15.06.2018 | Ausgabe 06/2018

Forschungsbericht des FIW München - Die Rolle der Gebäudehülle bei der Umsetzung der aktuellen politischen Ziele

Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz München (FIW) hat erstmals die Auswirkungen ermittelt, die von einer energetischen Modernisierung des Gebäudebestandes augehen könnten.

Das vom DIW 1 berechnete Bauvolumen enthält die gesamte Bauproduktion, also einschließlich nicht werterhöhender Reparaturen.Insgesamt belief sich das Bauvolumen in Deutschland im Jahr 2016 auf rund 351 Milliarden Euro (inkl. Umsatzsteuer). Davon flossen rund 57 Prozent des gesamten Bauvolumens in Deutschland in den Wohnungsba u(ca. 200 Mrd. Euro). Auch wenn der Neubaudies bezüglich in den letzten Jahren kontinuierlich angezogen hat, bleiben Bauleistungen an bestehenden Gebäuden im Wohnungsbau mit 68 Prozent dominant. Im Jahr 2016 sind dafür 136 Milliarden Euro aufgewendet worden. 

Auf der Produzentenseite erreicht das Ausbaugewerbe den höchsten Anteil vom Bauvolumen. Bauinstallation und das sonstige Ausbaugewerbe mit Malern, Tischlern, Fliesenlegern, Glasern u. a. kommen 2016 aufeinen Anteil an allen Bauleistungen von fast 37 Prozent (entspricht 129,5 Mrd. Euro). Das Bauhauptgewerbe mit den Bereichen Hochund Tiefbau liegt einschließlich Bauträgern bei einem Anteil am Bauvolumen von knapp 31 Prozent (entspricht 107,6 Mrd. Euro). Als gesonderte Lieferanten treten zudem Architekten und Ingenieurbüros auf. Auf den Bereich Bauplanung entfällt 2016 insgesamt ein Anteil von gut 12 Prozent (entspricht 42,4 Mrd.Euro). Die restlichen Prozente verteilen sich zu annähernd gleichen Teilen auf sonstige Bauleistungen bzw. auf das verarbeitende Gewerbe. Allerdings kann man aus den vorliegenden statistischen Daten des Bundesamts für Statistik und demnach auch die des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) keine Aussagen zur Gebäudehülle ableiten. Aus diesem Grund hat das FIW München erstmal sein eigenes Modell entwickelt. Die zentralen Ergebnisse sollen im Folgenden kurz erläutert werden.

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3 Seiten

Quelle: Andreas H. Holm

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