objekte entschieden.

Trotzdem war der Beschluss zum Umbau in Hittfeld nicht selbstverständlich. Das Bestandsgebäude hatte zwar eine gute Substanz, doch weil das obere Geschoss in der Vergangenheit als Ausstellung konzipiert und genutzt wurde, standen die Planer vor verschiedenen Fragen, zum Beispiel, wie die für eine Büronutzung zusätzlich erforderlichen Versorgungsleitungen untergebracht werden oder durch welche baulichen Maßnahmen bzw. Ausstattungselemente für eine angenehme Akustik gesorgt werden kann. Schallschutz hatte beim Bau der Ausstellungsräume vor fast 50 Jahren keine Rolle gespielt, sodass es dort stark hallte. Außerdem musste ein Brandschutzkonzept integriert werden, das der neuen Nutzung in verschiedener Hinsicht entgegenkommt. Es ging einerseits um die Neudefinition von Brandschutzabschnitten, andererseits war klar: Weil Rudolf Sievers den Mitarbeitern nicht nur neue, sondern auch „schönere“ Arbeitsplätze stellen wollte, war es mit rein funktionalem Brandschutz nicht getan. Die Anforderung an die Türlösungen lautet  deshalb: T30 / F30 plus Transparenz sowie eine Design unterstützende Gestaltung

Zugang zum Empfangsbereich über das interne Treppenhaus: Der Rettungsweg ist
gesichert durch eine „NovoFire T30-2 RS“ Tür. / Quelle: Novoferm / Andrea Flak

Brandschutz, Schallschutz und Ästhetik
Rudolf Sievers gab die Verwendung von Novoferm- Produkten vor, da schon seit Langem eine erfolgreiche Geschäftspartnerschaft zwischen den beiden Unternehmen besteht und die Produkte alle Anforderungen des Bauherrn erfüllen. Die 10 verbauten Rohrrahmentüren des Systems „NovoFire - T30“ und „- RS“ halten mit ihren großen Glasflächen und filigranen Rahmenkonstruktion die Sichtachsen zwischen den  Arbeitsbereichen offen und tragen zur Brandschutzsicherheit  bei. Die vielfältigen Optionen, ie Novoferm für die Rahmenoberflächen bietet, erleichterten die Einpassung in das Gestaltungskonzept. Auch beim Thema Schallschutz erfüllen die Türen die Vorgaben, denn mit den NovoFire Rohrrahmentüren können Schalldämmwerte bis zu 42 dB erreicht werden.

Der Ausstellungsraum wurde im Trockenbau neu aufgeteilt, helle Teppichböden und warme Farben schaffen eine angenehme Raumatmosphäre. Die großzügig gewählten Glasflächen in den NovoFire Türen fördern den natürlichen Lichteinfall und sorgen buchstäblich für transparente Wege. Die wegen der niedrigen Deckenhöhe teilweise sichtbar verlegten Versorgungsleitungen geben den Räumen einen besonderen Charakter.

Gearbeitet wird in dem „neuen“ Verwaltungstrakt mit insgesamt rund 1000 Quadratmeter Grundfläche mittlerweile seit 2016. Die Erwartungen des Auftraggebers hat der Umbau vollends erfüllt, vor allem aber wurde er von den Mitarbeitern sofort angenommen. Ralf Kaden, der das Projekt als Geschäftsleitung Logistik bei Rudolf Sievers betreut hat, berichtet von ausschließlich positiven Reaktionen des Büroteams: „Die Mitarbeiter waren durchweg angenehm überrascht, wie der Umbau aus einer Kompromisslösung eine helle und ansprechende Bürolandschaft gemacht  hat.“ Kein Wunder, denn vom schmucklosen 70er-Jahre-Charme ist innerhalb des Gebäudes am Bosteller Feld in Hittfeld nichts mehr zu sehen. In dem 50 Jahre alten Bau arbeitet man heute in einer Atmosphäre, wie man sie im 21. Jahrhundert erwarten darf.


 

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