18.03.2019 | Ausgabe 3/2019

Erdwärme – Energie frei Haus

Energiewende mit Geothermie

Die Verlegung von „GeoCollect“-Kollektoren im Vollaushub. Jeweils 10 Module bilden einen „Strang“, welcher eine Entzugsleistung von ca. 1 kW erzielt. / Quelle: GeoCollect GmbH

Die Ernte oberflächennaher Erdwärme stellt eine universelle Möglichkeit dar, regenerative Energie zu nutzen. Eingebunden in eine haustechnische Systemkette ist die emissionsfreie Technik auch wirtschaftlich interessant.

Es liegt auf der Hand, dass wir Menschen unsere Energieversorgung rasch und radikal umstellen müssen. Dabei gibt es große Aufgaben,  die nur im politischen Kontext gelöst werden können, es gibt aber auch Aufgaben, bei denen wir wirksam und schnell entscheiden können. Und dies gilt insbesondere für alle, die Gebäude planen und bauen. Der Endenergieverbrauch in Deutschland ist laut Umweltbundesamt seit 1990 kaum gesunken, denn Einsparungen werden zu großen Teilen durch Wirtschaftswachstum und Konsumverhalten aufgezehrt. Führt man sich vor Augen, dass selbst im Sektor „Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“ der Wärmebedarf von Gebäuden ungefähr 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht, wird schnell klar, dass ein riesiges Potential darin liegt, auch gewerblich genutzte Immobilien mit  regenerativen Energien zu beheizen. Wer heute Neubauten plant oder an Renovierungen,  Erweiterungen etc. beteiligt ist, die eine energetische  Sanierung beinhalten, der sollte sich sehr ernsthaft die Frage stellen, welche Energiequelle  angezapft werden soll. Die Welt um uns herum, also Luft, Boden, Wasser, enthält in ausreichender Menge geothermische und solare Energie, die wir nur noch ernten müssen, um nachhaltig, emissionsfrei, ökologisch, ökonomisch sowie klimaneutral zu heizen.

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