15.04.2019 | Ausgabe 04/2019

Jalousiekästen sorgen für Schatten und Wärmedämmung

Wohnhaus im Oberallgäu

Die Technik zur Verschattung der Fenster sollte bei dem Einfamilienhaus in Waltenhofen (Oberallgäu) nicht sichtbar sein. Mit dem Jalousiekasten von Joma konnte diese Anforderung erfüllt werden. / Quelle: JOMA Dämmstoffwerk GmbH

Für den Bau eines Einfamilienhauses in Waltenhofen wählte die Planerin einen passivhauszertifizierten Jalousiekasten, der direkt in ie Dämmebene des Wärmedämmverbundsystems (WDVS) integriert wird. Damit lassen sich Wärmebrücken verhindern.

Für die Bauherren hat Dipl.-Ing. Christiane Maucher vom Büro Architektur + Raum in  Kempten eine außergewöhnlich gestaltete Betonkonstruktion mit Vollwärmeschutz und 250 Quadratmeter Wohnfläche entworfen. An einem Hang gebaut, befinden sich im Untergeschoss der Eingangsbereich und die Garage. Das L-förmige Erdgeschoss ist altersgerecht in Wohnen, Kochen und Schlafen aufgeteilt, während im Obergeschoss weitere  Zimmer sowie eine Dachterrasse folgen. Aufgrund dieser Aufteilung ergibt sich ein emütlicher und halboffener Innenhof, der  on der Fensterfront des Gebäudes umrahmt  ird. Highlight sind nicht nur hier die Ganzglasecken. „Bei einem so hohen Glasanteil spielte bei der Planung und Ausführung des  infamilienhauses natürlich der Sonnenschutz eine große Rolle. Zugleich sollte die Technik zur Verschattung der Fenster nicht sichtbar sein, aber auch an den Ganzglasecken angebracht werden können“, sagt Christiane Maucher. „Bei einem herkömmlichen  Jalousiekasten muss zwischen dem Rohbau und dem Schacht per Hand g edämmt  erden. Oft schleichen sich dabei aber Fehler ein und kostspielige Schäden entstehen. Die Joma-Lösung kommt dagegen fix und fertig und ringsum gedämmt auf der Baustelle an und kann unkompliziert montiert werden.

Das reduziert Wärmebrücken auf ein Minimum“, erklärt Maucher.

Für eine optimale Verschattung wurden an jedem Fenster des Einfamilienhauses – bis  auf jene an der Nordseite – maßgefertigte Jalousiekästen angebracht. Diese wurden für die Integration in Wärmedämmverbundsysteme entwickelt, weshalb die Dämmung individuell an das Fensterprofil angepasst wird. Die Dämmung der Jalousiekästen besteht aus dem Material „AirPor“, das eine Weiterentwicklung des Dämmklassikers Styropor ist, aber aus 98 Prozent Luft besteht  und zu 100 Prozent recyclingfähig ist. Der Werkstoff ist vielseitig einsetzbar, wasserabweisend, alterungsbeständig sowie standfest und maßstabil. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt λ = 0,031 W/mK. Das Dämmmaterial  kommt neben den Jalousiekästen auch im Wärmedämmverbundsystem des Einfamilienhauses in Waltenhofen zum Einsatz. Derselbe Handwerker, der das WDVS anbringt, baut auch den Jalousiekasten ein. Das spart Zeit und Geld.


 

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