18.03.2019 | Ausgabe 03/2019

Wandel einer Landschaftsschau

Stadt Land Fluss

Ergänzend zur Bundesgartenschau entstehen ein Bildungscampus und das Gebäude „Experimenta“. / Quelle: Sauerbruch Hutton

Alles so schön bunt hier: üppige Blumen-Teppiche, Gärtner-Ratgeber und flanierende Senioren. Der Bundesgartenschau (BUGA) haftete bislang der Ruf einer biederen aber hübschen Landschaftsausstellung an. Mit der Mitte April in Heilbronn beginnenden BUGA ist dieser Ansatz allerdings  Geschichte: Erstmals wird die BUGA auch zu einer Ausstellung für Städtebau und will neben Gärten  und Parks einen kompletten, funktionierenden Stadtteil hinterlassen.

Die BUGA in Heilbronn stellt neben der traditionellen Ausstellung von Vegetation die  Frage, wie ein moderner Stadtteil als Modell für Deutschlands wachsende Städte aussehen  ann. Das Areal für den Bau des neuen Quartiers bot sich an: Das Gartenschaugelände und damit auch das „Wohnquartier Neckarbogen“ liegen innenstadtnah unweit des Hauptbahnhofs  on Heilbronn. Zwischen Neckarkanal und Alt-Neckar lag bis dato ein brach gefallenes Industriegebiet („Brownfield-Develop ment“ wird das in Fachkreisen genannt.) auf den Flächen verfüllter ehemaliger Hafenbecken.  Es wird nun nicht nur landschaftsarchitektonisch neu erfunden, sondern auch nachhaltig urbanisiert. Der Stadtplaner Hildebrand Machleidt aus Berlin will Heilbronn mit seinem Entwurf die Chance geben, „seine fragmentierte Flusslandschaft neu zu interpretieren“.Steidle Architekten aus München hatten  die Freilegung des Floß- und Karlshafens vorgeschlagen und damit „ein städtisch gefasstes Hafenbecken und einen landschaftlich geprägten See im Park“ definiert.

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